Theologische Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de Die Nachrichten der Theologische Hochschule Elstal de-de Theologische Hochschule Elstal Sat, 07 Feb 2026 09:00:22 +0100 Sat, 07 Feb 2026 09:00:22 +0100 TYPO3 EXT:news news-3932 Thu, 05 Feb 2026 09:56:44 +0100 Ein besonderer akademischer Akt: Die erste Honorarprofessur der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/ein-besonderer-akademischer-akt-die-erste-honorarprofessur-der-theologischen-hochschule-elstal Jochen Wagner wurde zum Honorarprofessor der Theologischen Hochschule Elstal ernannt. Am 14. Januar 2026 fand im Rahmen einer Campusandacht ein feierlicher akademischer Akt statt: Dr. Jochen Wagner wurde als erster Honorarprofessor der Theologischen Hochschule Elstal ernannt. Eine Honorarprofessur wird an Persönlichkeiten verliehen, die durch besondere wissenschaftliche Leistungen und eine nachgewiesene Lehrbefähigung ausgewiesen sind. Diese Auszeichnung unterstreicht zum einen Wagners herausragende Qualifikation im Bereich der Ökumene und bereichert zum Anderen das Lehrangebot der Theologischen Hochschule Elstal. 

Dr. Jochen Wagner studierte Evangelische und Katholische Theologie am Theologischen Seminar Ewersbach (heute: Theologische Hochschule Ewersbach) sowie an den Universitäten Mainz und Marburg. 2010 promovierte er an der Technischen Universität Dortmund zum Dr. phil. Seit 2020/21 ist er als freikirchlicher Referent in der Ökumenischen Zentrale der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) tätig.

Mit über 15 Jahren Erfahrung in der ökumenischen Arbeit – sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene – ist Dr. Wagner ein gefragter Experte. Seine zahlreichen Publikationen und Vorträge belegen seine fundierte Expertise. Als ordinierter Pastor im Bund Freier Evangelischer Gemeinden (BFEG) bringt er eine wichtige freikirchliche Perspektive in den ökumenischen Dialog ein.

Eine Bereicherung für die Hochschule

Mit Dr. Jochen Wagner gewinnt die Theologische Hochschule Elstal einen profilierten und angesehenen Ökumeniker, der die Lehre im Bereich Ökumene maßgeblich bereichern wird. Seine Ernennung unterstreicht das Engagement der Hochschule für die Einheit der Kirchen und den Dialog zwischen den christlichen Konfessionen.

Im Rahmen der feierlichen Andacht überreichte Andrea Klimt als Rektorin der Hochschule die Bestellungsurkunde und betonte: „Lieber Prof. Dr. Jochen Wagner, lieber Jochen, ich freue mich, dass Du die Theologische Hochschule Elstal mit Deinem Dienst als Honorarprofessor bereichern wirst und wünsche Dir Gottes reichen Segen dazu.

Die Studierendenschaft brachte in einem Wort des Dankes ihre Wertschätzung für Dr. Wagners Engagement zum Ausdruck. Die Feier schloss mit einem Gebet für Prof. Dr. Jochen Wagner und einer Fürbitte für seine zukünftige Arbeit.

 

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news-3921 Fri, 19 Dec 2025 16:52:21 +0100 Tagung „Theologische Ausbildung der Zukunft“ https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/tagung-theologische-ausbildung-der-zukunft-1 Freikirchliche Hochschulen streben stärkere Zusammenarbeit an Erstmals trafen sich vom 12. bis 14. Dezember in Elstal bei Berlin Vertreterinnen und Vertreter fast aller evangelischen theologischen Hochschulen in freikirchlicher oder freier Trägerschaft, um über die „Theologische Ausbildung der Zukunft“ zu beraten. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie die Hochschulen enger zusammenarbeiten können, um weiterhin wissenschaftlich fundiert Hauptamtliche für den pastoralen Dienst auszubilden – und hier den Bedarf der Ortsgemeinden der Freikirchenbünde zu decken.

 

Eingeladen hatte die Theologische Hochschule Elstal (TH Elstal) des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Unter den mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren neben Hochschulleitenden und Studierenden auch Leitungsmitglieder der Freikirchen. BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba berichtete, Grund für die Einladung zur Tagung sei neben der „Krise, der theologischen Ausbildung in vielen Kirchen“ auch der Strukturprozess seiner Freikirche. So habe der Bundesrat, das Kirchenparlament des BEFG, im Mai 2025 das Präsidium und die TH Elstal beauftragt, „bis zum Jahr 2035 eine neue theologische Ausbildungsstätte zu entwickeln, die gemeinsam von mehreren Freikirchen in Deutschland getragen wird“. Um ergebnisoffen gemeinsam über Möglichkeiten der Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen, habe man diese Tagung initiiert. „Ich bin überzeugt davon, dass wir nur miteinander in die Zukunft gehen können“, so Stiba. „Wir brauchen auch in Zukunft eine wissenschaftliche theologische Ausbildung mit einem deutlichen Gemeindebezug. Das ist die Stärke unserer Ausbildungsstätten: wissenschaftliche Theologie in gewollter Ausrichtung auf einen starken Bezug zur Gemeindepraxis.“

 

Prof. Dr. Volker Gäckle, Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell, ging in seinem Einstiegsvortrag über den „Klimawandel in der theologischen Ausbildungslandschaft“ zunächst auf die von Stiba erwähnte Krise ein. Demnach gebe es nicht ausreichend Menschen, die Theologie studieren und später in den Gemeindedienst gehen. Zu wenige blieben dann bis zur Rente im pastoralen Dienst. „Wir werden das Problem, mit dem wir es zu tun haben, nicht als Ausbildungsstätten allein lösen können, sondern nur in Zusammenarbeit mit anderen Ausbildungsstätten, Kirchen, Verbänden und Gemeinden und mit einer großen Veränderungsbereitschaft“, denn, so Gäckle: „Die Krise des Theologiestudiums ist in erster Linie die Folge der Krise des pastoralen Amtes. Beides muss zusammen betrachtet werden.“ Um diesen Problemen zu begegnen, sei ein langer Atem nötig. Es gelte, den Online-Bereich zu stärken, Studienformate flexibler zu gestalten und die Arbeit der Hochschulen noch professioneller aufzustellen. Dr. Martin Knispel, der die Tagung mit konzipiert hatte, hielt fest, dass die herausfordernde Lage den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seiner Beobachtung nach bewusst sei: „Wir waren uns alle einig, dass die sich verändernde Situation in Deutschland im Blick auf Demografie, kleiner werdende Verbände und Kirchen und schwindende Finanzen deutlichen Handlungsbedarf anzeigen, der nicht mehr von der Hand zu weisen ist. Wir können uns ein weiteres ‚Nebeneinander‘ nicht mehr leisten.“

 

Darrell Jackson, Principal des Whitley College im australischen Melbourne, zeigte auf, wie theologische Ausbildung in ökumenischer Zusammenarbeit gelingen kann. Das 1890 gegründete baptistische Whitley College gehört zusammen mit vielen anderen kirchlichen Einrichtungen, darunter auch einem katholischen College, zur University of Divinity. Entscheidend für das Miteinander sei „die ökumenische Weite der Universität bei gleichzeitiger Bewahrung der konfessionellen Besonderheiten der einzelnen Colleges“. Diese hätten beispielsweise jeweils eine eigene Bibliothek, doch es gebe gemeinsame Standards und Studierende könnten die Angebote der verschiedenen Colleges nutzen. Durch die Kooperation sei der Studienabschluss besonders renommiert. Für Prof. Dr. Carsten Claußen von der TH Elstal gehört auch die enge Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und ihrem Träger zu den Erfolgsfaktoren des wachsenden Whitley College: „Der Baptistenbund will Gemeinden gründen, und dafür bildet das College Hauptamtliche aus. Wenn eine Kirche mit Mut vorangeht, hat das auch Auswirkungen auf die Theologie und die Studierenden.“ Dass es erfolgreiche Kooperationen nicht nur in Übersee gibt, machte CVJM-Generalsekretär Hansjörg Kopp deutlich. Er berichtete von dem gemeinsamen Prozess der CVJM-Hochschule und der Evangelischen Hochschule Darmstadt, die im kommenden Jahr zur Evangelischen Hochschule Hessen fusionieren werden.

 

Nach Vorträgen über rechtliche Rahmenbedingungen für eine Hochschule mit mehreren Betreibern und über verschiedene Fusionsmodelle stellte Steffen Kern, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, sein Zwischenfazit zur Hälfte der Tagung unter die Überschrift „Einfach mal machen“. Es brauche Mut, eine gemeinsame Hochschule an den Start zu bringen, und die Zahl der Herausforderungen sei groß, so Kern: „Aber ich bin überzeugt: So ein Projekt bietet nicht nur ungeahnte Chancen. Es hat Verheißung.“

 

Welche Hauptamtlichen brauchen die Gemeinden? Was wünschen sich Studierende? Wie lassen sich konfessionelle Identität und ökumenische Weite in einem Hochschulprofil verbinden? Und wie kann eine gemeinsame Hochschule konkret aussehen? Um diese Fragen ging es in Workshops am Samstagnachmittag. In einer Podiumsdiskussion am Abend betonte Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel von der TH Elstal, Zusammenarbeit sei nicht nur in der Ausbildung, sondern auch in der Forschung der freikirchlichen Institute nötig. Auch die studentische Perspektive auf die theologische Ausbildung der Zukunft kam immer wieder zur Sprache. So nahmen sieben Studentinnen und ein Student an der Tagung teil. Jule Lukasik, Mennonitin und Studentin an der TH Elstal, forderte dazu auf, Studierende auch in die weitere Entwicklung mit einzubeziehen. Zudem sei es wichtig, künftig mehr sozial unterprivilegierten Menschen Zugang zum Theologiestudium zu ermöglichen.

