Theologische Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de Die Nachrichten der Theologische Hochschule Elstal de-de Theologische Hochschule Elstal Fri, 09 Dec 2022 15:01:34 +0100 Fri, 09 Dec 2022 15:01:34 +0100 TYPO3 EXT:news news-3377 Tue, 06 Dec 2022 12:34:09 +0100 Dr. Joshua T. Searle auf die Professur für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal berufen https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3377&cHash=5f5e2409cf40c8fd5d2048e3d2bc5107 In seiner Novembersitzung hat das Präsidium des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden den englischen Missiologen Dr. Joshua T. Searle an die Theologische Hochschule Elstal berufen. Searle soll dort im Sommer Nachfolger von Prof. Dr. Michael Kißkalt auf der Professur für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie werden. Er hatte sich zuvor in einem Berufungsverfahren der Hochschule gegen ein breites Feld von qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt.

Dr. Joshua T. Searle wurde 1985 in Stockton-on-Tees (UK) geboren und gehört der Horley Baptist Church in Surrey und der Vasylkivka Baptist Church in der Ukraine an. Von 2003–2006 studierte er zunächst Moderne Geschichte an der Universität Oxford und erwarb dort einen Bachelor of Arts (Hons). Es folgte ein Masterstudium am International Baptist Theological Seminary in Prag und danach ein Promotionsstudium am Trinity College Dublin, das er mit einer Dissertation unter dem Titel "The Hermeneutics of Crisis. Apocalyptic Belief in the Northern Ireland Troubles" abschloss. Seit 2013 ist Dr. Searle Tutor in "Theology and Public Thought" und seit 2018 auch "Director of Postgraduate Studies" am Spurgeon’s College in London. Außerdem lehrt er seit 2016 in Online-Kursen an der Ukrainian Catholic University in Lviv in der Ukraine. Searle spricht neben seiner Muttersprache Englisch fließend Deutsch und Russisch und liest gerne Werke von Nikolai Berdjajev und Thomas Mann.

Seit 2016 engagiert sich Searle auch praktisch diakonisch und missionarisch in der Ukraine. Er hat die Hilfsorganisation "Dnipro Hope Mission" mitgegründet und über mehrere Jahre geleitet. Dieses Hilfswerk ist vor allem in den zurzeit umkämpften Gebieten im Osten der Ukraine tätig. Es ermöglicht durch Hilfstransporte, Ausbildung und Unterstützung den Gemeinden vor Ort, sich konkret um die Bedürftigen zu kümmmern. Diese Erfahrungen aus einer post-sowjetischen Gesellschaft haben auch Searles weitere Publikationen geprägt. Darin beschäftigt er sich vor allem mit den missionswissenschaftlichen Herausforderungen einer nachchristlichen Gesellschaft, die auch für das zunehmend säkularisierte Westeuropa wichtig sind. Searles Profilierung der Interkulturellen Theologie für den Bereich Osteuropas wird auch für die deutsche Missionswissenschaft eine Bereicherung sein, denn die Erfahrungen der christlichen Gemeinden in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion werden bisher in der akademischen Forschung noch wenig reflektiert.

Auf seine Berufung auf die Professur in Elstal reagierte Searle mit folgendem kurzen Statement: "Mit  der Berufung an die Theologische Hochschule in Elstal wird für mich und  meine Familie ein Traum wahr. Als britischer Baptist hat Gott mir ein  Herz für Deutschland geschenkt und ich freue mich, den deutschen Baptistengemeinden dienen zu können. Beim Lesen der  Geschichte der Hochschule hat mich die Entdeckung ermutigt, dass meine  Vorfahren in der British Baptist Union nach dem Zweiten Weltkrieg den  Wiederaufbau des Baptistenseminars in Hamburg unterstützt haben. Ich hoffe, dass ich durch meine Berufung nach Elstal diese würdige Tradition fortsetzen kann, Brücken der Verständigung und  Solidarität zwischen Baptisten in Deutschland und Großbritannien zu  bauen. Ich glaube, dass Elstal strategisch günstig gelegen ist, um Lehre und Forschung anzubieten, die der Baptistenbewegung in  Deutschland und darüber hinaus in Europa dienen werden. Ich bin fest  davon überzeugt, dass wir als Baptisten einen bedeutenden Beitrag zur  Aufklärung und Auflösung der brennenden Themen und Fragen leisten können, vor die unsere Welt uns heute stellt. Die Themen  meiner Professur (Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie)  sind besonders relevant für Schlüsselfragen der zeitgenössischen  Theologie und für die Mission der Kirche in der heutigen "nach-christlichen" Gesellschaft - sowohl in Deutschland als auch  im globalen Kontext. Durch die Berufung an die Hochschule werde ich die  Ehre haben, Teil des kompetenten Kollegiums in Elstal zu werden und auf den hervorragenden Leistungen von Prof. Michael Kißkalt aufzubauen. Die Gelegenheit, von solch begabten Theolog*innen lernen zu dürfen,  reizt mich. Meine Familie und ich fühlen uns durch diese Berufung geehrt und wir freuen uns auf unseren Umzug nach Elstal."

Auch wir als Theologische Hochschule Elstal freuen uns über die vom Präsidium ausgesprochene Berufung und darauf, im Sommer Joshua T. Searle und seine Familie in Elstal begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen auf englischer Sprache sind hier zu finden: www.spurgeons.ac.uk/joshua-searle/

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news-3361 Mon, 21 Nov 2022 14:41:28 +0100 Günter Balders 80 Jahre: Akademischer Festakt in der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3361&cHash=79a4e7f6b9d74733f7252adbacc6bc1f Als Kirchengeschichtler, Hymnologe und Liederdichter hat Günter Balders die Theologische Hochschule Elstal und den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) über viele Jahrzehnte mitgeprägt. Anlässlich seines 80. Geburtstages veranstaltete die Theologische Hochschule gemeinsam mit dem Historischen Beirat des Präsidiums des BEFG am 17. November 2022 einen Festakt in Elstal. In einem lebensgeschichtlichen Interview mit Prof. i. R. Dr. Uwe Swarat  berichtete der Jubilar lebendig und anschaulich über seinen Weg zur Theologie, zur Kirchengeschichte und zur Hymnologie und aus den Jahrzehnten seiner Tätigkeit. Zu Balders’ Leidenschaft für die Geschichte und für alte Bücher trug indirekt der „Feuerteufel von Lüneburg“ bei. Der berüchtigte Brandstifter setzte 1959 die historische Ratsbücherei in Lüneburg in Brand. Balders meldete sich als Schüler freiwillig, um die vom Löschwasser feuchten alten Folianten wochenlang Seite für Seite umzublättern, damit sie wieder trocknen konnten.

Nach dem Abitur in Lüneburg studierte Balders Theologie an den Universitäten Hamburg und Göttingen und absolvierte ein Kandidatenjahr am Theologischen Seminar des BEFG in Hamburg. Nach dem Vikariat in Berlin war Balders von 1973 bis 1979 und von 1989 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2007 Dozent für Kirchengeschichte am Theologischen Seminar in Hamburg und – nach dem 1997 erfolgten Umzug der 1880 gegründeten Ausbildungsstätte nach Elstal bei Berlin – an der Theologischen Hochschule. Schwerpunkte seiner Lehr- und Forschungstätigkeit, aus der zahlreiche Bücher und Aufsätze hervorgingen, waren die Geschichte des deutschen Baptismus und die Hymnologie. Auch als Liederdichter, Übersetzer und Bearbeiter hat Balders sich über konfessionelle Grenzen hinaus einen Namen gemacht und gehörte mehreren Gesangbuch- und Forschungskommissionen an. Während des Festakts erzählte er: „Vor einer Woche war ein katholischer Weihbischof bei mir zu Besuch und berichtete, dass beim Hochamt an Allerheiligen ein Lied von mir gesungen wurde.“

Die Theologische Hochschule Elstal, der Historische Beirat des Präsidiums des BEFG, der Verein für Freikirchenforschung und das Präsidium des BEFG dankten dem Jubilar in Grußworten für seine jahrzehntelange haupt- und ehrenamtliche Arbeit. Umrahmt wurde die Veranstaltung, an der neben der Hochschulgemeinde zahlreiche Gäste aus dem Bereich des BEFG und Vertreter der Ökumene teilnahmen, von Liedern von Günter Balders. Die Theologische Hochschule Elstal wünscht Günter Balders und seiner Frau Rosemarie auch weiterhin alles Gute und Gottes Segen.

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news-3359 Thu, 17 Nov 2022 13:08:45 +0100 Professor William H. Brackney verstorben https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3359&cHash=608ab35e089baec21062fba54d024eab Am 13.11.2022 verstarb der baptistische Theologe und Historiker William H. Brackney im Alter von 74 Jahren an seinem Wohnort bei Wolfville, Nova Scotia, Kanada. William Brackney war ein ökumenisch gesinnter Baptist, ein profunder und produktiver Gelehrter und ein weltweit herausragender Kenner der freikirchlichen Traditionen. Als Pastor wirkte er sowohl in Baptisten- als auch in Methodistengemeinden. Auch nachdem er eine akademische Laufbahn eingeschlagen hatte, betreute er über Jahrzehnte neben- und ehrenamtlich kleine ländliche Gemeinden. Als Professor lehrte er Geschichte des Christentums, Systematische Theologie und Ethik an verschiedenen amerikanischen und kanadischen Hochschulen, unter anderem an der Colgate Rochester Divinity School (Rochester, New York), am Eastern Baptist Theological Seminary (Philadelphia, Pennsylvania), an der McMaster University (Hamilton, Ontario), an der Baylor University (Waco, Texas) und schließlich bis zum Eintritt in den Ruhestand an der Acadia University (Wolfville, Nova Scotia). William Brackney publizierte über vierzig Monographien, Lehrbücher, Nachschlagewerke, Quelleneditionen und Sammelbände zur Geschichte des Baptismus und verwandter freikirchlicher Bewegungen und zur Geschichte der Menschenrechte. Die Verbindung und der Austausch mit europäischen baptistischen Theologen und Historikern war ihm ein besonderes Anliegen. Seit 2013 war William Brackney Fellow des Instituts für Baptismusstudien der Theologischen Hochschule Elstal. Mit William Brackney verliert die Theologische Hochschule Elstal einen guten Freund und hochgeschätzten Kollegen. „Wir sind dankbar für seine Besuche und Gastvorträge in Elstal, für seine Mitwirkung an Konferenzen in Deutschland und für die Zusammenarbeit in gemeinsamen Forschungsprojekten“, heißt es in einem Beileidsschreiben, das Michael Kißkalt, Rektor der Theologischen Hochschule Elstal, an William Brackneys Ehefrau Kathryn richtete.

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news-3357 Wed, 16 Nov 2022 12:10:20 +0100 Studienfahrt der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3357&cHash=269ab032741ab3232326172b86abe1df Eine gute alte Tradition lebt wieder auf! Nach fast dreijähriger, durch die Pandemie erzwungener Pause haben sich vier Teams der Theologischen Hochschule Elstal auf Studienfahrt begeben und an den ersten Novemberwochenenden acht Gemeinden des Landesverbandes NOSA besucht (Göttingen, Herzberg, Schönebeck, Schöningen, Hildesheim, Salzgitter, Bad Oeynhausen, Minden). Studienfahrt heißt traditionell: Die Hochschule lässt über die Landesverbandsleitung erfragen, welche Gemeinden Interesse an einem Besuch haben und entwickelt aus den Rückmeldungen Reiserouten. Kleine Teams aus jeweils Dozierenden und Studierende machen sich auf den Weg, halten kurze Vorträge, stellen die Hochschule vor und predigen.

