ID-Seminar "Auslegungsgeschichte alttestamentlicher Texte"

SS 2018

Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel, Prof. Dr. Dirk Sager

Lehrveranstaltung für den Bachelorstudiengang Ev. Theologie (Stufe II), den Masterstudiengang Ev. Theologie, den Masterstudiengang Freikirchliche Diakonie und das Zusatzstudium   
 (2-stündig; 4 LP [B.A. ohne Paper und M.A.], 6 LP [B.A. mit Paper])

Relevanz:
Die Texte der hebräischen Bibel werden seit mehr als zwei Jahrtausenden als heilige Texte gelesen und immer wieder neu verstanden. In dieser Lehrveranstaltung wollen wir uns ausgewählten Texten des AT über die Rezeptionsgeschichte nähern. Auslegungen vergangener Jahrhunderte eröffnen oft überraschende Perspektiven, die auch anregend für die homiletische Praxis sind.

Ziele: 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen klassische Werke der jüdischen und christlichen Auslegungstraditionen kennen. Sie reflektieren die historische und theologische Relevanz von Auslegungsgeschichte und stellen sie in den Kontext neuerer hermeneutischer Ansätze in der Exegese (insb. des „canonical approach“).

Inhalte: 
Zu ausgewählten Texten aus dem Alten Testament werden Auslegungen (1) der rabbinischen Literatur, (2) der Kirchenväter, (3) der mittelalterlichen jüdischen Traditionskommentare, (4) der mittelalterlichen christlichen Exegese und (5) der Reformationszeit gelesen und diskutiert.  

Arbeitsweise:
Referate, Lektüre, Diskussion. Die Kommentartexte werden in deutscher, teilweise in englischer Übersetzung gelesen.

Voraussetzungen: 
Hebräische, griechische und englische Sprachkenntnisse. In der Regel die erfolgreiche Teilnahme an den Proseminaren AT und NT.  

Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen:
• G. Langer, Midrasch, utb 4675, Tübingen 2016. Abschnitt II, Was ist Midasch?, S 19-37.
• Steins, G., Kanonisch lesen, in: H. Utzschneider/E. Blum (Hgg.), Lesarten der Bibel. Untersuchungen zu einer Theorie der Exegese des Alten Testaments, Stuttgart 2006, S. 45-64.

Glauben, Denken, Handeln