 

„Vermutlich hat es noch nie eine so breit aufgestellte Tagung mit Vertretern so vieler theologischer Ausbildungswege gegeben“, so das Fazit von Prof. Dr. Carsten Claußen, der in der Vorbereitung federführend war. „In den Vorträgen und in vielen Gesprächen wurde deutlich, dass uns in der theologischen Ausbildung viel mehr verbindet als uns trennt. Jetzt bedarf es mutiger Schritte von Seiten der Institute und ihrer Träger, um auf eine gemeinsame Zukunft zuzugehen. Darauf hoffe ich.“ Das Ziel des BEFG bleibe die Neugründung einer Hochschule, andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung seien eher an lockeren Kooperationen interessiert, so Claußen. Für alle Hochschulen, die die Zusammenarbeit weiterentwickeln wollen, wird es im Februar 2026 eine Videokonferenz und danach über ein halbes Jahr verteilt weitere Präsenztreffen geben.

 

Dr. Michael Gruber (BEFG)

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news-3905 Tue, 14 Oct 2025 08:45:00 +0200 Start ins Wintersemester 2025 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/start-ins-wintersemester-2025 Feierliche Eröffnung des Wintersemesters 14.-15.10.2025 Mit dem Beginn des Wintersemesters endete die vorlesungsfreie Zeit, und gemeinsam starteten Studierende, Dozierendeund Mitarbeitende der Theologischen Hochschule Elstal in ein neues Semester.

Das Semester startete mit unserer internen Semestereröffnung am Dienstagabend mit einer kleinen, aber feinen Feier. Wir durften ein leckeres und mühevoll vorbereitetes Buffet genießen und eine Andacht von Jule-Anna Lukasik, über Gottes Liebe und seinem unerwarteten stets überraschenden Begegnen hören. In diesem Rahmen konnten wir dieneuen Studierenden auf dem Campus willkommen heißen und sie bereits besser kennenlernen.

Am Mittwoch stimmten wir uns dann offiziell mit unserem traditionellen Semestereröffnungsgottesdienst in das neueSemester ein. Wir konnten wiederdie Pastorinnen und Pastoren des Landesverbands Berlin-Brandenburg als unsereGäste begrüßen.

Schon der Gottesdienst griff das Thema auf, unter dem unserer Studientag stand: „Schutz, Nähe, Macht – Schutzkonzepte verankern“. Professorin Dr. Deborah Storek bereicherte uns mit ihrer Predigt zu Nähe und Distanz am Beispiel vomBuch Ruth.

Im Anschluss an den Gottesdienst genossen wir mit den externen Gästen ein schönes Beisammensein mit Kaffee und Kuchen, bevor es dann mit einem vertiefenden Vortrag von Professorin Dr. Dorothea Hüsson von der Theologischen Hochschule Reutlingen weiterging. Dr. Dorothea Hüsson ist Professorin für Soziale Arbeit und Diakonie und fokussierte sich in ihrem Vortrag auf Schutzkonzepte in kirchlich- diakonischen Arbeitsfeldern und gab wertvolle Impulseaus der Praxis weiter.

In der zweiten Tageshälfte setzten wir die inhaltliche Arbeit im internen Rahmen fort. Studierende und Dozierendearbeiteten gemeinsam am hochschuleigenen Schutzkonzept, das sich seit 2024 in der Entwicklung befindet. In offener und partizipativer Atmosphäre wurden Ideen, Einschätzungen und Anregungen gesammelt  –  ein wichtiger Schritt auf demWeg zu einer gelebten Kultur des Respekts und der gegenseitigen Fürsorge.

Ein Bericht von Denise Raming

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news-3881 Thu, 18 Sep 2025 15:37:00 +0200 Discipleship and Democracy https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/discipleship-and-democracy Rev. Dr. David P. Gushee an der Theologischen Hochschule Elstal Rev. Dr. David P. Gushee ist einer der führenden christlichen Ethiker in den USA. Er lehrt als Professor für Christliche Ethik an der Mercer University (Atlanta, GA), der Vrije Universiteit Amsterdam und am International Baptist Theological Seminary (IBTS, Amsterdam). Er ist Autor zahlreicher einflussreicher Bücher zu Glauben und gesellschaftlicher Verantwortung, darunter Kingdom Ethics und Defending Democracy from Its Christian Enemies. Gushee engagiert sich für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und eine glaubwürdige christliche Ethik im öffentlichen Raum. An der Theologischen Hochschule Elstal spricht er zum Thema: Discipleship and Democracy: Christian Faithfulness amid Rising Authoritarianism in America Today. Der Vortrag wird auf Englisch gehalten (ohne Übersetzung).

Termin: 18. September 2025 | 19:00 Uhr | 

Ort: Theologische Hochschule Elstal | Lehrsaal 3

Teilnahme vor Ort und online möglich. Anmeldung mit formloser Mail an anmeldung(at)th-elstal.de

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news-3887 Wed, 06 Aug 2025 08:26:15 +0200 Aussendungsfeier https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/aussendungsfeier Feierlicher Abschluss des Sommersemesters: Aussendung, Rückblick und Gemeinschaft Traditionell endet unser Sommersemester mit der feierlichen Aussendungsfeier – ein besonderer Moment, an dem Dozierende, Absolventinnen und Absolventen mit ihren Familien sowie Jubilarinnen und Jubilare zusammenkommen, um gemeinsam auf das Vergangene zu blicken und die neuen Wege zu segnen.

Der Nachmittag begann mit einem Kaffeetrinken in herzlicher Atmosphäre, das Raum für persönliche Begegnungen und Gespräche bot. Im Anschluss überraschte der Förderverein die Anwesenden mit einem besonderen Highlight: Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens spendierte er allen ein köstliches italienisches Eis aus dem eigens angereisten Eiswagen – eine willkommene Erfrischung bei sommerlichen Temperaturen und ein Ausdruck der wertschätzenden Verbundenheit mit der Hochschule.

Anschließend versammelten wir uns zum gemeinsamen Gottesdienst, den Prof. Dr. Ralf Dziewas mit einer eindrücklichen Predigt gestaltete. Er sprach über Gottes Auftrag an uns als Christinnen und Christen, Verantwortung zu übernehmen – für die Gemeinde, für das Evangelium und für die Menschen, die uns anvertraut sind. Dabei betonte er, dass dieser Ruf besonders auch an diejenigen geht, die sich nun auf den Weg in den Gemeindedienst machen – aber ebenso die ganze Gemeinde betrifft: Wir alle sind berufen, das Wort von der Gnade Gottes in die Welt zu tragen.

In einem bewegenden Moment konnten wir acht Studierende und zwei Teilnehmende am nxtchapter-Programm aussenden, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben bzw. in den kommenden Monaten abschließen werden. In Präsenz oder in Abwesenheit wurden sie gesegnet und ins Gebet eingeschlossen. Ihr Studium in Elstal hat sie durch das persönliche Miteinander mit Lehrenden sowie durch ein vielfältiges Lehrangebot gut auf ihre Aufgaben im Gemeindedienst vorbereitet. Einige treten unmittelbar in den Dienst, während andere sich auf die nächsten Schritte vorbereiten.

Ein weiterer Höhepunkt war der kreative Beitrag der ausscheidenden Studierenden. Unter dem Titel „Ein Spaziergang durch den Hamburger Zoo“ nahmen sie uns mit auf eine humorvolle und zugleich nachdenkliche Reise durch ihre Studienzeit – eine bunte Mischung aus Rückblicken, Anekdoten und Dankbarkeit.

Zum Abschluss richteten die Studierendenvertretung, die Präsidentin unseres Bundes und der Förderverein ihre Wünsche an die Hochschule und an die Auszusendenden – begleitet von Worten der Ermutigung und Anerkennung. Ein Ensemble aus zwei Dozierenden und zwei Studierenden sorgte für eine klangvolle und stimmige musikalische Umrahmung.

Besonders erfreulich war in diesem Jahr die große Zahl der Jubilare, die den Jahrestag ihres Abschlusses mit uns feierten. Ehemalige Studierende aus Buckow, Hamburg, und Elstal kamen nach 25, 40 oder 50 Jahren wieder zusammen. Sogar aus dem Abgangsjahrgang 1965 kam Peter Muttersbach, der vor 60 Jahren in Hamburg ausgesandt wurde. Die Jubilare, die vor 40 Jahren (1985) in Hamburg und vor 50 Jahren (1975) in Buckow abgegangen waren, trafen sich zudem über das gesamte Wochenende zum Semestertreffen. Das lebendige Miteinander von Ehemaligen und aktuell Studierenden ist eine große Bereicherung und ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit und Kontinuität, die auch den Förderverein seit 25 Jahren prägen. Sein Engagement, etwa in der finanziellen Unterstützung einzelner Studierender, zeigt eindrucksvoll, wie Gemeinschaft über Generationen hinweg trägt.