Für fast alle Beteiligten war es das erste Mal. Und es war eine sehr schöne Erfahrung! Während sonst Lehrsäle und Campus Begegnungsfläche sind, waren wir nun in gemeinsamer Mission unterwegs und konnten uns in einem anderen Kontext erleben, noch mal anders kennenlernen und das Erlebte miteinander auf Fahrten reflektieren. Hier und da war auch Zeit für ein kurzes kulturelles Programm.

Inhaltlich wurden unterschiedliche Impulse gesetzt: Auf einem Jugendwochenende wurde das neue Orientierungsjahr NXTCHAPTER vorgestellt, das jungen Menschen die Möglichkeit bietet, sich auf eine neue Lebensphase vorzubereiten, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und Lehrveranstaltungen der Hochschule zu besuchen. In Bad Oeynhausen stellte Johanna Gorath, Studentin im Bachelor-Studiengang Evangelische Theologie, die Impulse der Bewegung Fresh Expressions of Church (frische Ausdrucksformen von Kirche) für die Gemeindeentwicklung dar. „Über Fresh X hatte ich in der Vergangenheit eine Prüfung ablegen müssen, weshalb ich es als einen großen Segen empfand, dieses Wissen praktisch anderen mitteilen zu können (Johanna Gorath). In Hildesheim referierte der frisch berufene Professor für Systematische Theologie, Maximilian Zimmermann, zu einem altkirchlichen Streit über das göttliche Wesen Jesu, der für das Gottesbild von großer Relevanz ist. „Theologie und persönlicher Glaube sind eng miteinander verbunden. Ein berühmter Streit zwischen Arius und Athanasius zeigt, warum wir aus gutem Grund an einen Gott glauben, der bedingungslos liebt – weil Gott-Vater seinen Sohn von Ewigkeit her liebt.“ (Maximilian Zimmermann) Gepredigt wurde in den Gottesdiensten über das Hören auf Gott (1Sam 3), das Entdecken der eigenen Berufung (Joh 1,35-49), die Berufung zur Versöhnung (2Kor 5,17-21) und den guten Kampf des Glaubens (2Tim 4,7).

Immer wurde über das Studium informiert: über die staatlich anerkannten Studiengänge der Hochschule (Bachelor und Master in Evangelischer Theologie, Master in Diakonie und Sozialtheologie), neue Spezialisierungsmöglichkeiten in den ersten Studienjahren (z. B. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Spiritualität und Worship) und die ausgezeichneten Studienbedingungen auf dem Elstaler Campus.

In allem wurde den Gemeinden die Hochschule des Bundes ans Herz gelegt. Denn: Qualifizierte Pastorinnen und Pastoren werden aufgrund des demographischen Wandels und des zahlenmäßig momentan geringen Nachwuchses in den nächsten Jahren in unseren Gemeinden heiß begehrt sein. Dass junge Menschen ihre Berufung entdecken und den Weg an die Theologische Hochschule finden, dafür werden oft in Gemeinden, Jugendgruppen, Freizeiten etc. die Weichen gestellt. Hier brauchen wir alle einander.

Die Studienfahrt hat einmal mehr bestätigt: Begegnungen und Gespräche vor Ort sind enorm wichtig. Sie ermöglichen gegenseitiges Kennenlernen und besseres Verstehen. Deborah Storek, Dozentin für Altes Testament, resümiert: „In mir klingen jetzt so viele Geschichten nach: Menschen erzählten, wie sie sich zu Gott gezogen fühlten, von Sehnsucht und Ankommen und Berührtsein. Ich habe Fragen gehört: ‚Gott, warum redest du so wenig? Oder hören wir dich nicht? Warum ist es gerade so hart? Hat unsere Gemeinde Zukunft?‘ Ich bin bewegt von den persönlichen Geschichten unserer Studierenden, die sie mit den Gemeinden geteilt haben. Ich nehme viel Freud und Leid aus den Gemeinden mit. Herzlichkeit und offene Räume, Segensgeschichten und engagierte Mitarbeiter, Nachcoronakrisen und knallvolle Eltern-Kind-Treffs.“

Als Hochschule wollen wir die Begegnungen in nächster Zeit intensivieren. Um Gemeinden in ihren Herausforderungen theologisch zu unterstützen und junge Menschen für das Theologiestudium zu gewinnen.

Ein Bericht von Prof. Dr. Oliver Pilnei

 

Eindrücke von der Studienfahrt nach Hildesheim und Salzgitter

Wir, Anika Eichstädt, Maite Kassühlke, Max Kassühlke und Max Zimmermann, haben uns am Samstagvormittag auf den Weg in die EFG Hildesheim gemacht, bei strahlendem Sonnenschein und vorbei an einem galaktisch anmutenden Kaliberg im Landkreis Hildesheim. Am frühen Nachmittag sind wir herzlich von Pastor Christoph Schirrmacher mit einem leckeren selbst gekochten Mittagessen aufgenommen worden. Christoph Schirrmacher hat lebendig aus seinem Dienst und von dem Weg erzählt, den die EFG Hildesheim in den letzten Jahren zurückgelegt hat. Ein proaktives Zugehen auf die Studierenden der Stadt hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich eine Gruppe junger Studierender fest zu Gemeinde hält und das Gemeindeleben mitprägt. Bei Kaffee und Kuchen haben wir dann am späten Nachmittag interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern aus der Gemeinde die Hochschule vorgestellt und auf viele Fragen geantwortet. Nach ausführlicher Aussprache fand eine kleine Einheit „Offene Hochschule“ statt: ein Einblick in eine Unterrichtseinheit und in die Frage nach der Relevanz des Studiums für den persönlichen Glauben. Der altkirchliche Streit zwischen den zwei Kirchenmännern Arius und Athanasius über die Frage, ob Jesus höchstes Geschöpf Gottes oder ewiger Sohn Gottes ist, ist kein bloßes Theologengezänk, sondern hat mächtige Auswirkungen auf den Glauben – bis heute. Hätte Arius sich mit seiner These „Der Sohn Gottes ist höchstes Geschöpf Gottes“ durchgesetzt, würden wir heute womöglich an einen Gott glauben, der seinen Sohn liebt, weil er alles so gut gemacht und vollbracht hat – Liebe, die auf Leistung beruht. Da die Kirche allerdings die Position des Athanasius („Der Sohn Gottes ist ewiger Sohn“) als bibelgemäß erachtet hat, glauben wir bis heute an einen Gott, der seinen Sohn liebt, weil er ihn von Ewigkeit her liebt – Liebe, die bedingungslos ist. Im Anschluss an ein lebendiges Gespräch zu diesen zentralen Inhalten des christlichen Glaubens, haben wir uns noch am selben Abend auf den Weg nach Salzgitter gemacht. Die Gemeinde hat uns dort sehr komfortabel in einem Hotel untergebracht. Benjamin Speitelsbach, Pastor der EFG Salzgitter, und seine Frau Susanne haben uns noch am späteren Abend durch das offene und freundliche Gemeindehaus geführt und uns dabei einen Blick in die Gemeindeentwicklung der letzten Jahre gewährt. Dieselbe Offenheit und Freundlichkeit hat sich dann am Sonntagmorgen auch in den Menschen der Gemeinde gezeigt. In dem gut gefüllten Gottesdienstraum mit ca. 100 Personen konnte man schnell sehen, dass die EFG Salzgitter von einer lebendigen Gemeindearbeit geprägt ist, die für viele junge Familien und ebenso die ältere Generation anziehend ist. Unsere kleine Delegation hat auch hier die Hochschule im Rahmen des Gottesdienstes vorgestellt. Passend zum spätherbstlichen Wetter drehte sich die Predigt um die Rückschau, die der Apostel Paulus in der Herbstphase seines Lebens auf seinen Dienst und sein Leben nimmt: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten“ (2Tim 4,7). Max, Max und Anika teilten Ihre Gedanken zu jeweils einem der drei Motive „guter Kampf“, „vollendeter Lauf“ und „gehaltener Glaube“, und Maite entließ bald darauf die Gemeinde mit einem Segenswort. Die Studienfahrt in den Landesverband NOSA endete für uns bei einem leckeren Mittagessen im großen Kreis der Gemeindeleitungsmitglieder und Ihrer Familien im früheren, deutlich kleinen Gottesdienstraum der Gemeinde. Voll mit gutem Essen, bereichert durch viele Begegnungen und Gespräche und beschenkt mit dem Eindruck, dass wir an diesem Wochenende lebendiger Gemeinde Jesu begegnet sind, führte uns der Weg wieder zurück nach Elstal, wo wir müde und dankbar unseren kleinen „Lauf vollendet“ haben.

Ein Bericht von Prof. Dr. Max Zimmermann

 

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news-3335 Tue, 18 Oct 2022 09:21:49 +0200 „Reichtum und Lob der Schulden“ – Studientag zur Eröffnung des Wintersemesters 2022 und Begrüßung der neuen Studierenden https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3335&cHash=c2327a6b8575d104811133d16f5a2d5a Am 11. Oktober 2022 wurde mit einem akademischen Festakt für den neuen Professor für Systematische Theologie, Prof. Dr. Maximilian Zimmermann und der anschließenden internen Semesteröffnung das Wintersemester an der Theologischen Hochschule Elstal eingeleitet. Dabei wurden auch die neuen Studierenden der Theologischen Hochschule vorgestellt, herzlich willkommen geheißen und gesegnet. Bei einem festlichen Abendessen in der Mensa gab es viel Raum für Begegnungen, Austausch und Gemeinschaft. Wir danken allen Mitgestaltenden für ihre segensreichen Worte und ihre ermutigenden Perspektiven für das kommende Semester und wünschen unseren neuen Studierenden und Prof. Dr. Maximilian Zimmermann Gottes Segen für alle kommenden Aufgaben!

Mit einem Semestereröffnungsgottesdienst und Studientag am 12. Oktober wurde dann der Vorlesungsbetrieb des Wintersemesters 2022 an der Hochschule begonnen.

Prof. Dr. Maximilian Zimmerman entfaltete in seiner Predigt zum Semestereröffnungsgottesdienst Gedanken zum Thema „Wahrnehmung des inneren Menschen“ anhand von Epheser 3 und bezog sich dabei besonderes auf „Christus in uns“. Er forderte die Zuhörenden dazu auf, auf die eigenen Perspektiven und auf das eigene Wohlbefinden zu achten, um ein stabiles und verlässliches Fundament, vor allem in schweren Zeiten zu haben. Dabei machte Zimmermann deutlich, dass besonders das Vertrauen auf Gott einen wichtigen Bestandteil ausmacht und dass es hilfsbedürftige Zuwendung zu unserem inneren Menschen braucht, um das eigene Herz zu bewegen und uns selbst und dann auch anderen in Achtsamkeit zu begegnen.

