KG-Vorlesung „Staat und Kirche“

SS 2015

Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel

Lehrveranstaltung für den Bachelor-Studiengang Ev. Theologie (Stufe II), den Master-Studiengang Ev. Theologie, den Master-Studiengang Freikirchliche Diakonie und das Zusatzstudium

(2-stündig; 3 LP [B.A. ohne Klausur und M.A.], 4 LP [B.A. mit Klausur])

Relevanz:

„Kirche und Staat sollen getrennt sein ... Die Kirche soll sich bei der Ausübung ihres Auftrags nicht der Hilfe der Staatsmacht bedienen. Dem Evangelium Christi gemäß sind allein geistliche Mittel zur Erreichung seiner Ziele ... Eine freie Kirche in einem freien Staat ist das christliche Ideal.“ Diese Formulierungen aus einem amerikanischen baptistischen Bekenntnis von 1925 stellen in der Geschichte des Christentums eine Außenseiterposition dar - die inzwischen aber in vielen Teilen der Welt über Konfessionsgrenzen hinweg konsensfähig ist. In Deutschland und anderen europäischen Ländern steht dagegen einer konsequenten Trennung von Kirche und Staat eine lange Geschichte entgegen, die von der engen Verbindung von Thron und Altar geprägt war.

Ziele:

Die Vorlesung vermittelt Überblickswissen zu einem gesellschaftlich und ökumenisch relevanten Aspekt der Kirchengeschichte.

Inhalte:

Christentum und Staat im Römischen Reich. - Byzanz und orthodoxes Christentum. - Kirche und weltliche Macht im abendländischen Mittelalter. - Protestantische Staatskirchentümer. - Vom englischen Nonkonformismus zur amerikanischen Demokratie. - Kirche und Staat in Deutschland seit der Aufklärung. - Kirche und Staat im Europa der Gegenwart.

Arbeitsweise:

Vorlesung. Begleitende Lektüre zur Vor- und Nachbereitung wird angegeben.

Voraussetzungen:

Keine.

Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen:

·         Informativ und apologetisch: Hendrik Munsonius, Kirche und Staat, in: Deutsches Pfarrerblatt 114 (2014), 252-257, online: http://www.pfarrerverband.de/pfarrerblatt/archiv.php?a=show&id=3596

Glauben, Denken, Handeln