 

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news-3885 Thu, 31 Jul 2025 21:23:40 +0200 Verabschiedung Elke Siemienski https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/verabschiedung-elke-siemienski In der letzten Campusandacht dieses Semester haben wir als Campusgemeinschaft Elke Siemienski verabschiedet. Elke Siemienski hat seit 27 Jahren in Elstal als Bibliothekarin gearbeitet. Intensiv hat sie die Bibliothek in Elstal von Anfang an begleitet und mit aufgebaut. In ihrer Zeit hat sie vielen Studierenden und Dozierenden bei der Literaturrecherche geholfen und mit Rat und Tat zur Seite gestanden. 
Zu ihrer Verabschiedung hat die Hochschule, die Studierenden und der Träger der Hochschule der BEFG ihr gedankt. Die Studierenden hoben Elkes offenes Ohr und Herz für sie hervor, sie wussten bei vielen Problemen und Literaturchoas einen Ausweg. Sie war eine Stütze - in Hauskreisen oder als gute Seele in der Bibliothek. 
Volker Springer bedankte sich als Träger des Bundes für Elkes langjährige treue Mitarbeit und ihre humorvolle Ruhe. 
Danke, Elke für deinen Dienst, den du mit so viel Leidenschaft und Liebe zum Menschen ausgeführt hast!

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news-3859 Wed, 02 Jul 2025 18:48:29 +0200 25. Jubiläum des Fördervereins der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/25-jubilaeum-des-foerdervereins-der-theologischen-hochschule-elstal Am 05. Juli feiert der Förderverein der Theologischen Hochschule Elstal sein 25. Jubiläum.

Gegründet wurde der Förderverein im Jahr 2000 als Förderverein Theologisches Seminar Elstal e.V. von ehemaligen Studierenden des Theologischen Seminars. Für das Anliegen, die Studien- und Lehrbedingungen am Theologischen Seminar zu verbessern, konnten die Gründungsmitglieder zahlreiche ehemalige Absolvierende der Theologischen Seminare in Hamburg, Buckow (Märkische Schweiz) und Elstal erreichen.

Neben aktiven oder berenteten Pastor:innen konnten schnell auch Mitglieder gewonnen werden, denen die Arbeit des Theologischen Seminars am Herzen lag, auch wenn sie selbst nicht dort studiert haben.

Inzwischen hat der Verein um die 100 Mitglieder. Darunter sind nach wie vor viele Alumni der Theologischen Hochschule Elstal (bis März 2015 Theologisches Seminar Elstal), Pastor:innen im Ruhestand, Eltern von Studierenden sowie Gemeindemitglieder aus dem Raum des BEFG. Sie alle teilen den Wunsch, als Fördergemeinschaft einzelne Studierende in finanziell schwierigen Situationen zu unterstützen und die Bedingungen von Studium und Lehre zu verbessern. So konnten zahlreiche Studierende zum Beispiel durch Büchergutscheine oder Förderung des Semestertickets unterstützt werden. Für die Hochschule konnte neue technische Ausstattung angeschafft werden, die dabei hilft, den Lehrbetrieb zeitgemäß hybrid gestalten zu können.

Der Förderverein feierte das Jubiläum bereits auf dem Konvent der Hauptamtlichen des BEFG in Willingen und auf dem Bundesrat. 

Auf der Aussendungsfeier für die Absolvent:innen der Theologischen Hochschule am 26. Juli 2025 wird der Förderverein gemeinsam mit der Theologischen Hochschule das abgeschlossene Studienjahr, ihre Absolvent:innen und den Geburtstag des Fördervereins feiern.

Zur weiteren Unterstützung seiner Arbeit freut sich der Förderverein über Spenden zur Jubiläumsaktion: Spende einmalig 25 € oder 250 € oder monatlich 2,5€ als Geburtstagsgeschenk und werde Teil unserer Fördergemeinschaft! 

Jeder Beitrag hilft, Studierende gezielt zu fördern und die Ausbildungsbedingungen zu verbessern.

Mehr Infos: https://www.foerderverein-elstal.de/

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news-3855 Wed, 18 Jun 2025 11:04:07 +0200 Symposium zur Rechenschaft vom Glauben https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/symposium-zur-rechenschaft-vom-glauben Bericht zum Symposium zur Rechenschaft vom Glauben Die "Rechenschaft vom Glauben" ist seit 1977 im BEFG und in den Baptistenbünden Österreichs und der Schweiz als Bekenntnisschrift in Gebrauch. Was Baptisten glauben, kann man hier nachlesen. Zur Vorbereitung auf das 50-Jahre-Jubiläum 2027 führte die Theologische Hochschule Elstal vom 12.-14.06.2025 ein Symposium durch, das die "Rechenschaft vom Glauben" (RvG) vor allem aus ökumenischer Perspektive beleuchten sollte. 

Prof. Dr. Friederike Nüssel (Heidelberg) brachte die lutherische Bekenntnishermeneutik ins Gespräch mit der RvG. Die RvG entstand unter Absprachen auf Augenhöhe anhand eines Konsensprinzips. Auch heute beruht die Aufnahme des Bekenntnisses auf Freiwilligkeit. In der lutherischen Kirche ist dies auf Landesebene dagegen mehr top-down gestaltet. Auf Ebene des Lutherischen Weltbunds aber geschieht die Kommunikation des Glaubens auf Augenhöhe in einem partizipativen Konsensprinzip, hier besteht eine Parallele zur RvG. Theologische Anknüpfungspunkte aus lutherischer Perspektive waren für Nüssel die menschliche Freiheit und Sünde. In der Diskussion wurde sich besonders auf den Begriff der Gottesherrschaft fokussiert. Carsten Claußen betonte den Gottesherrschaftsbegriff als Gegenbewegung zur Gefahr der Vereinzelung im Kongregationalismus. 

Prof. Dr. Margit Ernst-Habib (Frankfurt am Main) brachte den ev.-reformierten Umgang mit Glaubensbekenntnissen anhand des Satzes „Die Mutter des Bekenntnisses ist der Glaube ein. Wenn die Mutter des Bekenntnisses der Glaube ist, werden alle Bekennenden zu Glaubensgeschwistern. Nach Ernst-Habib wird im reformierten Verständnis für die ganze Christenheit bekannt. Die Glaubensbekenntnisse sind für die Lehre und das christliche Leben richtungsgebend, müssen aber neu austariert, wenn der Heilige Geist eine neue Erkenntnis ermöglicht.  Bekenntnisse changieren fortlaufend zwischen Autorität und Vorläufigkeit. Die Bekenntnisse gelten "bis auf Weiteres" betont Ernst-Habib mit Karl Barth und beschreibt damit eine Offenheit zur zukünftigen Korrektur oder Neufassung eines Bekenntnisses. 

Prof. Dr. Stephan von Twardordski von der TH Reutlingen stellte dar, dass der Methodismus keine eigenen Bekenntnisse als Gesamtkirche verfasst hat und Glaubensbekenntnisse nur in regionaler Verschiedenheit eine Rolle gespielt haben. Prof. Dr. Markus Iff von der TH Ewersbach ging darauf ein, dass die Freien ev. Gemeinden kein bundesweites Glaubensbekenntnis haben, dafür aber alternative Formen der gemeinsamen Lehre finden. Bekenntnishermeneutisch führt er von M. Seewald den Begriff des Prädispositivs für Glaubensbekenntnisse an. 

Ergänzend zur ökumenischen Perspektive wurden drei Vorträge von Mitgliedern des Elstaler Kollegiums gehalten. Martin Rothkegel gab einen Überblick über die Verwendung von Glaubensbekenntnissen im englischen und deutschen Baptismus bis zur Rechenschaft vom Glauben. Erkenntnisreich war der Blick in den Anfang des Baptismus, da hier Bekenntnisse eine größere Rolle als heute spielten. In einem weiteren Vortrag stellte er die mennonitische Perspektive anhand eines kirchengeschichtlichen Rückblicks auf die ersten täuferischen Bewegungen und Traditionen lebendig dar. Oliver Pilnei wies die bleibende Relevanz von Glaubensbekenntnissen im Gottesdienst und christlichem Leben auf. Außerdem stellte er eine eigene Untersuchung zur Nutzung von Glaubensbekenntnissen auf den Websiten von Gemeinden des BEFG dar, die zeigt, dass sich nur wenige Verweise auf die Rechenschaft vom Glauben finden. 

In der abschließenden Podiumsdiskussionen wurden bekenntnishermeneutische Fragen diskutiert, ein paar Themen vertieft, aber auch die Gegenwart in den Blick genommen: Ist mit der RvG weiterzuarbeiten und ihre Bekanntheit in den Gemeinden zu stärken oder aber ein neues Bekenntnis zu verfassen? Die Diskussion war hier durchaus divers, da manche Teile der RvG überarbeitungswürdig wären, manche aber auch einen bleibenden Wert in ihrer Weite haben. Kontrovers wurde auch die Nutzung der Bibelstellen am Rand der RvG diskutiert, die teilweise eine gute Passung aufweisen, aber sich in weitem Umfang einer einfachen Zuordnung zum Text entziehen.

Das Symposium hat viele spannende Fragen aufgeworfen und gibt viel zum Bekenntnis zu bedenken. Die ökumenische Perspektive hat den Blick geweitet und Fragen aufgeworfen, wie die RvG als Bekenntnis zu verstehen ist. Schließt das Bekenntnis unser Verständnis der Schrift auf? Wie verpflichtend will so ein Glaubensbekenntnis sein? Wie ist das Verhältnis von Autorität und Offenheit auf neue Erkenntnisse des Heiligen Geistes zu denken - also wie groß wird das 'bis auf weiteres' geschrieben? An diesen Fragen gilt es weiterzuarbeiten, um die RvG verstärkt ins Leben der Gemeinden zu bringen.