Den Vortrag zum Studientag hielt Frau Prof. Dr. Kristina Dronsch, Professorin für Diakonik an der Evangelischen Hochschule Berlin, zum Thema „Reichtum und Lob der Schulden. Eine biblisch theologische Spurensuche vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und kirchlicher Herausforderungen“, dem ein lebendiger Austausch folgte. Sie wies auf die „Unsichtbarkeit“ des vorhandenen Vermögens in der Gesellschaft hin und warb um einen offenen Umgang mit dem Thema Reichtum, vor allem auch in den Gemeinden. Dabei wandte sie sich besonders der Tabuisierung von Reichtum zu und beleuchtete eine theologische Perspektive, die Reichtum als einen Segen Gottes wahrnimmt. Reichtum muss laut Dronsch „teilbar, verteilbar und tauschbar“ bleiben, um einer wachsenden Vermögensungleichheit und damit steigender sozialer Ungerechtigkeit vorzubeugen. Dronsch kritisierte auch die Mangelerzählung, die dem Reichtum zugrunde liege. Reichtum stütze sich auf die Armut anderer, die so wiederrum nicht in Würde leben könnten. Damit verlieren die Reichen den Mangel anderer aus dem Blick und das mache das eigene Selbst egoistisch. Dieses Denken bezeichnete Prof. Dr. Kristina Dronsch als „ego sum“ und nahm es als Ausgangspunkt für eine gesellschaftliche und globale Veränderung in den Blick. Sie bezog sich hierbei vor allem auf die „superreichen Menschen“, die gemeinsam so viel besitzen, wie 3 Millionen Deutsche zusammen. Sie warb darum, diese „ego sum-Menschen“ zu einem „ego cum“ zu bewegen, indem diese ihren Reichtum zum Besten aller einsetzen und ihn damit teilbar und verteilbar machen. Damit würde Reichtum dann dem biblischen Ideal gerecht werden, indem er zum Segen für alle werden könnte.

Bei anschließenden Gesprächen wurden viele Fragen und unterschiedliche Perspektiven zur Thematik ausgetauscht. Dabei wurde der Vortrag als spannender Ansatz für ein neues Nachdenken über Reichtum gewürdigt.

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news-3334 Mon, 17 Oct 2022 12:20:57 +0200 Prof. Dr. Maximilian Zimmermann ist neuer Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3334&cHash=725669b1f4c92b5498414cc962d7674e Seit dem 1. September 2022 ist Dr. Maximilian Zimmermann neuer Professor für das Fach Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal. Nun wurde er zu Beginn des Wintersemesters offiziell von der Hochschulgemeinschaft und der Leitung des BEFG mit einem akademischen Festakt am 11.10.2022 in seinen Dienst als Professor eingeführt. Maximilian Zimmermann war selbst bis 2007 Student an der Theologischen Hochschule Elstal (damals noch „Theologisches Seminar“) bevor er nach weiteren Studien in Berlin und Wuppertal 2016 an der kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel promoviert wurde. Er bringt einen reichen Erfahrungsschatz aus einem pastoralen Gemeindedienst sowie aus seiner Lehrtätigkeit an der Biblisch-Theologischen Akademie Wiedenest mit.

Im Rahmen des Festaktes wurde Maximilian Zimmermann von Prof. Dr. Ralf Dziewas, dem Prorektor der Theologischen Hochschule Elstal, herzlich willkommen geheißen. „Wir freuen uns auf dich und die Impulse, die du setzen wirst“, betonte Ralf Dziewas bei der Überreichung der Ernennungsurkunde zum Professor.

Im Anschluss wurde Prof. Dr. Maximilian Zimmermann von Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel im Namen des Kollegiums begrüßt, der die Besonderheiten einer Professur an der Theologischen Hochschule Elstal hervorhob, die kein Selbstzweck sei, sondern den Gemeinden dienen soll, für die die Hochschule ihre Studierenden ausbildet. Der Studierendensprecher Sebastian Rußkamp hieß Maximilian Zimmermann im Namen der Studierendenschaft willkommen und Christoph Stiba, Generalsekretär des BEFG, betonte als Vertreter des Hochschulträgers in seiner Ansprache die Bedeutsamkeit eines fundierten Theologiestudiums und die Wichtigkeit der Theologischen Hochschule für die Bundesgemeinschaft. Auch er bekundete seine Freude und Dankbarkeit über den neuen Professor und ermutigte ihn, Leben, Lehre und Glauben an der Hochschule und im BEFG aktiv mitzugestalten. Anschließend wurde Prof. Dr. Maximilian Zimmermann für seinen zukünftigen Dienst als Professor an der Hochschule gesegnet.

In seiner kurzen Antwort auf das herzliche Willkommen, brachte der neue Professor seine Dankbarkeit, Freude, aber auch seine Spannung darauf zum Ausdruck, nun dieses Amt an der Hochschule als Nachfolger von Prof. Dr. Uwe Swarat bekleiden zu dürfen. Dies tut er gemäß seines persönlichen Mottos „mit der Bibel in der Hand, den Füßen auf dem Boden und im Angesicht der Menschen“.

Beim abschließenden Sektempfang konnte die Hochschulgemeinschaft den neuen Professor und seine Familie persönlich begrüßen. Das Kollegium und die Studierenden freuen sich auf die gemeinsame Zeit mit Prof. Dr. Maximilian Zimmermann und sind dankbar, dass er seinen Dienst an der Theologischen Hochschule Elstal begonnen hat.

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news-3282 Wed, 21 Sep 2022 12:50:03 +0200 Prof. Dr. Andrea Klimt zur neuen Rektorin der Theologischen Hochschule Elstal berufen https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3282&cHash=193d29c9e5ad87227c1c707280f82356 Praktische Theologin übernimmt Amt vom Missionswissenschaftler Prof. Dr. Michael Kißkalt zum Januar 2023 Das Präsidium des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) hat in seiner Septembersitzung Prof. Dr. Andrea Klimt, Professorin für Praktische Theologie, in das Amt der Rektorin der Theologischen Hochschule Elstal berufen. Es folgte damit der Empfehlung des Hochschulsenats der Hochschule, der Andrea Klimt für dieses Amt vorgeschlagen hatte. „Andrea Klimt bereitet mit ihrer Lehre seit Jahren junge Menschen theologisch fundiert auf die pastorale und diakonische Gemeindepraxis vor. Sie ist die richtige Frau, dieses Grundanliegen unserer Theologischen Hochschule fortzuführen und mit ihrer ausgewiesenen Kompetenz hier neue Impulse zu setzen“, so der Präsident des BEFG Michael Noss nach der Entscheidung des Präsidiums.

Prof. Dr. Andrea Klimt lehrt seit 2014 als Professorin für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Katechetik, Seelsorge und Pastoraltheologie an der Theologischen Hochschule Elstal. Sie war zuvor als Pastorin in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hamburg-Altona sowie in Wien tätig, wo sie die „projekt:gemeinde“ Wien gegründet und aufgebaut hat und deren Pastorin sie auch bis zu ihrer Berufung an die Theologische Hochschule Elstal blieb. Parallel dazu hat sie über viele Jahre die Studierendenarbeit und die Diakonie im Bund der Baptistengemeinden in Österreich entwickelt und geleitet sowie als Trainerin und Lebensberaterin in eigener Praxis gewirkt.

Die neu berufene Rektorin ist international vielfältig vernetzt und Mitglied der Commission on Theological Education und der Commission on Baptist Worship and Spirituality der Baptist World Alliance sowie der European Baptist Theological Teachers Conference. Mit ihr wird erstmals in Deutschland eine Professorin eine freikirchliche theologische Hochschule leiten. „Ich freue mich auf diese Herausforderung, sehe der neuen Aufgabe aber auch mit großem Respekt entgegen. Unsere ausgezeichnete akademisch-theologische Arbeit, die auch Antworten auf die Fragen unserer Zeit finden kann, das konstruktive Miteinander im Kollegium, den gewinnbringenden Kontakt zwischen den Lehrkräften und Studierenden sowie das Engagement unserer Studierenden für Hochschule und Bund schätze ich sehr. Als Hochschule genießen wir auch ein gutes Verhältnis zur Leitung unseres Bundes und zu vielen unserer Ortsgemeinden, die unsere Arbeit mittragen und auf die es besonders ankommt, damit die richtigen Personen den Weg zum Studium an unserer Ausbildungsstätte finden. Das ermutigt mich, diese Aufgabe zu übernehmen und auch in herausfordernden Zeiten Hochschule und Bund mitzugestalten.“

Prof. Dr. Andrea Klimt wird das Amt der Rektorin der Theologischen Hochschule Elstal zum Januar 2023 antreten und darin Prof. Dr. Michael Kißkalt nachfolgen, der seine Professur für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie aufgibt, um Generalsekretär der baptistischen Missionsgesellschaft EBM INTERNATIONAL zu werden. „Ich freue mich, dass für meine Nachfolge im Rektorat eine so kompetente Person wie Andrea Klimt berufen wurde. Wir wünschen ihr als Hochschule Gottes Segen für diese neue Aufgabe.“

Zur offiziellen Übergabe des Rektorats plant die Theologische Hochschule Elstal einen Festakt für Januar 2023.

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news-3261 Wed, 07 Sep 2022 13:21:58 +0200 Connected: Stand des BEFG bei #LK22 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3261&cHash=c20dc7a2e6340576ff51b0b96ca44ba5 Vernetzung beim Willow Creek Leitungskongress in Leipzig Passend zum Thema der Konferenz „Connected“ (verbunden) nutzte der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) seinen Stand beim Willow Creek Leitungskongress #LK22 Ende August in Leipzig, um sich zu vernetzen. Vertreterinnen und Vertreter der Theologischen Hochschule Elstal und der Akademie Elstal stellten die Bildungsarbeit des Bundes vor.

Vom 25. bis 27. August kamen bei dem Kongress 4.650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Messe Leipzig und an acht Übertragungsorten zusammen. Redner und Rednerinnen wie der Theologe Prof. Dr. Michael Herbst, die US-amerikanische Neurowissenschaftlerin Prof. Tali Sharot, der Gemeindegründer Renke Bohlen, die Theologin Daniela Mailänder oder der Gründer der „International Justice Mission“ Gary Haugen gaben zahlreiche praxisnahe und ermutigende Impulse, wie Leiterinnen und Leiter Herausforderungen bewältigen und Gemeinde bauen können. Wege zu finden, um nach den Umbrüchen durch die Corona-Pandemie wieder mit Menschen in Verbindung zu kommen – dieses Motiv zog sich wie einer roter Faden durch die Tage. Jan Primke vom BEFG-Arbeitskreis Musik und Gemeinde war Teil der Band, die in jeder Session einen mitreißenden Lobpreis gestaltete.

„Die Suche nach dem Aufbruch: Wie kann es in diesen unsicheren Zeiten vorangehen?“ Diese Frage zog sich für Daniel Mohr, den Leiter der Akademie Elstal, durch den Leitungskongress und auch durch viele Gespräche am Stand des BEFG: „Darin ging es um die Suche nach dem passenden Studienplatz, die Weiterbildung von Gemeindeleitungen und den Umgang mit ganz unterschiedlichen Gemeindesituationen – oft herausfordernd, aber auch mit viel Freude und einem guten Kaffee.“ Gesine Möller, Studentin an der Theologischen Hochschule Elstal, führte anregende Gespräche zu den Bildungsangeboten. So sei eine Person über die Möglichkeit begeistert gewesen, dass auch in der zweiten Lebenshälfte ein Theologiestudium möglich ist und eine Perspektive bietet. Und auch die „Möglichkeiten der Schulungen durch die Akademie“ seien auf positive Resonanz gestoßen.

