NT-Vorlesung „Galaterbrief“

WS 2018/19

Prof. Dr. Carsten Claußen

Lehrveranstaltung für den Bachelor-Studiengang Ev. Theologie (Stufe II), den Master-Studiengang Ev. Theologie, den Master-Studiengang Freikirchliche Diakonie und das Zusatzstudium

(2-stündig; 3 Leistungspunkte)

Relevanz:

Der Galaterbrief bietet Einblicke in die Frühzeit der christlichen Gemeinden und ihresSelbstverständnisses. Judenchristliche Missionare hatten die Gemeinden in einerganzen Region aufgesucht und mit ihrer Predigt dort schnell Erfolg. Sie verlangtenvon den Heidenchristen, dass auch jene sich beschneiden lassen sollten und legtenwahrscheinlich großen Wert auf die Einhaltung der Tora. Damit standen sie in deutlichem Gegensatz zur Verkündigung des Apostels Paulus, der ihre Lehren als ein„anderes Evangelium“ bezeichnet und sie scharf kritisiert. Im Unterschied zu anderenPaulusbriefen sind die Adressaten nicht in einer Einzelgemeinde zu finden. Entsprechendist der Galaterbrief auf eine weite Verbreitung angelegt. Im Kern geht es umsehr grundsätzliche Themen christlicher Identität, die sich vor dem Hintergrund einer antik-jüdischen Matrix herausbildet.

Ziele und Inhalte:

Die Vorlesung führt in die theologischen Inhalte des Galaterbriefs ein. Sie eignet sichdamit sowohl für eine Erstbegegnung als auch für die Vertiefung und Systematisierung paulinischer Theologie.

Inhalte:

Die Vorlesung widmet sich der Analyse und Auslegung des Galaterbrief unter historischen, literaturwissenschaftlichen und theologischen Aspekten.

Arbeitsweise:

Die Veranstaltung ist als Vorlesung aufgebaut, bietet jedoch Raum für Rückfragen und Diskussion.

Voraussetzungen:

Griechischkenntnisse sowie bibelkundliches und die Einleitungsfragen betreffendes Grundwissen sind wünschenswert.

Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen:

• Udo Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, UTB 1830, Göttingen 8. Aufl. 2013,115-133.oder

• Stefan Schreiber und Martin Ebner, Einleitung in das Neue Testament, KStTh 6,Stuttgart 2013, 353-370.

Glauben, Denken, Handeln