Für die Organisation der Tagung ist vor allem Prof. Dr. Carsten Claußen und Prof. (em.) Dr. Uwe Swarat zu danken.

 

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news-3853 Fri, 13 Jun 2025 16:07:15 +0200 Heimseelsorge https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/heimseelsorge Neue Lehrbeauftragte für Heimseelsorge Am 21.06.2025 haben wir in der Campusandacht Thorsten Graff als Lehrbeauftragten für Heimseelsorger verabschiedet, er übernimmt weitere Aufgaben bei der Immanuel-Albertinen-Diakonie, hat aber die Aufgabe an Vera Kolbe übergeben. Sie wird die Lehrtätigkeit von Thorsten Graff weiterführen und Studierenden der TH Elstal ermöglichen, einen Einblick in Heimseelsorge zu erhalten - in Seminaren und Praktika.
Wir danken Thorsten Graff für die Initiation des Themas an unserer Hochschule und für die gute Zusammenarbeit und freuen uns, dass die Arbeit fortgeführt wird und uns als Hochschule bereichert.

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news-3863 Wed, 04 Jun 2025 15:38:00 +0200 Konferenzbericht: Rom, 4. bis 7. Juni 2025 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/konferenzbericht-rom-4-bis-7-juni-2025 1700. Jubiläum des Konzils von Nicäa Eines der Aufgaben der Theologischen Hochschule Elstal im Auftrag des BEFG ist die Vertretung des Bundes in ökumenischen Gremien und Konferenzen. In diesem Sinne nahm Joshua T. Searle, Professor für Missionswissenschaft an der TH Elstal, an einer besonderen Konferenz in Rom teil, die dem 1700. Jubiläum des Konzils von Nicäa gewidmet war.

Vom 4. bis 7. Juni fand an der Päpstlichen Universität St. Thomas Aquin (Ateneo Angelicum) in Rom ein internationales ökumenisches Symposium statt, an dem Searle eingeladen war, um eine baptistische Einschätzung des nizänischen Glaubensbekenntnisses zu geben. Das Thema des Symposiums war „Nicaea and the Church of the Third Millennium: Towards Catholic-Orthodox Unity“ und es versammelte Theolog*innen, Philosoph*innen und Kirchenführer, um den Dialog zwischen den Kirchen zu fördern.

Zu den Referenten gehörten Kardinal Kurt Koch, der eine Hauptrede mit dem Titel „Das 1700. Jubiläum des Konzils von Nicäa: Eine ökumenische Chance und Herausforderung“ hielt. Zwei weitere wichtige Ansprachen wurden von Metropolit Job von Pisidia, Vorsitzender der Gemeinsamen Internationalen Kommission für Theologischen Dialog zwischen Katholiken und Orthodoxen, sowie von Erzbischof Rowan Williams gehalten.

Am 6. Juni, weist Searle in seinem eigenen Vortrag darauf hin, dass das nizänische Glaubensbekenntnis, auch wenn es in der freikirchlichen Bewegung bisher wenig Präsenz gezeigt hat, im Kern fest in Einklang mit den zentralen baptistischen Überzeugungen stehe: Dem trinitarischen Gottesbild, der Göttlichkeit Christi sowie den historischen Ereignissen der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Er hat betont, dass das Glaubensbekenntnis von Nizäa eine bedeutende Rolle bei der Förderung des ökumenischen Austauschs spielen kann, weil es die gemeinsame Grundlage unseres Glaubens verdeutlicht.

Ein besonderer Höhepunkt für alle Teilnehmer*innen der Konferenz war die private Audienz mit dem neuen Papst Leo XIV am Samstag, dem 7. Juni.

Searle zog am Ende seiner Zeit in Rom folgendes Fazit: „Das Symposium war ein sehr bedeutendes und lehrreiches Ereignis und eine würdige Feier des nizänischen Glaubensbekenntnisses sowie seiner anhaltenden Bedeutung im Leben der weltweiten Kirche.“

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news-3824 Mon, 12 May 2025 09:42:04 +0200 Verabschiedung Dana Jansen https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/verabschiedung-dana-jansen Mit dem Ende ihrer Elternzeit hat Dana Sophie Jansen zum 31. März ihren Dienst an der Theologischen Hochschule Elstal beendet. In der Campusandacht am 7. Mai wurde sie feierlich verabschiedet. Dana Jansen hat in ihrer Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin maßgeblich das Thema der mentalen Gesundheit an der Hochschule ein- und vorangebracht. Es ist jetzt ein fester Bestandteil unseres EFQM-Prozesses. Die Studierendensprecherin Anika Eichstädt betonte die zugewandte Nähe gegenüber der Studierendenschaft, die Dana Jansen auch durch Coachings vertiefte.

Unsere Rektorin Prof. Dr. Andrea Klimt dankte ihr: „Du hast uns gutgetan. Dein hier Sein und Arbeiten haben uns nachhaltig geprägt. Du hast unsere Qualität als Hochschule und unsere ‚seelische oder mentale‘ Gesundheit gefördert.“ 

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news-3817 Tue, 29 Apr 2025 11:36:29 +0200 Studientag https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/studientag Mit Jelle Cremes Am 23. April 2025 eröffnete die Campusgemeinschaft gemeinsam mit den Pastorinnen und Pastoren aus Berlin-Brandenburg das neue Semester mit dem traditionellen Studientag. Den Auftakt bildete ein festlicher Gottesdienst, geprägt von Lobpreis, Gebet und einer eindrucksvollen Predigt von Prof. Dr. Dirk Sager. Im Zentrum stand die biblische Figur Jona, der im Bauch des Fisches zu Gott betet und ihn selbst in schwierigen Umständen lobt. Prof. Sager ermutigte die Anwesenden, in allen Lebenslagen – in Bitte wie in Klage – das Gespräch mit Gott zu suchen.

Besonders freuten wir uns darüber, elf neue Studierende an der Hochschule willkommen zu heißen – acht von ihnen starten in das Zertifikatsprogramm Upgrade.

Im Anschluss an den Gottesdienst hielt Prof. Dr. Jelle Creemers von der Evangelischen Theologischen Fakultät in Leuven (Belgien) einen inspirierenden Vortrag zum Thema: „How Evangelism Promotes Fundamental Human Rights – Wie Evangelisation die fundamentalen Menschenrechte fördert“.

Creemers betonte, dass die Menschenrechte eine passende Struktur darstellen, um die Werte und die Moral Europas zu beschreiben – Werte, die unsere Zeit prägen und uns als Europäer einen gemeinsamen Bezugspunkt („common story“ und „shared values“) bieten. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 verankerte Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit. Dieses schließt ausdrücklich auch das Recht ein, den eigenen Glauben zu teilen oder zu verändern.

Aus dieser Perspektive heraus argumentierte Creemers, dass Evangelisation – verstanden als das Teilen des eigenen Glaubens – nicht nur mit den Menschenrechten vereinbar ist, sondern diese sogar stärkt. Evangelisation trägt zum Bild einer pluralen Gesellschaft bei, in der unterschiedliche religiöse Überzeugungen in respektvollem Dialog miteinander stehen. Gleichzeitig betonte er, dass unsere evangelistische Praxis auch von den Menschenrechten lernen könne. Besonders mit Blick auf die mitunter schwierige Missionsgeschichte sei klar: Eine Form der Evangelisation, die im Widerspruch zu den Menschenrechten steht, kann nicht im Sinne des Evangeliums sein.

Am Nachmittag bot sich in verschiedenen Gesprächsgruppen die Gelegenheit, den Vortrag gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden zu vertiefen und einzelne Aspekte weiter zu diskutieren.

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news-3814 Wed, 16 Apr 2025 11:15:32 +0200 Kooperation mit australischer Hochschule https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/kooperation-mit-australischer-hochschule global vernetzt, um theologische Bildung zu fördern Partnerschaft der Theologischen Hochschulen Elstal und Ewersbach mit Whitley College in Australien

 

Theologische Ausbildung und Forschung global vernetzt stärken, um gemeinsam den Auftrag Christi in dieser Welt umzusetzen: Mit diesem Ziel haben sich zwei freikirchliche Hochschulen aus Deutschland und eine theologische Hochschule aus Australien zu einer in dieser Form bisher einzigartigen trilateralen Partnerschaft zusammengetan. Das Whitley College in Melbourne, die Theologischen Hochschule Elstal und die Theologische Hochschule Ewersbach wollen für Studierende und Dozierende Austauschmöglichkeiten im jeweils anderen Land schaffen. Auch die Betreuung von Doktorarbeiten ist geplant.