Neben Gesprächen über die Angebote des BEFG und seiner Bildungseinrichtungen fand auch viel inhaltlicher Austausch statt. So waren für Agathe Dziuk, Referentin für Diakonie und Gesellschaft an der Akademie, „die Gespräche eine gute Möglichkeit, ein Stimmungsbild bezüglich der Fragen und Bedürfnisse unserer Ortsgemeinden – nicht nur auf meinen Arbeitsschwerpunkt bezogen – einzufangen“.

Für Prof. Dr. Oliver Pilnei von der Theologischen Hochschule war es nicht nur „sehr schön, etliche Elstaler Absolventinnen und Absolventen zu treffen und sich auszutauschen.“ Ebenso sei die Vernetzung mit Vertretern von Hochschulen, die nicht im eigenen Netzwerk sind, für ihn „erhellend und hilfreich“ gewesen.

Auch für BEFG-Generalsekretär und „Willow Creek Deutschland“-Vorstandsmitglied Christoph Stiba ist die überkonfessionelle Vernetzung ein großer Mehrwert der Leitungskongresse. „Bei Willow geht es darum, sich mit Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen zu vernetzen, um neue Impulse für die Mitarbeit und die Leitung in Kirche und Gemeinde zu suchen und zu teilen.“

Auf der Seite von „Willow Creek Deutschland“ lassen sich die Impulse des #LK22 in mehreren Berichten nachlesen.

Ein Artikel von Dr. Michael Gruber

 

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news-3239 Fri, 29 Jul 2022 14:09:33 +0200 Wenn du gehst, kann Gott dich führen! – Ermutigende Aussendungsfeier an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3239&cHash=9ce757c103e3776c8f196608673460b9 Am Samstag, dem 23. Juli, wurden bei der diesjährigen Aussendungsfeier 15 Studierende verabschiedet und für ihren weiteren Weg gesegnet. Darunter Studierende des Masters Evangelische Theologie, des Masters Diakonie und Sozialtheologie, Kontaktstudierende, Studierende aus dem Zusatzstudium sowie Studierende des Bachelors Evangelische Theologie. Die gesamte Veranstaltung konnte unter freiem Himmel mit 130 Gästen stattfinden, aber auch der Livestream wurde gut besucht. Zur Vergabe der Zeugnisse würdigte Rektor Prof. Dr. Michael Kißkalt die Studierenden und ihre großartige Leistung, trotz der Herausforderung einer Pandemie, dieses Studium abzuschließen und dankte ihnen für ihr Engagement in der Hochschule in den vergangenen Jahren. Der abgehende Jahrgang verabschiedete sich mit einer Rede der Absolventin Gesine Möller, die wunderbar bildhaft den Weg zum und durch das Theologiestudium mit den verschiedenen Stadien einer Schmetterlingslarve bis zum Werden eines Schmetterlings verglich.

In einem feierlichen Gottesdienst mit Mitarbeitenden aus der Hochschule und aus dem BEFG sowie mit den Angehörigen und Freunden wurden die Absolventen für ihren weiteren Weg gesegnet – unter ihnen auch einige musikalisch begabte, die den Lobpreis mitgestalteten. Ihrer Predigt legte Dr. Deborah Storek, Dozentin für Altes Testament, die biblischen Worte zur Einsetzung Josuas als neue Führungsfigur in Israel (Josua 1,1-9) zugrunde. Sie machte Mut, auf dem weiteren Weg und in den Gemeinden Dinge einfach auszuprobieren: „denn Gott kann nur führen, wenn du gehst“. Weil Gott in seinen Verheißungen so unendlich treu ist, kann man auch den Weg in das Ungewisse wagen. So motivierte sie alle Abgehenden dazu, die Möglichkeiten zu ergreifen, die Gott ihnen eröffnet und dabei, ohne unbedingt die großen Helden zu spielen, Vertrauen auf Gott zu lernen.

Wie immer zu diesem Anlass wurden auch die Jubilare der Theologischen Hochschule, die vor 25, 40 oder 50 Jahren von den Theologischen Seminaren in Buckow oder in Hamburg abgegangen sind, namentlich verlesen und gegrüßt. Michael Noss und Christoph Stiba, Präsident und Generalsekretär des BEFG, drückten in ihrem Grußwort in vielfacher Weise ihren Dank aus, für den Dienst der Jubilare, das Engagement der Mitarbeitenden an der Hochschule sowie für die Studierenden und insbesondere die Abgänger und Abgängerinnen der Hochschule, die den Dienst in den Gemeinden, in Mission und Diakonie auf ihrem Herzen haben.

Nach dem Gottesdienst lud die Theologische Hochschule Elstal zu einem Grillbuffet in der Mensa ein. Bei gutem Essen und fröhlicher Gemeinschaft konnte das Fest entspannt ausklingen.

Wir wünschen den Absolventinnen und Absolventen Gottes Segen für ihren weiteren Weg und einen segensreichen Start in ihren Diensten in den Gemeinden!

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news-3233 Tue, 19 Jul 2022 12:38:11 +0200 „Lust an der Erkenntnis“ – Verabschiedung von Prof. Dr. Uwe Swarat https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3233&cHash=c2c631ed2399d1a17feb5ce83e1153ec Mehrere hundert Studierende durften von ihm, seinem Wissen und seiner Liebe zur Theologie lernen: Nach 34 Jahren als Dozent und Professor für Systematische Theologie wurde Prof. Dr. Uwe Swarat aus seinem Dienst an der Theologischen Hochschule Elstal in den Ruhestand verabschiedet. Die Hochschulgemeinschaft, Kolleginnen und Kollegen aus dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) und Familienangehörige kamen zusammen, um dankbar auf die gemeinsame Zeit zurückzublicken und ihn und seinen Dienst zu würdigen. In einer internen Feier der Hochschule am 7. Juli und der offiziellen Verabschiedung im Rahmen der Campusandacht am 13. Juli wurde Uwe Swarat mit vielfältigen Beiträgen, lieben Grußworten und Segenswünschen aus seinem Dienst entlassen. In der hochschulinternen Verabschiedung drückten Dozierende und Studierende ihre Wertschätzung für ihren Professor und Kollegen kreativ aus, in Form von Liedern, Sketchen, Geschenken und Reden. In seiner Laudatio schaute Prof. Dr. Michael Kißkalt, Rektor der Theologischen Hochschule Elstal, dankbar auf das vielfältige engagierte Wirken von Uwe Swarat zurück und würdigte seine besondere diskursive Art, theologische Reflexionen anzuregen, sowohl in den Lehrveranstaltungen als auch in den theologischen Diskussionen im Kollegium. In der Ökumene habe er pointiert baptistische Positionen vertreten und gleichzeitig Brücken zu anderen Christen geschlagen. Seine sprachlich genaue Art war in den Jahren der staatlichen Akkreditierung der Hochschule, als viele Texte für die Behörden geschrieben werden mussten, ungemein hilfreich. So resümiert der Rektor: „Uwe Swarat hat sich auf vielfache Weise um die Hochschule und um den BEFG verdient gemacht.“

Uwe Swarat promovierte 1988 an der Universität Erlangen, im selben Jahr startete er seinen Dienst als Dozent für Systematische Theologie und Dogmengeschichte am Theologischen Seminar in Hamburg. Er erlebte während seiner Dienstzeit am Seminar viele Veränderungsphasen mit und hat diese mitgeprägt: den Umzug des Seminars von Hamburg nach Elstal, die Entwicklung vom Theologischen Seminar hin zu einer staatlich anerkannten Hochschule und vielfache Neuerungen des Studienprogramms. Mit den Akkreditierungsprozessen wurde Uwe Swarat 2008 zum Professor ernannt. Durch seine Tätigkeit als Studienleiter in den Jahren 2003 bis 2018 hat er das Lehren und Lernen am Theologischen Seminar bzw. an der Theologischen Hochschule Elstal maßgeblich mitgestaltet und geprägt.

In der Campusandacht am 13. Juli hielt Prof. Dr. Uwe Swarat seine Abschiedspredigt über Phil 1,9-10: „Für das christliche Leben braucht es nicht nur Liebe, sondern auch Erkenntnis und die Fähigkeit, gut und böse zu unterscheiden.“ Erkenntnis zu vertiefen, das war ihm in seinem Dienst ein wesentliches Anliegen. So wurde er von Präsident Michael Noss im Namen des BEFG verabschiedet und für seine nächste Lebensphase gesegnet. Noss würdigte Swarats Leidenschaft für die Ökumene und sein Engagement, das Wesentliche und Verbindende zu sehen und so dafür zu sorgen, dass „Generationen von Menschen Erkenntnis gewinnen“. Dass ein solches Engagement „Last und der Lust“ bedeutet, sei normal, aber die Lust am Dienst sei das Entscheidende und bei Uwe Swarat immer spürbar gewesen: Lust beflügelt, über so einen langen Zeitraum durchzuhalten und mit Leidenschaft dabei zu bleiben. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst waren die Mitarbeitenden des Bundes zu einem feierlichen Sektempfang eingeladen, um Uwe Swarat auch persönlich zu verabschieden.

Uwe Swarat bedankte sich bei allen für die gemeinsame Zeit und betonte, dass das theologische Denken, Lernen und Veröffentlichen auch im Ruhestand für ihn weitergehen wird. So kann man Uwe Swarat viele weitere gesunde Jahre wünschen, damit er auch in Zukunft gute theologische Impulse geben kann.

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news-3231 Tue, 12 Jul 2022 13:20:44 +0200 Von Elstal nach Jerusalem und zurück: Promotion von Deborah Storek an der Hebräischen Universität https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3231&cHash=b26354774ba3a82667123a8c8c59d352 Am 13. Juni 2022 nahm Deborah Storek, Dozentin an der Theologischen Hochschule Elstal, ihre Doktorurkunde in Jerusalem entgegen. An der Hebräischen Universität fand dazu eine Zeremonie unter freiem Himmel statt. Während im Publikum der Blick bis zum Toten Meer schweifen konnte, saßen auf der Bühne über 200 junge Menschen, die im vergangenen Jahr ihre Promotion abgeschlossen haben. Deborah Storek hat ihre Arbeit unter der Betreuung von Prof. Shimon Gesundheit verfasst. Ihr Thema: „Eine Moabiterin wird Teil des Gottesvolks. Intertextuelle und rechtliche Deutungen der Ehe im Buch Ruth.“

In ihren Reden drückten Universitätspräsident und Dekane der Fakultäten ihre Anerkennung für die Leistung der Absolventen aus, dankten auch deren Familien und Unterstützern immer wieder und betonten: Von den jungen Forschern seien noch viele akademische Errungenschaften und gesellschaftliche Impulse zu erwarten. (Dass sich unter den Alumni der Universität acht Nobelpreisträger finden, wurde mehr als einmal erwähnt.) Den größten Applaus bekamen aber der Popstar Harel Skaat, der die musikalische Untermalung übernahm, sowie Quentin Tarantino, der eine Ehrendoktorwürde empfing.

