Sprachkurs „Griechisch II“

SoSem 2022

Jörg Hartlieb

Pflichtlehrveranstaltung für den Bachelor-Studiengang Evangelische Theologie Stufe I (2. Semester), Modul 101 (Basismodul Griechisch)

(2-stündig; 3 Leistungspunkte)

Relevanz und Ziele:

Übersetzungskompetenz alleine reicht nicht. Denn welcher Urtext soll übersetzt werden? Es gibt tausende Handschriften, die sich alle unterscheiden! Und vor allem geht es doch eigentlich nicht um diese oder jene Formulierung, sondern: Was will der Text sagen? Was sind die Hauptpunkte, was Nebenpunkte, was die Gesamtbotschaft, was die Absicht? Und wie können diese (normalerweise unbewusst geklärten) Grundfragen menschlicher Kommunikation (möglichst) unabhängig vom Vorverständnis begründbar beantwortet werden – gerade bei besonders bedeutsamen und deshalb immer wieder bis ins Detail betrachteten, ge- (und auch miss-)brauchten Texten? In diesem Kurs lernen Sie eine textlinguistisch fundierte und in der professionellen Bibelübersetzung bewährte Methodik kennen, die Ihnen dabei hilft. Und Sie werden entdecken, dass das neutestamentliche Handschriftenchaos schwerer zu bändigen ist, als viele denken - aber auch seine guten Seiten hat.

Inhalte:

In der Veranstaltung werden neutestamentliche Texte gemeinsam übersetzt und sowohl lexikalisch-grammatisch als auch semantisch-kommunikativ analysiert. Ausgehend von relevantenTextvarianten wird zudem eine sachgemäße textkritische Urteilskompetenz entwickelt und eingeübt.

Voraussetzungen:

Die zu bearbeitenden Texte sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Übersetzung und Analyse vorzubereiten. Daneben ist die Lektüre einzelner Aufsätze notwendig, die das Grundwissen der weiteren exegetischen Arbeit vorbereiten.

Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen:

 

Bleiben Sie frisch in der Übersetzung von Texten aus dem Neuen Testament, z. B. durch die eigene Übersetzung der sonntäglichen Perikopentexte oder der täglichen Losungen.

Glauben, Denken, Handeln