 

Anfang April unterzeichneten Vertreter der drei Hochschulen eine Partnerschaftsvereinbarung. Darrell Jackson, Principal des Whitley College und Professor für Missionswissenschaft an der baptistischen Hochschule im Bundesstaat Victoria, hob die großen Chancen der Partnerschaft hervor: „Sie wird den Gemeindebünden, zu denen wir gehören, ebenso dienen wie den Studierenden, die uns für ihre pastorale Ausbildung anvertraut sind. Und die Partnerschaft wird den Teil unserer Mission stärken, der darin besteht, Gottes Volk für seinen Dienst vorzubereiten.“  

 

Prof. Dr. Andreas Heiser, Rektor der TH Ewersbach des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, hob ebenfalls den späteren Dienst der Abgänger der Hochschulen hervor: „Ich freue mich zu sehen, wie wir als Ausbildungsstätten aus dem uns verbindenden Glauben an Jesus Christus heraus gemeinsam dazu beitragen, dass Menschen ausgebildet werden, seine Gemeinde in unterschiedlichen Kontexten zu bauen.“ Prof. Dr. Ralf Dziewas, Prorektor und Professor für Diakoniewissenschaft an der TH Elstal des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, beschrieb es als „eine große Chance, dass wir als freikirchliche Hochschulen nun eine australische Hochschule als festen Kooperationspartner haben, der konfessionsverbindend einen Austausch von Studierenden und Lehrenden ermöglicht.“

 

Zum Kernteam, das die Partnerschaft vorantreiben wird, gehören drei Professoren, deren Arbeitsschwerpunkt die Mission ist. Hierzu merkte Darrell Jackson mit Verweis auf den sogenannten Missionsbefehl in Matthäus 28 an: „Bei unserer Vereinbarung geht es um weit mehr als eine finanzielle Notwendigkeit oder das institutionelle Überleben – sie ist eine mutige und demütige Entscheidung, dass wir dem Ruf Christi zum Dienst für ‚alle Völker‘ gerecht werden möchten.“

 

Prof. Dr. Joshua Searle, Professor für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der TH Elstal, betonte den Aspekt der Völkerverständigung: „In einer Zeit, in der weltweit Barrieren errichtet werden, ist dieser Kooperationsvertrag ein kleines, aber bedeutendes Beispiel dafür, wie Freundschaften und gelingende Zusammenarbeit über Grenzen von Sprache und Nationalität hinweg entstehen können.“  Prof. Dr. (UNISA) Matthias Ehmann, Professor für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der TH Ewersbach, verwies auf das, was über Ländergrenzen verbindet: „In einer global vernetzten Welt ist es umso wichtiger, dass Studierende auch einige Zeit in einem internationalen Kontext lernen können. Mit Whitley verbindet uns der Fokus auf unseren gelebten Glauben, gemeindebezogene Forschung und der Dienst am Nächsten.“

 

Prof. Dr. Carsten Claußen, Studienleiter und Professor für Neues Testament an der TH Elstal, berichtete am Rande der Unterzeichnung über die Vorgeschichte und zeigte Chancen der Partnerschaft auf: „Als ich vergangenen Sommer Darrell Jackson und das baptistische Whitley College in Melbourne besuchte, wurde ich sehr herzlich empfangen. Dass wir jetzt nur wenige Monate später eine Kooperation haben, finde ich großartig. Die Situation der Baptistengemeinden im Süden Australiens ist sehr ermutigend. Vom Studium am Whitley College können wir viel lernen. Ich hoffe, dass sich bald einzelne Studierende auf den Weg zu einem Auslandsstudium am anderen Ende der Welt machen.“

 

Dr. Michael Gruber (BEFG)

 

Hier der Bericht vom Whitley College.

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news-3800 Fri, 14 Mar 2025 11:04:01 +0100 Offene Hochschule https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/naechste-offene-hochschule "Von Gott reden in einer Welt der Gewalt": Dirk Sager kommt mit verschiedenen Referent:innen ins Gespräch. Datum: 26. März 2025 19:00 - 21:00 Uhr 

Ort: Online (Zugangsdaten werden nach Anmeldung zugesendet)

Unsere Gastredner und Expert*innen werden ihre Perspektiven und Erkenntnisse zu dieser wichtigen und aktuellen Fragestellung teilen. Dirk Sager, Prof. für Altes Testament an der Theologischen Hochschule, wird den Abend leiten und die Referierenden vorstellen:

Carsten Jochum-Bortfeld, Dr. theol., Professor für Neues Testament am Institut für Evangelische Theologie der Stiftung Universität Hildesheim: Zwischen dem Sturz der Mächtigen und der Praktizierung von Feindesliebe – Aushandlungen über (göttliche) Gewalt im Lukasevangelium.

Jürgen Kegler, Dr. theol., Kirchenrat i. R. im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe; Honorarprofessor der Universität Heidelberg: Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch kirchliche Amtsträger – Gott wird missbraucht.

Luise Metzler, Dr. theol., Arbeitsschwerpunkt Altes Testament. Mitarbeit an der Bibel in gerechter Sprache: Das Recht Gestorbener.

Die Veranstaltung bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich mit verschiedenen Perspektiven auseinanderzusetzen und darüber zu diskutieren, wie die allgegenwärtige Erfahrung von Gewalt das Reden von Gott beeinflusst und prägt. Darüber hinaus wird es auch Raum für Rückfragen und zum Austausch mit den Referierenden geben.

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend und eine lebendige Diskussion!

Anmeldung gerne per Mail an anmeldung(at)th-elstal.de.

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news-3658 Thu, 16 Jan 2025 12:21:00 +0100 Symposium zur Rechenschaft vom Glauben https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/save-the-date-symposium-ueber-die-rechenschaft-vom-glauben-aus-oekumenischer-perspektive-12-14-06-2025 Symposium über die "Rechenschaft vom Glauben" aus ökumenischer Perspektive, 12.-14.06.2025 an der Theologischen Hochschule Elstal Symposium über die "Rechenschaft vom Glauben" aus ökumenischer Perspektive, 12.-14.06.2025 an der Theologischen Hochschule Elstal

Die „Rechenschaft vom Glauben“ ist seit 1977 im BEFG und in den Baptistenbünden Österreichs und der Schweiz als Bekenntnisschrift in Gebrauch. Was Baptisten glauben, kann man hier nachlesen.

Zur Vorbereitung auf das 50-Jahre-Jubiläum 2027 führt die Theologische Hochschule Elstal 2025 ein Symposium durch, das die „Rechenschaft vom Glauben“ aus ökumenischer Perspektive beleuchten wird. Auch die Fragen, wie die „Rechenschaft“ sich zu älteren baptistischen Glaubensbekenntnissen verhält, und ganz grundsätzlich, ob Glaubensbekenntnisse überhaupt noch zeitgemäß sind, werden behandelt. Für Diskussionen wird ausreichend Zeit sein.

Einzelheiten zum Programm finden Sie hier. Einen Zeitplan der Veranstaltung gibt es hier.

Zur Teilnahme sind alle theologisch und ökumenisch Interessierten herzlich eingeladen. Das Symposium wird vom 12. bis 14. Juni 2025 an der Hochschule in Elstal stattfinden. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Die Anmeldung erfolgt über Zusendung dieses Anmeldeformulars an sekretariat(at)th-elstal.de

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news-3785 Mon, 06 Jan 2025 14:31:00 +0100 Einkehrtag 2025 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/einkehrtag-2025 Am 06.01.2025 haben wir als Hochschule gemeinsam in das neue Jahr gestartet. Das Jahr starten wir mit einem Einkehrtag, wo wir uns gemeinsam auf das neue Jahr vorbereiten. Dieses Jahr hatten wir Bischof Theodor Clemens von den Herrnhuter Brüdern da. Er führte uns als Hochschule in die Spiritualität und Geschichte der Brüderunität ein. Es ist eine hörende Spiritualität, die in ihren Losungen und ihrer Liturgie auf das Wort Gottes als Navigation fürs Leben hört. Als Studiengemeinschaft konnten wir im Rahmen des Tages viele Fragen zu den Herrnhuter Brüdergemeinschaften stellen und auch eigene Lostexte ziehen und Lehrtexte dazu sammeln.

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news-3773 Wed, 18 Dec 2024 09:14:58 +0100 Pastoralkonvent Berlin Brandenburg zu Gast in der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/pastoralkonvent-berlin-brandenburg-zu-gast-in-der-theologischen-hochschule-elstal Am 04.12.2024 fand der Pastoralkonvent Berlin-Brandenburg in der Theologischen Hochschule Elstal statt. Es ist eine gut gelebte Tradition, dass die Hochschule ihre Türen öffnet und mit den Pastorinnen und Pastoren der Region über die Jahreslosung nachdenkt. 

Nach einer spannenden Campusandacht, die Carsten Claußen in Ausblick auf die Jahreslosung gestaltete, kam es zu einem belebten Austausch und einem Vortrag von Maximilian Zimmermann über die Fundamentalartikel des christlichen Glaubens. Er bewegte mit uns die Frage nach einem Zentrum des christlichen Glaubens und stellte vergangene und gegenwärtige Versuche dar, zwischen wesentlichen und nicht wesentlichen Teilen des christlichen Glaubens zu unterscheiden. Im Hintergrund stand das Anliegen des berühmten Satzes: „In Notwendigem Einheit, in Ungewissem Freiheit, in allem Liebe“. Wie können Gemeinden und Christenmenschen in Einheit beieinander bleiben, auch wenn in manchen Lehrfragen unterschiedliche Auffassungen bestehen? Außerdem regte er an, danach zu fragen, welche Lehrinhalte für das Bild von der Person und dem Heilswerk Jesu Christi wesentlich sind. Könnte anhand dieses Kriteriums vielleicht greifbar werden, was für die Kirche wirklich zählt, was sie keinesfalls aufgeben sollte, und in welchen Teilen der Lehre Vielstimmigkeit gelebt werden kann? Nach einem gemeinsamen Mittagessen endete der Konvent mit einem guten Austausch und vielen Impulsen zur Jahreslosung.