Deborahs Ehemann Daniel Storek, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hanau, saß bei der Feier unter den Zuschauern. Auch für ihn war es ein bewegender Abend: „Man spürte in den Reden eine große Wertschätzung für die Doktoranden und ihre Familien. Und auf der Bühne saßen Menschen aus vielen Fachrichtungen und Nationalitäten zusammen; Juden, Muslime und Christen – das war schön zu sehen.“

Für Deborah Storek war die Feier der Abschluss eines besonderen Weges. Nach ihrem Studium an der Theologischen Hochschule Elstal war sie zunächst für ein Studienjahr an die Hebräische Universität gegangen (im Programm „Studium in Israel“). Ende 2013 begann sie dort das Promotionsstudium. Von 2018-2021 arbeitete sie als Pastorin der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hanau, seit 2021 lehrt sie Altes Testament in Elstal. Von Impulsen israelischer Forschung und Einblicken in die Geschichte jüdischer Bibelauslegung hat sie viel gelernt. Als Pastorin und Dozentin ist es ihr wichtig, diese Lernerfahrungen weiterzugeben.

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news-3224 Tue, 05 Jul 2022 16:56:23 +0200 So vielfältig ist das Studium an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3224&cHash=3152f70e155388f18caa791703b978ed Aufruf zum Theologie- und Diakoniestudium Jetzt ist die Zeit, sich an der Theologischen Hochschule Elstal für das Studium der Evangelischen Theologie (B.A. und M.A.) oder von „Diakonie und Sozialtheologie“ (M.A.) zu bewerben. Es gibt kaum Studiengänge, die so vielfältig und spannend sind wie das Theologiestudium: Zuerst lernt man den Umgang mit Texten, besonders natürlich mit der Bibel. Das Erlernen von Griechisch und Hebräisch ist mit unseren tollen Sprachlehrern und studentischen Tutorien gut zu schaffen. Und die biblischen Texte in ihrem historischen Kontext zu entdecken, ist wie eine spannende Reise. In der Kirchengeschichte erfährt man viel über das Auf und Ab von Kirche und Mission in der Geschichte und lernt daraus für heute; in der Systematischen Theologie wird man hineingenommen in philosophisches und logisches Denken, um in aktuellen Diskussionen seinen Glauben verantworten zu können. In der Praktischen Theologie erhält man eine gute Bildung in Fragen von Psychologie und Seelsorge, von Rhetorik und Predigt, vom Lehren und Lernen, von Gemeindeaufbau und Leitung. Ganz besonders ist in Elstal das Hauptfach Mission und Diakonie mit dem großen Thema der Sendung von Christen und Kirche in Welt und Gesellschaft, mit allen interkulturellen und interreligiösen Herausforderungen, im Umgang mit Armut und Not, mit vielen soziologischen Impulsen und Hinweisen darauf, wie Mission heute aussieht. Dass das Theologiestudium so bunt ist, hängt damit zusammen, dass man insbesondere auf die pastoralen und diakonischen Berufe hin ausbildet, in denen man so vielfältigen und spannenden Herausforderungen begegnet. Mehr dazu im neuen Flyer  der Hochschule „Theologie studieren. Persönlichkeit entfalten. Verantwortlich handeln“. Wir freuen uns auf Bewerbungen für das Studium in Elstal möglichst bis Ende Juli des jeweiligen Jahres, wenn man preiswert und schön auf dem Campus wohnen will (wenn man das nicht will, kann man sich bis Ende August bewerben). Wer im nächsten Jahr mit einem Studium beginnen möchte, kann sich bereits jetzt dafür bewerben.

Prof. Dr. Michael Kißkalt

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news-3217 Mon, 20 Jun 2022 22:18:01 +0200 Intensive Schnuppertage in Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3217&cHash=33e88061f5352e552dd2bbcab2371a53 Vom 13. bis zum 15. Juni fand das Schnupperstudium an der Theologischen Hochschule Elstal statt – nach zwei Jahren das erste Mal wieder präsentisch vor Ort. Manche „Schnuppis“ interessierten sich für die Studiengänge Evangelische Theologie sowie Diakonie und Sozialtheologie, andere für das das Orientierungsjahr nxtchapter. Drei Tage lang nahmen sie an Lehrveranstaltungen teil und beteiligten sich rege an den Diskussionen im Unterricht. Gemeinsam mit der Hochschulgemeinschaft feierten sie am Montagabend den jährlichen „Open-Air-Gottesdienst“, der dieses Jahr aufgrund des Wetters als „Indoor-Gottesdienst“ stattfand, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat, - mit toller Musik, schönen Anbetungsliedern und einer inspirierenden Predigt. Es gab vielfältige Möglichkeiten der Begegnung und des persönlichen Gesprächs: In den Unterrichtspausen, in der Studierendenkneipe, beim Volleyballspielen und beim gemeinsamen Ausklang des Tages an den Kommunikationsbänken lernten die Schnupperstudierenden das Campusleben und die Campusgemeinschaft kennen. Viele nahmen auch das Angebot der Beratungs- und Bewerbungsgespräche mit den Dozierenden der Hochschule wahr. In allem engagierten sich viele Studierende mit großer Begeisterung für ihre Hochschule. So sind wir für die intensiven Tage mit den „Schnuppis“ sehr dankbar und freuen uns über alle Bewerbungen für ein Studium in Elstal.

Studieninteressierte, die nicht am Schnupperstudium teilnehmen konnten, können einen individuellen Schnuppertag vereinbaren oder sich online beraten lassen – oder sich auch direkt hier für das Wintersemester 2022/23 bewerben: Bewerbung für ein Studium

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news-3221 Mon, 13 Jun 2022 15:00:00 +0200 Rückblick auf das Christival 2022 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3221&cHash=6aadda9619cea5e505d95df724afa27a Vom 25. bis zum 29. Mai fand das Christival 2022 in Erfurt statt. Unter dem Motto „Ich glaube. Wir feiern. Das Leben.“ versammelten sich etwa 13.000 Teilnehmende und Mitarbeitende, um an verschiedenen Workshops und Seminaren und gemeinsamen Gottesdiensten und Konzerten teilzunehmen, sich inspirieren zu lassen und gemeinsam Glauben zu leben.

Die Theologische Hochschule Elstal war gemeinsam mit dem GJW (Gemeindejugendwerk), EBM International, Dienste in Israel und dem Orientierungsjahr nxtchapter mit einem Stand in der Ausstellerhalle des Christivals vertreten. An dem Stand konnten junge Menschen Popcorn in selbstgebastelten Popcorntüten bekommen und Gespräche mit den Vertretern und Vertreterinnen der verschiedenen Bereiche führen. Teenager und junge Erwachsene informierten sich so über die vielfältigen Angebote und Möglichkeiten, ihre Zukunft zu gestalten. Die Ausstellerhalle des Christivals war zu den Öffnungszeiten durchgängig gut besucht und viele junge Menschen nutzten an unserem Gemeinschaftsstand die Möglichkeit, persönlich ins Gespräch zu kommen. So konnten ehemalige Freiwillige von ihrem Auslandsjahr oder Freiwilligendienst berichten und Studierende aus der Hochschule von ihren Erfahrungen im Studium an der Theologischen Hochschule Elstal. Wir blicken dankbar auf diese intensiven Tage und die Möglichkeit zu vielen persönlichen Begegnungen zurück und freuen uns, dass wir dabei sein konnten. Das nächste Christival wird 2028 stattfinden, Ort und Datum werden noch bekanntgegeben.

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news-3189 Wed, 18 May 2022 10:41:05 +0200 Das Täufertum und die Freikirchen. Das täuferische Erbe und seine Bedeutung für die Gegenwart https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3189&cHash=ea67963460ee615ae715630436200dee Tagung des Vereins für Freikirchenforschung und der Theologischen Hochschule Elstal (6. und 7. Mai 2022) Im Jahr 2025 jährt sich zum 500. Mal die erste Gläubigentaufe, die als Beginn des reformatorischen Täufertums und der mit ihm verbundenen täuferischen Kirchen (u.a. Mennoniten, Baptisten) gilt. Seit dem Jahr 2020 nähern sich VertreterInnen aus verschiedenen freikirchlichen und landeskirchlichen Gemeinden unter dem Motto „gewagt!“ dem Täufergedenken in Themenjahren an. Eine Tagung des Vereins für Freikirchenforschung und der Theologischen Hochschule Elstal widmete sich nun der Frage nach der Bedeutung des täuferischen Erbes für die heutige Zeit.

Der baptistische Pastor Jens Stangenberg (Bremen) hob in seinem Eröffnungsvortrag hervor, dass die Täufer des 16. Jahrhunderts durch ihre kritische Haltung zum Bestehenden charakterisiert waren. Bei allem kritischem Hinterfragen stellten sie jedoch stets die Versöhnung in den Mittelpunkt. Die Täufer, so Stangenberg weiter, lebten eine „Wir-Gestalt“ des Glaubens: lebensfördernd, friedensstiftend und das Miteinander der Menschen in den täuferischen Gemeinden stärkend. Keine zentrale institutionelle Instanz machte Vorgaben. Dies förderte die Mündigkeit und war, so Stangenberg, im positiven Sinne „Anarchie“.

Dass auch die „blind spots“ einer Vergangenheit zur Sprache kommen müssen, darauf wies die Historikerin Astrid von Schlachta (Hamburg/Weierhof) hin. Die Mennoniten, heutzutage eine überzeugte Friedenskirche, standen in der Vergangenheit nicht immer zu ihrem Friedenszeugnis. Häusliche Gewalt, Unterstützung des Krieges beziehungsweise der Dienst an der Waffe gehörten immer wieder und spätestens seit dem 19. Jahrhundert überwiegend zum mennonitischen Leben.

Dazu zählte auch systemische Gewalt, wie einige Fälle sexuellen Missbrauchs in der neueren Zeit ans Tageslicht gebracht haben. Joel Driedger (Karlsruhe) verdeutlichte dies am Fall des mennonitischen Theologen John Howard Yoder.

Online zugeschaltet waren zwei weitere mennonitische Fachreferenten: John D. Roth (Institute for the Study of Global Anabaptism) zeigte auf, wie das Täufertum in der Geschichtsschreibung rezipiert wurde (z.B. als sozialradikales Phänomen oder unter stärker theologischen Gesichtspunkten). Karl Koop (Canadian Mennonite University) sprach über Impulse aus dem Täufertum in neueren theologischen Diskussionen und nannte dafür u.a. neue Perspektiven auf die Themen Rassismus, Sexismus, Ökologie und Kolonialisierung.

Ein Beitrag von Studierenden der Theologischen Hochschule Elstal stellte sich in kurzen Statements der Frage, inwiefern junge Baptisten heute noch aktiv mit den Wurzeln in der Täuferbewegung verbunden sind und welche Impulse sie für besonders relevant erachten. Dass das täuferische Erbe auch für die Pfingstbewegung wichtige Anknüpfungspunkte bietet, verdeutlichte Bernhard Olpen (Erzhausen): Mit manchen Vorwürfen, die Martin Luther den Täufern machte, sah sich z.B. später auch die Pfingstbewegung konfrontiert.

