KG-Vorlesung "Mittelalter"

SS 2016

Prof. Dr. Martin Friedrich

Lehrveranstaltung für den Bachelor-Studiengang Ev. Theologie (Stufe II), den Master-Studiengang Ev. Theologie, den Master-Studiengang Freikirchliche Diakonie und das Zusatzstudium (2-stündig; 3 LP [B.A. ohne Klausur und M.A.], 4 LP [B.A. mit Klausur])

Relevanz:

Das Mittelalter mag für Freikirchler auf den ersten Blick keine interessante Epoche sein. Kirchlicher Machtanspruch auf Staat und Gesellschaft erreichte einen Höhepunkt, Kreuzzüge und Hexenverfolgung werden uns heute noch vorgehalten. Das Mittelalter war aber auch die Zeit, in der das Christentum einen tiefgreifenden Transformationsprozess vollzog und sich in neue Völker inkulturierte und so die Welt Europas schuf; und ebenso eine Zeit, in der an den Rändern Reformbewegungen aufbrachen, die bis heute Relevanz haben.

Ziele:

Die Vorlesung soll Grundwissen vermitteln, aber vor allem in problemorientierter Weise zum Weiterdenken anregen.

Inhalte:

Ausgewählte Kapitel der Kirchengeschichte: Christianisierung der Germanen; Reichskirche in karolingischer und ottonischer Zeit; Reformen im Ordenswesen; Aufstieg des Papsttums; Entstehung der Universitäten und Scholastik; Armutsbewegung und Bettelorden; Krise des Spätmittelalters; Herbst des Mittelalters und Vorabend der Reformation.

Arbeitsweise:

Vorlesung, bei der es auch Gelegenheit für Rückfragen geben wird.

Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen:
Statt eines Buchs über die mittelalterliche Kirchengeschichte lieber nur die entsprechenden Kapitel aus einer Gesamtdarstellung, z.B. B. Moeller: Geschichte des Christentums, oder H. Gutschera, Herbert, J. Maier, J. Thierfelder: Geschichte der Kirchen. Natürlich auch gute Romane wie Eco: Der Name der Rose.

Glauben, Denken, Handeln