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news-3772 Wed, 18 Dec 2024 09:11:51 +0100 ID - Studienwoche „Sabbat, Sonntag, Ruhezeiten“ https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/id-studienwoche-sabbat-sonntag-ruhezeiten In der Woche vom 18.11. bis zum 22.11.2024  hatten wir dieses Semester eine interdisziplinäre Studienwoche. Für uns ist es eine ganz besondere Zeit, da wir den sonstigen Lehralltag unterbrechen und uns eine Woche als ganze Hochschule einem Thema widmen und alle theologischen Disziplinen einbinden. Das Thema dieses Jahr war „Sabbat, Sonntag, Ruhezeiten“. Es ging von Fragen der geistlichen Deutung des Sabbats und der Relevanz des Sabbats für Christinnen und Christen bis hin zu praktischen Fragen des digital Detox und des Lebens- und Zeitmanagements. Mit einem Bibliodrama, Vorträgen und eigener Arbeit mit Bibeltexten tauchten wir in die Bedeutung des Sabbats im Alten und Neuen Testament ein. Ein Höhepunkt war der gemeinsame Ruhetag am Mittwoch. Nach einer gemeinsamen „Sonntagsbegrüßung“ am Dienstagabend mit  schönem Essen und liturgischem Gebet, konnten die Studierenden und Dozierenden den nächsten Tag je für sich als Ruhetag gestalten. Eine Abschlussreflexion mit anschließender Andacht schloss den Ruhetag am Mittwochabend ab. Die ganze Woche über gab es täglich Morgen-, Mittag- und Abendandachten, in denen uns Joshua Searle mit in die Liturgien der Northumbria Community hineinnahm. Carl Heng Thay Buschmann lud jeweils nach dem Mittagessen zu einer Kaffee-Andacht mit liturgischen und kreativen Elementen ein. Auch drei Abende waren mit anregendem Austausch gefüllt.

Auch praktische Impulse gehen uns nach: Vom Umgang mit unserer Zeit allgemein, zur Verankerung der Spiritualität im Alltag bis hin zur Bedeutung eines Ruhetags in unserem eigenen Leben.Es war eine intensive und bereichernde Woche, die zum Nachdenken angeregt hat. Und sie lässt weiter fragen nach einer christlichen Ruhetagspraxis und ihrer Implikation in unsere Leben.

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news-3746 Tue, 15 Oct 2024 12:35:40 +0200 Interne Semestereröffnung und Studientag https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/interne-semestereroeffnung-und-studientag Das Semester starteten wir mit einem festlichen Abendessen und einem spannenden Impuls von Alexander Deeg zum Predigen des ATs Mit einem festlichen Abendessen läutete die Hochschulgemeinschaft der Theologischen Hochschule Elstal am 08.10.2024 das Wintersemester ein. Beim Semestereröffnungsgottesdienst am 09. Oktober wurden die 18 neuen Studierenden der Campusgemeinschaft vorgestellt und für ihre Studienzeit gesegnet. Im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst referierte Prof. Dr. Alexander Deeg zum Thema "Das Alte Testament messianisch predigen. Mit Israel unterwegs zur Hoffnung"

Prof. Dr. Carsten Claußen nahm passend zum Thema die Campusgemeinschaft mit in die Jesaja-Verheißungen und ermutigte uns zum Festhalten an den großen Verheißungen, die in Jesus Christus schon angebrochen sind. Im Anschluss an die Andacht stellten sich die neuen Studierenden persönlich vor und wurden unter den Segen Gottes gestellt.

Die Theologische Hochschule Elstal freute sich über den Besuch von Prof. Dr. Alexander Deeg, Professor für Praktische Theologie an der Universität Leipzig. In seinem Vortrag nahm er uns mit in den christlich-theologischen Umgang mit der Hebräischen Bibel. Er ermutigte die Texte des Alten Testaments neu zu entdecken und dabei nicht nur in den Texten, sondern auch in ihren vielfältigen Auslegungen einen großen Schatz auszugraben. In all dem verwies er aber auch auf Auslegungstraditionen die häufig alttestamentliche Texte ungebührend vereinnahmt haben und legte eher einen Geschwisterlichen Umgang mit den Texten nahe. Er ermutigte auch zu entdecken, das umfassenden Verheißungen wie der umfassende Frieden noch offenstehen und einen gemeinsamen Hoffnungsblick in die Zukunft ermöglichen.
Der Vortrag regte viele Fragen und Impulse bei unserer Studiengemeinschaft an. Wir nehmen viel mit für unsere Lektüre und unser Predigen über das Alte Testament.

Die Theologische Hochschule Elstal ist dankbar für diesen gemeinsamen Start in das Wintersemester 2024/25 und wünscht allen ein gesegnetes neues Studienjahr.

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news-3737 Sat, 21 Sep 2024 15:50:58 +0200 Aussendungsgottesdienst https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/aussendungsgottesdienst Ende des Sommersemesters wurden diejenigen Studierenden, die ihr Studium beendet haben oder im Laufe der nächsten Monate beenden werden, unter Gottes Segen gestellt und ausgesandt. Einige Studierende aus den Studiengängen der Evangelischen Theologie und der Diakonie und Sozialtheologie haben nun schon ihre Dienste in der Gemeindearbeit angetreten, bei anderen sind die nächsten Schritte noch offen. Drei Zertifikatsstudierende haben das Upgrade-Programm absolviert, um ordinierte Mitarbeitende des BEFG zu werden.

Die Studentin aus dem nxtchapter-Programm wird eine weitere Ausbildung beginnen.

Durch das Studium an der Theologischen Hochschule Elstal sind die Abgänger und Abgängerinnen gut auf ihren Dienst vorbereitet. Das gemeinsame Leben auf dem Campus, der gelebte und reflektierte Glaube, das Durchdenken herausfordernder theologischer Fragestellungen, das Erleben von Gemeinde und Werken in den Praktika und das Weiterentwickeln der eigenen Fähigkeiten und eigener theologischer Standpunkte, das Arbeiten an der eigenen Persönlichkeit – all dies prägt die Einzelnen und wird ihnen und den Gemeinden in denen sie tätig werden, zugutekommen. Wir sind dankbar für das, was die einzelnen Personen auch in Elstal durch ihr Dasein und ihre Mitarbeit eingebracht haben und freuen uns zu sehen, wie Gott ihren Weg weiterführt, wie Gemeinden durch sie bereichert werden und Menschen durch ihr Wirken mit dem Evangelium in Berührung kommen.

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news-3736 Sat, 21 Sep 2024 15:13:34 +0200 Deep down under. Carsten Claußen hält Vorträge in Australien. https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/deep-down-under-carsten-claussen-haelt-vortraege-in-australien Einmal im Jahr trifft sich die internationale Vereinigung der Professoren und Professorinnen für Neues Testament, die Societas Novi Testament Studiorum (SNTS), zu einer Konferenz irgendwo auf der Welt, dieses Jahr in Melbourne in Australien. Im Frühjahr dieses Jahres hatte Carsten Claußen, Professor für Neues Testament an der Theologischen Hochschule Elstal, sein Habilitationsverfahren an der Universität Zürich erfolgreich abgeschlossen. Jetzt ist er einer Einladung nach Australien gefolgt, um einige seiner Ergebnisse zum Gebet Jesu in Johannesevangelium Kapitel 17 einer breiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorzustellen. Im Rahmen einer speziellen Seminargruppe kommen dabei auch Forscher und Forscherinnen zusammen, die sich besonders mit der johanneischen Literatur im Neuen Testament beschäftigen. Gerade dieses Jahr ging es dabei um Johannes 17. Claußen referierte zum Thema „The Divinity of Jesus in John 17 in the Context of Moses Typology”. Weitere Vorträge in der Forschungsgruppe wurden von dem führenden australischen Johannesforscher Francis Moloney und von der jungen baptistischen Kollegin Alicia Myers aus North Carolina gehalten. Die internationalen Perspektiven der insgesamt etwa 170 Tagungsteilnehmer, unter ihnen etwa 14 aus dem deutschsprachigen Raum, prägten den Austausch sehr. Dazu Claußen: „Die Jahrestagung der SNTS fand in ihrer langen Geschichte erst das zweite Mal in Australien statt. Dadurch konnten nicht nur viele australische, sondern auch Kollegen aus Ländern Asiens teilnehmen, denen die Reise zu europäischen und nordamerikanischen Tagungssorten oft nicht möglich ist. Gerade in Asien entstehen neue Perspektiven, mit denen junge Kollegen und Kolleginnen die neutestamentlichen Texte mit ihrem Leben und Glauben ins Gespräch bringen. Davon können wir Europäer viel lernen.“

Auf einer weiteren Tagung am anglikanischen Ridley College, ebenfalls in Melbourne, die sich mit der Auseinandersetzung des Apostels Paulus mit seiner paganen Umwelt beschäftigt, hielt Claußen einen Vortrag zur Areopagrede in Apostelgeschichte 17. Gegen Ende der Reise fand ein Treffen mit dem Principal des baptistischen Whitley College, Prof. Darrell Jackson, statt, bei dem Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Elstaler Hochschule erörtert wurden. Die Vortragsreise wurde durch ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes gefördert. 