In vier Kurzvorträgen und einer anschließenden Podiumsdiskussion rückten aktuelle freikirchliche Bünde und Neugründungen in den Mittelpunkt, die sich an den historischen Täufern orientieren. In Österreich und in Schweden etwa sind unterschiedliche Freikirchen in Bünden vereint, wovon Dorothee Marks und Reinhard Kummer berichteten. Das „Anabaptist Mennonite Network“ in Großbritannien wiederum versteht sich nicht als Institution, sondern als Netzwerk, erläuterte Joshua Searle. Im aktuellen Verlust der gesellschaftlichen Position der Christen sehen seine VertreterInnen die Chance, Kirche neu zu denken und „Ballast“ abzuwerfen. In Italien wiederum führten nach Raffaele Volpe historische Forschungen zur Gründung neuer täuferischer Gemeinden.

Ein letzter Programmpunkt der Tagung widmete sich der Aufarbeitung der täuferischen Geschichte von Verfolgung und Martyrium im ökumenischen Kontext. Andrea Strübind (Oldenburg) und Lothar Triebel (Bensheim) zeigten an den Dialogen, die zwischen verschiedenen lutherischen, katholischen und mennonitischen Verbänden abgehalten wurden, dass trotz aller Bereitschaft zum Gespräch und zum gegenseitigen Verständnis die Täufer immer noch die „Sonderrolle“ einnehmen. Es ist in den Augen der "großen" Kirchen keineswegs eine Selbstverständlichkeit, sie zum pluralen Spektrum der Reformation zu zählen. Uwe Swarat (Elstal) sprach den Umgang mit den Verurteilungen der Täufer in der „Confessio Augustana“ von 1530 an. Es bleibt abzuwarten, welche Debatten darüber in den Jahren bis 2030 entstehen werden.

Die Tagung in Elstal hat deutlich gemacht, wie präsent das täuferische Erbe im Bewusstsein heutiger Kirchen und Gesellschaften ist. Allerdings hat die Tagung auch gezeigt, wie interessegeleitet Geschichtsschreibung ist und dass Geschichte deshalb immer wieder neu geschrieben wird.

 

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news-3187 Mon, 16 May 2022 17:18:53 +0200 Bericht der Hochschule für den Bundesrat 2022 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3187&cHash=e7dff26865da94d3b5fa13850d7f7d1d Im Berichtsheft für den Bundesrat bietet die Theologische Hochschule Elstal in ihrem Bericht einen kleinen Überblick über die Ereignisse an der Theologischen Hochschule im vergangenen Jahr und interessante Informationen über die Vorgänge im Bereich Lehre und Forschung. 

Der gesamte Bericht steht allen Interessierten auch als Download zur Verfügung:

Berichtsheft Bundesrat 2022

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news-3183 Fri, 06 May 2022 14:57:08 +0200 Neu: "glauben, denken, handeln - der Podcast der Theologischen Hochschule Elstal" https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3183&cHash=6c16206966d9968453321d664d5a44be Der Podcast „glauben denken handeln“ ist ein neues Format an der Theologischen Hochschule Elstal, indem sich die Dozierenden und Studierenden gemeinsam auf theologische Suchbewegungen zu aktuellen Fragestellungen und relevanten Themen begeben. Am 25. April hat die Theologische Hochschule Elstal die erste Folge des neuen Podcast veröffentlicht. Prof. Dr. Ralf Dziewas und Prof. Dr. Oliver Pilnei unterhalten sich über das aktuelle Thema „Waffen oder Gebet – Krieg in der Ukraine“ und gehen dabei auf ihren persönlichen Umgang mit dem Thema Krieg und mögliche theologische Deutungen ein.

Mehr dazu und der Link zur Folge sind hier zu finden: glauben denken handeln – der Podcast der Theologischen Hochschule Elstal

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news-3178 Fri, 22 Apr 2022 15:35:50 +0200 Semestereröffnungsfeier und Studientag 2022 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3178&cHash=0db72f54dc485cc53069f98eddf521f4 Am 20. April 2022 wurde mit einem feierlichen Gottesdienst und dem Studientag zum Thema „Auf dem Weg zur globalen Nächstenliebe “ das Sommersemester an der Theologischen Hochschule Elstal eröffnet. Zu Gast waren Tabea Gutmann und Valere Schramm von Micha Deutschland e.V., um über das Thema „Gerechtigkeit und Nächstenliebe“ in der globalen Welt zu sprechen. Am Abend zuvor startete die Hochschulgemeinschaft bereits mit der internen Semestereröffnung und einem feierlichen Abendprogramm in das Sommersemester 2022. Im Semestereröffnungsgottesdienst predigte Prof. Dr. Dirk Sager zum Thema „Gerechtigkeit“ im Spiegel von Jesaja 32,17. Dabei machte er deutlich, dass Recht und Gerechtigkeit Themen sind, die in Anbetracht der Lage in der Welt, nicht aus dem Blick geraten dürfen. Der Gott der Bibel ist ein Herr des Rechts; Recht und Gerechtigkeit stellt er als positive Kräfte in den Mittelpunkt. Sie schwingen als eine Art „Zwischenton“ immer mit, entfalten sich aber erst nach und nach. Aus dieser Perspektive sei es klar, dass man manchmal nur Hoffen und Warten könnte. Abschließend unterstrich der Prediger, dass auch im persönlichen Handeln Raum für eine Zukunft in Recht und Gerechtigkeit geöffnet wird und ein Teil der Verantwortung im individuellen Handeln des Menschen liegt.

Im Anschluss wurde der neue Kontaktstudent Daniel Knoll mit seiner Frau Salome vorgestellt. Daniel Knoll ist bereits seit einigen Jahren Gemeindereferent in der EFG Weinstadt und absolviert jetzt zum Abschluss des dreijährigen Kontaktstudiums sein dreimonatiges Präsenzsemester in Elstal. Seine Frau wird als Gasthörerin einige Vorlesungen und Seminare an der Hochschule besuchen.

Nach einer gemeinsamen Kaffeepause startete der inhaltliche Teil des Studientags mit Tabea Gutmann und Valere Schramm von Micha Deutschland e. V.. Valere Schramm stellte die Entstehung der Initiative vor und führte in den Leitvers „Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was Gott von dir erwartet: Gerechtigkeit üben, Gemeinschaftssinn lieben und aufmerksam mitgehen mit deinem Gott“ (Micha 6,8) ein. Von einem ganzheitlichen Verständnis von Mission her müssen sich Christen und Kirche den aktuellen Herausforderungen stellen. Es braucht dringend eine Transformation der Verhältnisse auf der Welt, um einer Zukunft in Gerechtigkeit entgegenzuleben. Dabei müssen die christlichen Gemeinschaften ihre Stimme erheben und ihren Beitrag einbringen. Micha Deutschland sieht seinen Auftrag darin, Christen dazu zu mobilisieren, zu befähigen und zu vernetzen. Die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen spiegeln ein durchaus christliches Verständnis von globaler Gemeinschaft und Gerechtigkeit wider und sind rückhaltlos zu unterstützen.

Tabea Gutmann sprach über das Thema „Spiritualität und Klima“ und führte hier insbesondere aus, wie sich dieser Weg zur Klimagerechtigkeit hin spirituell ausdrücken könnte. Eine  ökologisch-spirituelle Umkehr ist überlebensnotwendig geworden.  Dabei müsse man jeglicher anthropozentrischen Haltung und Handlungsweise eine Spiritualität des gemeinsamen Lebens mit der Schöpfung entgegenstellen. Im Anschluss wurden die spannenden Denkanstöße engagiert diskutiert.

Wir danken Tabea Gutmann und Valere Schramm ganz herzlich für ihren Besuch und wünschen ihnen für ihre zukünftige Arbeit Gottes Segen!


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news-3162 Wed, 30 Mar 2022 11:09:01 +0200 Orte der Gegenwart Gottes https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3162&cHash=da608ce45c7428b3757e2f9a6299b546 Osterspenden für die Theologische Hochschule Elstal An der Theologischen Hochschule Elstal werden junge Menschen für den pastoralen und den diakonischen Dienst ausgebildet. Eine von ihnen ist Fiona Waddell. Sie berichtet von der besonderen Begleitung durch die Dozierenden an der Hochschule, das Miteinander auf dem Campus und von verschiedenen Begabungen. Zu Ostern bittet der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden traditionell um Spenden für die Hochschule. 

Das Studium in Elstal ist wissenschaftlich fundiert und auf die Gemeindearbeit zugeschnitten. „Es hat eine ganz neue Dimension in meinem Glauben eröffnet, weil ich jetzt die Bibel in einer neuen Tiefe verstehe“, berichtet Fiona Waddell. Dazu tragen die Dozierenden wesentlich bei. Sie sind „richtige Begleiter im Studium. Sie helfen bei Fragen, geben Tipps und fordern auch heraus.“

Dabei treffen die Dozierenden auf viele unterschiedliche Begabungen in der Studierendenschaft. „Es gibt eine große Vielfalt an Aufgaben in unseren Gemeinden, und dafür brauchen wir ganz unterschiedliche Menschen“ weiß auch Fiona – spätestens seit ihrem ehrenamtlichen Engagement als Jugendliche. Die 24-jährige Studentin kennt das Gemeindeleben von klein auf. Schon da hat sie gemerkt, wie viele Möglichkeiten es auch als Pastorin gibt, verschiedene Begabungen, Aktivitäten und Themen einzubringen. Einige hätten ihre Stärke in der Leitung und Gemeindeentwicklung, andere seien sehr kreativ unterwegs mit Kunst und Musik oder legten den Fokus auf Seelsorge und Beratung oder auf Interkulturalität. „Ich zum Beispiel bin sehr menschenorientiert, lebe von den Begegnungen und ich merke, wie Gott das verwendet.“

Diese Vielfalt prägt auch – trotz einiger Einschränkungen durch Corona in den letzten Monaten – das besondere Miteinander der über 60 Studierenden: „Das Gemeinschaftsleben auf dem Campus ist sehr stark, geht weit über das gemeinsame Lernen und Studieren hinaus – zum Beispiel durch gemeinsame Andachten und Gottesdienste.“

Alle Interessierten sind eingeladen, diese Gemeinschaft hautnah zu erleben: beim Schnupperstudium im Juni. Es bietet die Möglichkeit, sich persönlich ein Bild von der Theologischen Hochschule und dem Campus zu machen und sich umfangreich über die Studiengänge zu informieren. „Wir freuen uns über jede und jeden, die oder der sich dafür entscheidet, Gott und seinen Nächsten hauptamtlich in der Gemeinde zu dienen – so wie Fiona“, betont auch Generalsekretär Christoph Stiba.

Weiter lädt er dazu ein, die Arbeit der Theologischen Hochschule Elstal finanziell zu unterstützen: „Wie alle anderen Arbeiten des BEFG ist auch die Hochschule auf die Unterstützung durch Spenden und Kollekten angewiesen. Wir sind dankbar für jede Zuwendung zur Förderung dieser wichtigen Arbeit.“

 

Ein Artikel von Timo Neumann

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news-3161 Fri, 25 Mar 2022 18:20:25 +0100 Das Studium in Elstal kennenlernen https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3161&cHash=41a7f55a27da4fdf248df1e725734821 Herzliche Einladung zum Schnupperstudium 2022 Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserem Schnupperstudium 2022 ein! Vom 13. bis 15. Juni bieten wir die Möglichkeit, den Campus, die Dozierenden und Studierenden und das Studium an der Theologischen Hochschule Elstal kennenzulernen. Auch Studienberatungs- und Bewerbungsgespräche für unseren Bachelor- und Master-Studiengang Evangelische Theologie und unseren Master-Studiengang Diakonie und Sozialtheologie können in dieser Zeit vereinbart werden.

Hier geht es zum Einladungsvideo auf YouTube: Einladung zum Schnupperstudium 2022

Mehr Informationen zum Schnupperstudium und zur Anmeldung gibt es hier: Schnupperstudium 2022

Auch Bewerbungen für das Wintersemester 2022/23 sind bereits möglich: Bewerbung für ein Studium

Für interessierte Personen, die nicht am Schnupperstudium im Juni teilnehmen können, bieten wir auch die Möglichkeit, individuelle Schnuppertage zu vereinbaren.

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news-3160 Fri, 25 Mar 2022 18:11:39 +0100 "nxtchapter - Dein nächstes Kapitel schreibst Du selbst" https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3160&cHash=21098b166c07086e810f7eb6ec2f302d Das Orientierungsjahr "nxtchapter" geht an den Start

„Stell Dir vor, Du liest ein Buch. Du blätterst um – und da ist nichts. Weißes Papier. Leerer Raum. Wie geht die Geschichte weiter?“

nxtchapter ist ein Jahr, in dem der persönliche Glauben vertieft, Gemeinschaft gelebt und die eigenen Gaben entdeckt werden können. Ein Jahr, in dem Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden, verschiedenste Praktika ausprobieren können und das Theologiestudium kennenlernen.

Als gemeinsames Projekt verschiedener Dienstbereiche des Bundes startet nxtchapter dieses Jahr ganz neu – die Anmeldungen sind ab sofort möglich!

Weitere Informationen zum Orientierungsjahr nxtchapter gibt es auf dieser Seite: www.nxtchapter.de/

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news-3124 Tue, 08 Feb 2022 13:15:25 +0100 Das Täufertum und die Freikirchen: Das täuferische Erbe und seine Bedeutung für die Gegenwart https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3124&cHash=81bd8f34424a8481925402946cd5d710 Herzliche Einladung zur Tagung vom 7.-8. Mai 2022 im Bildungszentrum Elstal oder per Zoom „Radikal und relevant“ seien die Täufer, davon ist Pastor Jens Stangenberg (Bremen) überzeugt. Mit seinem Vortrag beginnt die Tagung, die vom Verein für Freikirchenforschung und der Theologischen Hochschule Elstal gemeinsam veranstaltet wird. 

Fast fünfhundert Jahre nach der Entstehung der ersten Täufergemeinden in der Reformation (1525–2025) fragen wir nach der Relevanz der täuferischen Tradition für die Gegenwart. Die Täufer übten radikale Kritik an den etablierten Kirchen ihrer Zeit. Das täuferische Prinzip der Gewaltlosigkeit stellte die herrschenden Verhältnisse in Frage. Von katholischen wie protestantischen Obrigkeiten wurden die Täufer als Irrlehrer und Aufrührer verfolgt.

Welche Impulse gehen von der Theologie und der Geschichte der Täuferbewegungen bis heute aus? Was bedeutet die historische Last der Täuferverfolgungen, was bedeuten die gegenseitigen Polemiken heute für das ökumenische Miteinander täuferischer und nicht-täuferischer Kirchen? Welche Bedeutung hat die Erinnerung an die Täufer für die Identität und die Arbeit evangelischer Freikirchen heute?

Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Österreich, Italien, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Kanada nehmen die Gegenwartsrelevanz der reformatorischen Täuferbewegung aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick.

Hier geht es zur Anmeldung:

Das Anmeldeformular kann hier heruntergeladen werden:
Anmeldung Tagung Freikirchen und ihr täuferisches Erbe
Die Anmeldung bitte per Mail an sekretariat(at)th-elstal.de senden.

Weitere Informationen zum Ablauf und Programm sind hier zu finden:
Flyer Tagung Freikirchen und ihr täuferisches Erbe

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news-3121 Thu, 03 Feb 2022 13:27:29 +0100 Delegation aus Elstal an Julius Köbners Grab in Berlin https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3121&cHash=12c52331768b7acfdd56e58143524a9f „Köbner war Evangelist und Gemeindegründer, gleichzeitig ein radikaler Kritiker der religiösen und politischen Verhältnisse seiner Zeit. Er forderte völlige Religionsfreiheit und eine konsequente Trennung von Staat und Kirche,“ sagt Rosa Djuric, Studentin im Masterstudium Evangelische Theologie. „Von Jugend an war Köbner mit der hebräischen Bibel gründlich vertraut, später lernte er Griechisch und vertiefte sich bis ins hohe Alter mit einer fast naiven Hingabe in die heiligen Texte. Andererseits vertrat er während der Revolution von 1848 mit forschem Ton ganz moderne demokratische Ideen,“ ergänzt ihre Kommilitonin Samja Nutzinger.

Julius Köbner starb am 2. Februar 1884 in Berlin, begraben wurde er auf dem Alten Luisenstädtischen Friedhof (AL 10a-10-27). In Dänemark als Sohn eines Rabbiners geboren, war der vielseitig begabte Autodidakt seit 1836 neben Johann Gerhard Oncken und Gottfried Wilhelm Lehmann eine der prägenden Persönlichkeiten der baptistischen Bewegung auf dem europäischen Kontinent. Sein Manifest des freien Urchristentums an das Frankfurter Paulskirchenparlament von 1848 ist ein bedeutendes Dokument zur Geschichte der Religionsfreiheit in Deutschland.

Der Ausflug zu Köbners Grab war der Abschluss eines Seminars zu Köbners Leben und Werk. Die Grabstätte ist bis heute erhalten, weil sie nach Ablauf der zwanzigjährigen Liegedauer immer wieder neu gekauft wurde. „Es wäre gut, wenn hier eine dauerhafte Lösung gefunden wird,“ meint Martin Rothkegel, der in Elstal Geschichte des Christentums unterrichtet. Die Gräber von Johann Gerhard Oncken in Hamburg und Gottfried Wilhelm Lehmann in Berlin (AL 09-09-07) sind seit vielen Jahrzenten Ehrengräber und dadurch auf Dauer geschützt.

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news-3110 Fri, 14 Jan 2022 10:20:34 +0100 Artikelserie zur „Rechenschaft vom Glauben“ https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3110&cHash=0d55168145be8dcf5e01f58d3fa1151a Im Gespräch über Glaubensfragen Die „Rechenschaft vom Glauben“ ist ein gemeinsames Glaubensbekenntnis der deutschsprachigen Baptisten. Der Theologische Ausschuss des BEFG-Präsidiums und das Kollegium der Theologischen Hochschule Elstal veröffentlichen 2022 in jeder Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ einen Artikel zu einem Abschnitt der „Rechenschaft vom Glauben“. Die Artikelserie erscheint auf der Internetseite des BEFG

Am Ende der Artikel stehen jeweils konkrete Fragen, die zum Gespräch oder zum eigenen Nachdenken anregen sollen. Deborah Storek, Dozentin für Altes Testament an der Theologischen Hochschule, ermutigt im Einleitungsartikel, „mit diesen Wegweisern und Appetithäppchen ausgerüstet“ ins Gespräch zu kommen und das baptistische Bekenntnis in Hauskreisen oder Bibelstunden zum Thema zu machen und „die mal steilen, mal sanften Berggipfel der Rechenschaft zu erkunden“. Da die Artikelreihe zur aktiven Auseinandersetzung führen soll, gibt es auch ein Online-Forum unter jedem Artikel.

Hier gibt es eine Übersicht zur Artikelserie mit Erscheinungsdatum der einzelnen Artikel. 

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news-3109 Mon, 10 Jan 2022 14:42:00 +0100 Einkehrtag 2022 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3109&cHash=a2e016d53c59a756b4d1f220161119cd Die Vorlesungszeit im neuen Jahr startete am 5. Januar 2022 mit einem Einkehrtag – dieses Jahr in einem etwas anderen Format. An dem Jahresanfangsgottesdienst konnte die Campusgemeinschaft vor Ort und über den Live-Stream teilnehmen, die Predigt wurde gehalten von Daniel Mohr, Leiter der Akademie Elstal. Im Anschluss hatten die Studierenden und Dozierenden der Theologischen Hochschule Elstal vielfältige Möglichkeiten, bewusst und kreativ in das neue Jahr zu starten. Die Angebote des Einkehrtages wurden von Studierenden aus der Übung Katechetik und der Übung Spiritualität und Prof. Dr. Andrea Klimt gestaltet. Ein Gebetsspaziergang, in dem alle fünf Sinne aktiviert wurden, eine angeleitete Kontemplationsübung und Gedanken zur Jahreslosung – der Einkehrtag 2022 konnte sehr individuell gestaltet werden.Ein besonderes Dankeschön geht an die Studierenden, die die Angebote ausgearbeitet haben.

Wir wünschen allen ein gesegnetes neues Jahr!

Hier geht es zur Andacht zur Jahreslosung 2022 von Prof. Dr. Michael Kißkalt: Jahreslosung 2022

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news-3097 Fri, 26 Nov 2021 10:00:00 +0100 Übergabe der Bachelor-Zeugnisse https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3097&cHash=177b8f286e7f962abf1cab5ef8190f4c Am vergangenen Mittwoch, dem 24.11.2021, wurden vier Studierenden der Theologischen Hochschule Elstal ihre Bachelor-Zeugnisse überreicht. Die Übergabe fand im Rahmen der Campusandacht statt und konnte, durch das Hybrid-Format, auch aus der Ferne verfolgt werden.

Nach der Verkündigung von Prof. Dr. Ralf Dziewas wurden die Studierenden von Prof. Dr. Carsten Claußen einzeln nach vorne gebeten und bekamen, unter großem Applaus, ihre Zeugnisse überreicht. Die Studierenden besuchen bereits Kurse des Masterstudienganges an der Theologischen Hochschule Elstal.

Wir freuen uns mit den Absolvierenden des Bachelorstudiengangs und wünschen Ihnen für ihr weiteres Studium alles Gute, Kraft, Mut und ganz viel Segen!

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news-3096 Wed, 03 Nov 2021 11:58:00 +0100 Wechsel in der Studienleitung https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3096&cHash=49cc2dace28cd9297b73359b049232bf In der Studienleitung der Theologischen Hochschule Elstal gab es einen Studienleiterwechsel. Seit Anfang Oktober 2021 ist Prof. Dr. Carsten Claußen nun als Studienleiter tätig. Eingeführt in sein neues Amt wurde er im Rahmen der Campusandacht vom 20.10.2021. Zudem wurde Prof. Dr. Dirk Sager für seine Arbeit und sein Engagement in seiner Zeit als Studienleiter gedankt. Seit Oktober 2018 gehörte es zu Sagers Aufgaben als Studienleiter, Beratungsgespräche mit Studierenden zu führen und Planungen und Organisation für diverse Abläufe in der Hochschule zu übernehmen. Prof. Dr. Dirk Sager wird auch weiterhin einzelne Bereiche der Studienleitung übernehmen. Die individuelle Studienberatung mit den Studierenden der Hochschule liegt von nun an im Verantwortungsbereich von Prof. Dr. Carsten Claußen. Die Theologische Hochschule wünscht ihm Gottes Segen, Freude, Kraft und Gelassenheit beim Ausfüllen dieses Amtes.