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news-3713 Fri, 12 Jul 2024 15:27:48 +0200 Gastvortrag des israelischen Religions- und Kunsthistorikers Leor Jacobi am 4. Juli 2024 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/default-06912818f66313af40b7799dd2beb55c Abrahams Glaube, Gottes Gerechtigkeit und eine geheimnisvolle Handschrift in der Bibliothek der Theologischen Hochschule Elstal
„Da glaubte er dem Herrn, und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit“ (Gen 15,6). Wer rechnet wem was zur Gerechtigkeit? Paulus (Röm 4,3; Gal 3,6) zitiert den Verweis als Schriftbeweis dafür, dass der Mensch durch den Glauben Gerechtigkeit vor Gott erlangt. Der überlieferte hebräische Text lässt aber auch die Deutung zu, dass Abraham Gott glaubte und Gott für „gerecht“ hielt, im Sinne von „zuverlässig“, also dass Gott das einhält, was er verspricht. Mit der Interpretation dieses Bibelverses sind grundsätzliche theologische Fragen verbunden, vor allem aus christlicher, aber auch aus jüdischer Perspektive.
Exemplarisch wird dies deutlich an Auslegungen des italienisch-jüdischen Bibelgelehrten Samuel David Luzzatto (1800-1865), der im Laufe seines Lebens zwei entgegengesetzte Deutungen vertrat. In seinen gedruckten Bibelkommentaren vertrat Luzzatto die Auffassung, dass Abraham Gott für gerecht hielt. In einem bisher nicht beachteten Brief räumte Luzzatto jedoch ein, dass er nach vielen Jahrzehnten zu der Auffassung zurückgekehrt sei, dass Gott den Glauben Abrahams als Gerechtigkeit anrechnete. Dies ist auch in der jüdischen Tradition die Auffassung der meisten Ausleger. Bei seinem Ringen um das Verständnis von Gen 15,6 setzte sich Luzzatto mit jüdischen und christlichen Kommentaren, mit der kritischen Bibelwissenschaft seiner Zeit und mit religionsphilosophischen Grundfragen auseinander. Einen anschaulichen Überblick über das Thema vermittelte der gut besuchte Gastvortrag von Dr. Leor Jacobi, der an der israelischen Bar-Ilan-Universität auf dem Gebiet der rabbinischen Literatur und der jüdischen Kulturgeschichte forscht und lehrt.
Vor dem Vortrag besichtigte Leor Jacobi gemeinsam mit Rabbiner Eli Reich (Institut für Jüdische Theologie, Universität Potsdam) die Bibliothek der Theologischen Hochschule Elstal. In einer hebräischen Handschrift des Buches Ester, die als Geschenk von Professor Michael Rohde nach Elstal gelangte, machten die beiden Wissenschaftler eine eigenartige Entdeckung. Im Buch Ester wird Gott bekanntlich kein einziges Mal erwähnt. In der Elstaler Pergamentrolle verzierte der Schreiber jedoch immer dann, wenn die Anfangs- oder die Endbuchstaben von vier direkt aufeinander folgenden Worten göttliche Namen ergeben, die betreffenden Buchstaben mit Serifen in der Form von kleinen Krummstäben oder Spazierstöcken. Auf diese Weise ist Gott dann gewissermaßen auch im Esterbuch zu entdecken. „Diese Markierungen sind sehr ungewöhnlich. In modernen Ester-Rollen findet man das nicht“, erläuterte Jacobi die Beobachtung. Möglicherweise lässt sich anhand der Markierungen sogar klären, wann und wo die Elstaler Ester-Rolle entstand.

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news-3702 Wed, 03 Jul 2024 12:46:36 +0200 Ordination Joshua Searle https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/ordination-joshua-searle Am 30.06.2024 wurde Joshua Searle als Pastor des BEFG ordiniert. Parallel zu seinem Dienst an der Theologischen Hochschule Elstal nimmt Joshua Searle noch viele Gemeinde- und Predigtdienste wahr und sieht seine Aufgaben an der Hochschule und in seinem Missionswerk in der Ukraine als pastorale Handlungsfelder. Die Gemeinde EFG Staaken, die zur geistlichen Heimat des Missiologieprofessors geworden ist, hat diesen Ruf wahrgenommen und Searle zum Pastor berufen – ohne, dass er in der EFG Staaken angestellt ist. 

Die Ordination nahm Maximilian Zimmermann vor. Er predigte anhand von Joh 10 über den einzig wahren guten Hirten Jesus, der sich den Menschen annimmt. Nur Jesus darf und kann uns Menschen aus unseren sicheren Gehegen herausführen. Zimmermann machte deutlich, wer kein guter Hirte ist: einmal der Dieb, der zum eigenen Nutzen stiehlt, und dann der Mietling, der nur aus geschäftlichen Gründen Hirtenfunktionen übernimmt. Christus dagegen ist freiwillig, gern und ganz Hirte, der für seine Herde nur das Beste will. 

Ralf Dziewas gab als Prorektor ein Grußwort weiter, in dem er auf den wunderschönen Beruf des Pastors einging und Joshua Searle ermutigte, dass ein Pastor oder eine Pastorin (lat. für Hirte) diesem guten Hirten (lat. pastor bonus), Jesus Christus, in seinem Dienst nur selbst nachfolgen und nachahmen kann. Passend dazu überreichte er Searle die Festschrift „Pastor Bonus“, die mit vielen Beiträgen über den pastoralen Beruf nachdenkt.

Als Hochschule freuen wir uns über die Ordination von Joshua Searle und gratulieren herzlich.

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news-3701 Wed, 03 Jul 2024 08:52:11 +0200 Die Hochschule wird Fairtrade-University https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/die-hochschule-wird-fairtrade-university Die Theologische Hochschule ist Fairtrade-University. Am 27.06.2024 wurde in Rahmen eines Festakts die Hochschule ausgezeichnet. Sie ist damit die erste im Bereich Berlin-Brandenburg mit dieser Qualifikation. Ralf Dziewas führte als Prorektor und Mitglied der Steuerungsgruppe, die Fairtrade-Aktionen in der Hochschule vorantreibt, das bisherige Engagement der Hochschule auf: Es gab Events zu Fairtrade und Aktionen wie faire Nikolauspäckchen, die auf gerechten Handel aufmerksam machten. Außerdem gab es auch verschiedene Lehrveranstaltungen und Paper zu Themen der Gerechtigkeit und fairem Handel und einem neuen Wirtschaftssystem.

Andrea Klimt als Rektorin der Hochschule und Agathe Dziuk als Repräsentantin des Beirats für Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung und damit Vertreterin des Trägers der Hochschule, dem BEFG, wiesen auf, dass Fairtrade nicht nur mit einem Siegel und einer Auszeichnungen zu tun hat. Vielmehr verweist fairer Handel auf das inhärent-theologische Thema der Gerechtigkeit und das Reich Gottes. Es ist ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit und Bewusstmachung der Ungerechtigkeitsstrukturen in der Welt und der Wirtschaft.

Herr Schwartz von der Gemeinde Wustermark war zu Gast, der mögliche zukünftige Kooperationen aufzeigte, da sich die Gemeinde Wustermark gerade zur Fair-Town entwickelt.

Herr Damm von Fairtrade Deutschland verwies auf die Relevanz von fairem Handel und dem Mehrwert von etablierten Siegel wie Fairtrade, die Erwartungssicherheit schaffen. Er wies die Hochschule darauf hin, dass die Auszeichnung zur Fairtradehochschule nur der erste Schritt auf einem kontinuierlichem Weg ist und die Hochschule in der Kooperation von Campus, Dozierenden und Studierenden weitere Potentiale im Verhältnis von fairem Handel und Bildung entdecken kann.

Die Hochschule sammelte in Vorbereitung auf die Auszeichnungsfeier auf Flipcharts verschiedene Ideen zu fairem Handel und Gerechtigkeit. Hier spielten die SDGs (Sustainable Development Goals) eine Rolle, die verschiedene Ziele zu mehr Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung aufzeigen; ebenso das Jahresthema des BEFG  „gerecht anders leben“, das nach einem Leben fragt, das dem Reich Gottes angemessen ist. An diesen Ideen lässt sich in Zukunft noch anknüpfen. 

Die Hochschule freut sich über die Erreichung des Status der Fairtrade-Hochschule und hiermit auch eine "Vorreiterrolle" (Damm) in der Region einzunehmen."

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news-3698 Thu, 13 Jun 2024 09:16:37 +0200 Schnupperstudium 2024 - ein Rückblick https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/schnupperstudium-2024-ein-rueckblick Das Schnupperstudium ist für uns ein Ort für Begegnung, Kennenlernen, Gemeinschaft, geistliche und theologische Tiefe. Unsere  8 Schnupperstudierenden konnten einen intensiven Einblick in unser Hochschulleben gewinnen. Gemäß unserem Studienkonzept Wissen - Sein - Tun waren die Schnupperstudierenden in vielen Lehrveranstaltungen, aber konnten auch die Campusgemeinschaft und Elstal kennenlernen. Es gab eine Campusführung, einen Begegnungsabend am Montag und ein Sommerfest mit allen Menschen, die auf dem Campus leben und arbeiten und unsere Campusandacht. Es gab hier viele persönliche und bereichernde Gespräche bei gutem Essen und Trinken mit unseren Professorinnen und Professoren und Studierenden. Auch geistlich waren die Schnupperstudierenden in unseren Andachten und einem Open-Air-Gottesdienst mit uns unterwegs.

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news-3693 Fri, 07 Jun 2024 13:55:09 +0200 Kooperationsvertrags mit der Faculdade Batista Pioneira https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/unterzeichnung-eines-kooperationsvertrags Nach der Campusandacht am 05.06.2024 kam es zu der Unterzeichnung einer Kooperation zwischen der Theologischen Hochschule Elstal und der Faculdade Batista Pioneira, der Baptistischen Hochschule in Ijui, Brasilien. Rektorin Prof. Dr. Andrea Klimt und Carlos Waldow, Vertreter des Trägers der Faculdade Batista Pioneira, unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. Die Faculdade Batista Pioneira bietet ein Fernstudium an, das ein weltweites Studieren ermöglicht. Die Theologische Hochschule Elstal stellt ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, dass Studierende aus ganz Europa hier präsentisch ihre Prüfungen ablegen können. Darüberhinaus ermöglicht die Kooperation gemeinsame wissenschaftliche Projekte und den Austausch von Studierenden und Lehrenden. Sie erweitert somit die internationalen Beziehungen der Theologischen Hochschule Elstal.