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news-3074 Thu, 28 Oct 2021 09:00:00 +0200 Prof. Dr. Oliver Pilnei ist neuer Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3074&cHash=450cb837b3093ef5b8a247410eefa3f7 Seit dem 1. August 2021 ist Prof. Dr. Oliver Pilnei als neuer Dozent für das Fach Praktische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal. Nun wurde er zu Beginn des Wintersemesters nochmals offiziell von Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschule und dem Präsidenten des BEFGs begrüßt und mit einem akademischen Festakt am 18.10.2021 in seinen Dienst an der Hochschule eingeführt.

Oliver Pilnei, der nach pastoralem Dienst in Braunschweig und Promotion in Tübingen zuletzt Leiter der Akademie Elstal war, wurde im Rahmen des Festaktes von  Prof. Dr. Michael Kißkalt, dem Rektor der Theologischen Hochschule Elstal, der anwesenden Hochschulgemeinschaft vorgestellt und die Urkunde zur Ernennung zum Professor überreicht. Oliver Pilnei wird im Fach Praktische Theologie zukünftig den Schwerpunkt seiner Forschung und Lehre auf den Bereich der Predigtlehre und auf das Feld der Kirchentheorie, der Gemeindeleitung und Gemeindeentwicklung legen. Gemeinsam mit seiner Kollegin, Andrea Klimt, widmet er sich auch dem Thema „Spiritualität und Worship“ und der Pastoraltheologie.

Im Anschluss an die offizielle Ernennung sprach Prof. Dr. Andrea Klimt im Namen des Kollegiums über das wechselseitige Vertrauen, dass in diesem Dienstbeginn zum Ausdruck komme, und auch die  Studierendensprecherin Johanna Panter hieß den neuen Dozenten im Namen der Studierendenschaft herzlich an der Hochschule willkommen. Michael Noss, der Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden brachte anschließend als Vertreter des Hochschulträgers seine Freude über die Berufung von Oliver Pilnei zum Ausdruck. Er ermutigte ihn, neue Ideen und Ansätze in die Lehre an der Hochschule einfließen zu lassen. Dann wurde Oliver Pilnei vom Rektor, dem Präsidenten und der Studierendensprecherin für seinen zukünftigen Dienst gesegnet.

Auch beim abschließenden Sektempfang und in den weiteren Feiern des Tages wurde deutlich, dass sich Kollegium wie Studierendenschaft an der Theologischen Hochschule Elstal darauf freuen, gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Pilnei das Lehren und Lernen an der Hochschule zu gestalten, und dass alle dankbar sind, ihn als neuen Professor begrüßen zu können.

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news-3073 Wed, 27 Oct 2021 17:15:06 +0200 Symposion 2021: „Für alles offen? – Gemeinschaft auf dem Prüfstand. Gegenwartstauglichkeit und Zukunftsfähigkeit des freikirchlichen Gemeindemodells“ https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3073&cHash=db976dc89af15374542897410ab7d882 Das diesjährige Symposion der Theologischen Hochschule Elstal und der Gesellschaft für Freikirchliche Theologie und Publizistik stand unter dem Titel „Für alles offen? – Gemeinschaft auf dem Prüfstand. Gegenwartstauglichkeit und Zukunftsfähigkeit des freikirchlichen Gemeindemodells“. Es fand vom 22. bis zum 24. Oktober präsentisch in den Räumlichkeiten der Hochschule statt. Die Vorträge und Diskussionen konnten aber auch online von Teilnehmenden miterlebt werden. So konnten trotz der Coronasituation mehr als 70 Personen an der Tagung teilnehmen.

Am Freitagsabend startete das Symposion mit einem Vortrag von Prof. Dr. Dr. Günter Thomas zum Thema „Kirche und Corona – Gemeinde als Gemeinschaft der Anwesenden“. Thomas bestimmte Kirche nicht als „Projekt der Kirche“, sondern als „Projekt Gottes“. Er führte eine Gegenwartsanalyse vor, die auch die „Verletzlichkeiten“ durch Corona behandelte, und warb für eine Gemeinde, die den „geistlich Bummelnden und den geistlich Rasenden gleichermaßen einen Raum zur Entfaltung gibt“.

Die Beiträge am Samstag wurden von Prof. Dr. Ralf Dziewas eröffnet, der bei seinem Vortrag „Horch, was kommt von draußen rein“ die Irritation gemeindlicher Kommunikation durch übergemeindliche Bewegungen darstellte. Dziewas erläuterte, wie sich das frühere Hauptcharakteristikum freikirchlicher Identität, die Unterscheidung von „Drinnen und Draußen“, im Laufe der Freikirchengeschichte zunächst relativierte und warum es in der Gegenwart nicht mehr zur Identitätswahrung funktioniert.

Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel referierte zum Thema „Strukturen einer unsichtbaren Kirche“ und schilderte am Beispiel der Schweizer Brüder eine Strömung des Täufertums des 16. und 17. Jahrhunderts, die sich als Untergrundkirche über ganz Europa vernetzte.

Prof. Dr. Andrea Strübind, die als baptistische Kirchenhistorikerin an der Carl von Ossietzky-Universität in Oldenburg lehrt, referierte anschließend zum Thema der Ruferbewegung als spirituelle und innovative Erneuerungsbewegung im freikirchlichen Kontext. Dabei wurde deutlich, wie herausfordernd und bereichernd diese Bewegung für den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) war.

Am Nachmittag ging es mit Prof. Dr. Thorsten Dietz dann um die Frage der „Geistlichen Gemeindeaufbrüche als Weichenstellung für die Zukunft“, wobei auf pointierte Weise die Vielfalt der aktuellen postevangelikalen Theologie und ihrer Diskurse deutlich wurde.  Außerdem wurden Studierende der Theologischen Hochschule Elstal zu ihren Wünschen und Vorstellungen von Gemeindeleben und Gemeindearbeit interviewt – ein Gespräch, das dann im Kreis aller Beteiligten fortgesetzt wurde.

Unter dem Titel „Zwei Marken unter einem Dach“ erläuterte Christoph Stiba als Generalsekretär des BEFG das Verhältnis zwischen Baptistengemeinden und Christusforum im BEFG und Diethard Dahms das rechtliche Verhältnis von Bund und Ortsgemeinden. Der Samstagabend wurde abgeschlossen mit einer Podiumsdiskussion aller Referierenden über die Zukunftsfähigkeit des freikirchlichen Gemeindemodells.

Der in Oxford lehrende Professor Paul Fiddes bereicherte das Symposion am Sonntagmorgen online und entfaltete eine zugleich baptistische als auch ökumenische Vision der Gemeinschaft, in der er sowohl die Abendmahlsgemeinschaft der Ortsgemeinden als auch die übergemeindlichen Strukturen eines Gemeindebundes in der Trinität Gottes begründet sah. Das Symposium endete mit einem Vortrag von Prof. Dr. Sandra Bils, die über „liquid church“ referierte und darstellte, wie die Kirche auch in den Stürmen der heutigen Zeit bestehen könne. Sie forderte die Hörenden auf, ihr Vertrauen nicht nur auf „Stabilität und Starrheit“ zu setzen, sondern ermutigte sie zu einem „Vertrauen auf Gott im Sturm“ und zum Einsatz moderner Methoden der Gemeindeentwicklung.

Die Tagungstage starteten und endeten jeweils mit kurzen Andachten. Während der Mahlzeiten und Kaffeepausen gab es zudem Zeiten für den persönlichen Austausch. Studierende der Theologischen Hochschule Elstal konnten durch eine Förderung der Gerhard-Claas-Stiftung kostenfrei an dem Symposion teilnehmen. Ein Student berichtet: „Ich nehme innovative Ideen für die Gestaltung des Gemeindelebens mit. Das Symposion hat mich motiviert, Gemeinde heute neu zu denken.“

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news-3071 Thu, 21 Oct 2021 09:09:55 +0200 Semestereröffnungsfeier und Begrüßung der neuen Studierenden und Mitarbeiter https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=3071&cHash=63968dc599c5254814f9c85e16e093c4 Das Wintersemester 2021/2022 wurde am Montag, den 18.10.2021 mit einem feierlichen Programm eröffnet. Im Rahmen des Eröffnungsgottesdienstes wurden die neuen Studierenden und Jörg Hartlieb, der neue Lehrbeauftragte für Griechisch, begrüßt und gesegnet. Mit einem akademischen Festakt und anschließendem Sektempfang wurde Prof. Dr. Oliver Pilnei in sein Amt als neuer Professor für Praktische Theologie eingeführt und an der Hochschule willkommen geheißen.

Christoph Stiba, Generalsekretär des BEFGs, predigte im Eröffnungsgottesdienst über die Verse aus 1. Timotheus 1, 12-17. Er ermutigte insbesondere die neuen Studierenden, die Zeit des Studiums zu nutzen, um Fragen zu stellen und neue Standpunkte zu entdecken. Dabei solle das Fundament jeglicher Gemeindearbeit nicht vergessen werden: Gottes unergründliche Liebe zu allen Menschen. Mit dieser Liebe könne Gemeinde ein Ort der Hoffnung in dieser Welt sein. Stiba legte den Studierenden nahe, das Studium als Vorbereitung für die Aufgaben der persönlichen Berufung zu sehen und in die eigenen Gaben und Fähigkeiten zu investieren und diese auszubilden. Er erinnerte die Zuhörenden an die Größe und Barmherzigkeit Gottes und ermunterte dazu, mit und durch die eigene Menschlichkeit ein Vorbild zu sein – wie es auch an Paulus gesehen werden könne.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein akademischer Festakt zur Einführung von Prof. Dr. Oliver Pilnei als Professor für Praktische Theologie statt. Nach der Überreichung der Ernennungsurkunde durch Prof. Dr. Michael Kißkalt, Rektor der Theologischen Hochschule Elstal, wurde Oliver Pilnei mit Grußworten aus dem Kollegium, der Studierendenschaft und vom Präsidenten des Bundes Evangelisch- Freikirchlicher Gemeinden Michael Noss herzlich in seinem neuen Dienst willkommen geheißen.

Die Semestereröffnungsfeier setze sich bei einem gemeinsamen Abendessen in der Mensa fort. Die Theologische Hochschule Elstal ist dankbar, nach langer Zeit auch wieder Gemeinschaft mit persönlichen Begegnungen vor Ort gestalten und leben zu können - natürlich unter Beachtung der aktuellen Hygienemaßnahmen. So starteten bereits auch erste Vorlesungen in Präsenz. Wir wünschen allen neuen Studierenden und neuen Mitarbeitenden einen guten Start und freuen uns auf das Lehren und Lernen und Glauben leben im Wintersemester 2021/2022.


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