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news-3688 Tue, 28 May 2024 17:41:31 +0200 Promovend*in gesucht zum Forschungsfeld: Predigtgemeinschaft zwischen der EKD und der VEF https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/promovendin-gesucht-zum-forschungsfeld-predigtgemeinschaft-zwischen-der-ekd-und-der-vef Promovend*in gesucht zum Forschungsfeld: Predigtgemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Die EKD stellt bei erfolgreicher Bewerbung auf Antrag des/der Promovierenden ein Stipendium zur Verfügung. Promovend*in gesucht zum Forschungsfeld:
Predigtgemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der
Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF)
Mit verschiedenen praktisch-theologischen Forschungsmethoden soll in diesem Promotionsprojekt
daran gearbeitet werden, welche Variationen von Predigtgemeinschaft, Kanzeltausch,
Predigtgastfreundschaft zwischen EKD und VEF gelebt werden (können), welche ökumenisch-
kirchentheoretischen und homiletische Fragen dadurch aufgeworfen sind und mit welchen
wissenschaftlichen Diskursen sie produktiv vernetzt werden können. Der genaue Zuschnitt des
Forschungsdesigns ist vom Promovierenden unter professoraler Begleitung (s.u.) mit zu entwickeln.

Die EKD stellt bei erfolgreicher Bewerbung auf Antrag des/der Promovierenden ein Stipendium zur Verfügung.

Mehr Infos hier.

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news-3656 Wed, 10 Apr 2024 13:14:00 +0200 Studientag mit Dr. Miriam Schade von Pioneer Ministries https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/studientag-mit-dr-miriam-schade-von-pioneer-ministries Am Anfang des Sommersemesters startet die Theologische Hochschule traditionell mit einem Studientag. Hier setzen sich Studierende und Dozierende gleichermaßen mit einem spannenden Thema auseinander und lernen miteinander. Dieses Mal durften wir auch die Pastoren- und Pastorinnenschaft Berlin Brandenburg willkommen heißen.

Der Tag startete mit einem Gottesdienst mit einer Andacht von Dirk Sager und Musik von Studierenden der Hochschule.

Nach einer Kaffeepause folgte der Vortrag von Dr. Miriam Schade aus Jena: "'Du sollst den Feiertag heiligen' - auch in Zeiten der Ernte - Der Sabbat als resilienzstärkender Faktor" Hier analysierte sie zuerst die Faktoren, die einen Burnout begünstigen. Das Ausbrennen kommt dabei von einer reduzierten Wahrnehmung der eigenen Erfüllung im Beruf und das Arbeiten bis zur Leistungsgrenze. Es geht um emotionale Überforderung, die eine Entpersönlichung hervorruft. Das kann auch durch ein mangelndes Abgrenzungsvermögen, das Fehlen von Coping-Strategien und  eigene Erwartungen begünstigt werden.Das gilt auch und vielleicht auch insbesondere für Pfarrerinnen und Pfarrer, hierfür zog die Referentin besonders eine Studie/die Situation der EKM heran. Der pastorale Beruf hat hohe Arbeitsanforderungen - es gibt zu viel Arbeit zu erledigen, bei zu wenig Zeit. Hier fehlt meist auch der Raum zur Entfaltung der eigenen Spiritualität. Dann ist der pastorale Beruf mit einer Vielzahl von Rollenbildern und Erwartungen auch eher zur Überforderung geneigt. Der Pfarrer oder die Pfarrerin soll ein Generaltalent sein. Das resultiert meist in dem Erleben nicht genug zu machen und wenn alles nur halb zu machen. Bei den daraus resultierenden 73-Stunden Wochen leidet persönliches Studium, Spiritualität und freundschaftliche Beziehungen. Dagegen stellte Miriam Schade den Sabbat als resilienzstärkenden Faktor vor. Der Sabbat ist in Gen 1 ein Tag der Ruhe, es ist der Abschluss der Schöpfung, ihre Krone. Am Sabbat wird dabei alle vorherige Arbeit gewürdigt. Der Sabbat ist ein Familientag, an dem nicht gearbeitet werden soll. Aber Sabbat ist keine einfache Ruhe, sondern gestaltete Ruhe, es ist kein Verdaddeln von Zeit, sondern hat mit Vorbereitung zu tun. Der Sabbat unterscheidet sich vom Alltag und setzt einen dritten Raum. Der Sabbat hat auch eine eschatologische Komponente und weist auf die zukünftige Weltenruhe bei Gott hin. Der Sabbat entlastet Körper, Geist und Seele. Indem sich körperlich ausgeruht werden kann, der Geist kann zur Ruhe kommen und die Beziehungen zur Familie gestärkt werden. Die Seele wird durch den Gang in den Gottesdienst gestärkt. Der Sabbat ist ein resilienzstärkender Faktor, indem es hilft mit Stresssituationen umzugehen. Der Sabbat stärkt auch das Bewusstsein der eigenen Ohnmächtigkeit und diese zu akzeptieren. Der Sabbat kann aber noch mehr als Resilienz entgegenzuwirken, er kann auch zur Burnoutprävention genutzt werden. Denn das soziale Netz wird gestärkt, auch durch gemeinsames Essen und der Sabbat kann kraft- und sinnspendend sein. Der Sabbat soll pastoraltheologisch aber keine Zusatzlast schaffen. Es geht vielmehr darum sich Freiräume zu schaffen und den Sabbat als Ort der eigenen Spiritualität zu entdecken. Nach dem Vortrag von Miriam Schade ergänzten die Rektorin Andrea Klimt und die Studentin Maite Kassühlke den Vortrag mit ihren Perspektiven und eine erste Reflektion auf das Studium und den Beruf. Danach wurde in Gruppen anhand von verschiedenen Fragen reflektiert und auch weitere Fragen für Miriam Schade erarbeitet, die Frau Schade sehr praktisch beantwortet hat. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hat  Miriam Schade dann den neuen Studiengang der Universität Jena "Pioneer Ministries" vorgestellt. Hier handelt es sich um einen theologischen Masterstudiengang, der Theologie mit Entrepreneurship verbindet. Es soll Menschen befähigen in entkirchlichten Regionen in Deutschland, milieusensibel, sozial und kreativ das Evangelium weiterzugeben. Dafür sollen vor allem Begegnungsräume aufgemacht werden, wo Menschen "in Kontakt mit dem lebendigen Gott kommen können". Das Studium setzt Schwerpunkte in der Praktischen Theologie und im Mentoring. Ist aber dennoch breit aufgestellt, sodass interkonfessionelle Kooperationspartner benötigt werden, einer davon ist auch die Theologische Hochschule Elstal.

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news-3655 Tue, 09 Apr 2024 13:14:00 +0200 Akademischer Festakt zur Einführung von Deborah Storek als Professorin für Altes Testament https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/akademischer-festakt-zur-einfuehrung-von-deborah-storek-als-professorin-fuer-altes-testament Akademischer Festakt zur Einführung von Prof. Dr. Deborah Storek Am Dienstag, den 09. April 2024, feierte die Hochschul- und Bundesgemeinschaft die Einführung von Dr. Deborah Storek als neue Professorin für Altes Testament. Bei dem akademischen Festakt überreichte ihr die Rektorin der Hochschule, Prof. Dr. Andrea Klimt, die Ernennungsurkunde und begrüßte Storek offiziell als Professorin an der Hochschule. Deborah Storek war schon seit 2021 als Dozentin für Altes Testament an der Hochschule tätig und vertritt jetzt zusammen mit Prof. Dr. Dirk Sager die Lehre des Alten Testaments. Deborah Storek hat ihre Dissertation an der Hebräischen Universität in Jerusalem geschrieben mit einer Arbeit über das Ruthbuch, die sie 2021 beendet hat. Parallel war sie Pastorin in der Bapistengemeinde in Hanau. An der Hochschule willkommen geheißen wurde Deborah Storek auch vom Generalsekretär des BEFG, Christoph Stiba, der auf die Bedeutsamkeit einer biblischen Theologie hinwies. Mit einer Rede der Studierendensprecherin Josephine Dietz wurde Storek von den Studierenden begrüßt und der stellvertretende Studienleiter Prof. Dr. Dirk Sager hieß Deborah Storek im Namen der Dozierendenschaft willkommen. Die Theologische Hochschule Elstal freut sich auf die weitergehende Zusammenarbeit mit Deborah Storek und wünscht ihr Gottes Segen für ihren Dienst an der Hochschule.

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news-3643 Thu, 04 Apr 2024 11:39:33 +0200 Carsten Claußen an der Universität Zürich habilitiert https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/carsten-claussen-an-der-universitaet-zuerich-habilitiert/ Jesu Gebet in Johannes 17: Einheit als zentrales christliches Thema Dr. Carsten Claußen, Professor für Neues Testament an der Theologischen Hochschule Elstal, hat an der Universität Zürich erfolgreich seine Habilitation abgeschlossen. Der Experte in der Auslegung des Johannesevangeliums beleuchtet in seiner Habilitationsschrift ein Thema, das für das Verständnis Jesu als Christus und als Gesandter seines himmlischen Vaters zentral ist. Die Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag für das Gespräch in der Ökumene sowie zum Verständnis des antiken Judentums und des Johannesevangeliums dar.