Theologische Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de Die Nachrichten der Theologische Hochschule Elstal de-de Theologische Hochschule Elstal Thu, 01 Oct 2020 01:55:30 +0200 Thu, 01 Oct 2020 01:55:30 +0200 TYPO3 EXT:news news-2800 Mon, 28 Sep 2020 12:08:14 +0200 Der Stura während der Corona-Pandemie – Der Studierendenrat funktioniert weiter https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2800&cHash=e385b751d34722e0ec4fb301492b746d Jedes Jahr werden Vertreterinnen und Vertreter aus der Studierendenschaft der Theologischen Hochschule Elstal in den Studierendenrat, kurz „Stura“, gewählt. Die diesjährigen Stura-Mitglieder sind im Rahmen ihres Dienstes vor bisher unbekannte, neue Herausforderungen gestellt.

Allgemein arbeitet der Stura in verschiedenen Bereichen der Hochschulorganisation mit und vertritt im Senat die Studierendenschaft. Die Stura-Mitglieder haben jeweils einen Schwerpunktbereich. Dazu zählen: Die Studierendenversammlungsleitung, das Amt der Repräsentation, Organisation und Inneres, Andachten, Studienfragen und das Amt des Studierendensprechers bzw. der Studierendensprecherin. Zudem gibt es seit dem Jahr 2017 für den Master Diakonie eine gesonderte Vertretung.

Durch die Corona-Pandemie konnten Versammlungen nur noch online stattfinden. Die gesamte Stura-Organisation lief deshalb digital ab. Die regelmäßigen Treffen, der Austausch und Planungen fanden dennoch in vollem Umfang statt. Es wurden neue kreative Wege gefunden, Gemeinschaft in den digitalen Alltag zu integrieren, die Anliegen der Studierendenschaft aufzunehmen und sich für die Hochschule einzusetzen.

Der Studierendensprecher Jonathan Kedaj reflektiert diese besondere Zeit: „Wie auch die Gemeinden mussten wir als Studierendenschaft lernen, wie Studieren und Gemeinschaft auf Distanz aussehen kann. Es ist eine spannende Zeit, zusammen Neues auszuprobieren und mit der Hochschulleitung Lösungen für den Studienalltag zu finden."

Die Hochschule ist sehr dankbar für all das Engagement und die Ideen, die durch den Stura eingebracht werden.

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news-2797 Thu, 24 Sep 2020 13:52:35 +0200 Prof. Dr. Ralf Dziewas: Videos für die Online-Werkstatt „Gemeindearbeit mit Älteren – weiter denken“ https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2797&cHash=c60e64b83ee552523d5b479c967881a2 Mit gerontologischem Basiswissen Schwerpunkte für die Gemeindearbeit der Zukunft setzen Für die Online-Werkstatt „Gemeindearbeit mit Älteren – weiter denken“ hat Prof. Dr. Ralf Dziewas zwei Videos zur Verfügung gestellt, die eine Einführung in das Thema geben und die Grundlage des Austauschs der Online-Werkstatt des Forums Älterwerdens der Akademie Elstal am 2. Oktober von 17.30 bis 19.30 Uhr darstellen.Die Videos können aber auch so für am Thema Interessierte hilfreich sein.

Gemeindearbeit der Zukunft kann die reichhaltigen Ressourcen der vielen Älteren nutzen und hat zugleich die Aufgabe, die Älteren teilhaben zu lassen und sie bei nachlassenden Kräften zu unterstützen. Dafür ist es notwendig, Veränderungsprozesse wahrzunehmen und Kenntnisse zu erwerben über das, was sich körperlich, psychisch und sozial mit dem Älterwerden verändert. Darauf eingestellt zu sein, hilft für die Gestaltung der Gemeindearbeit mit Älteren – für heute und für morgen.

Der Werkstatttag lädt ein, mit dem erworbenen Wissen und eigenen Erfahrungen aus der Gemeindearbeit Ideen für den Umsetzungsprozess unter professioneller Beratung zusammenzustellen und zu fokussieren.

Informationen zur Anmeldung können hier gefunden werden: Online-Werkstatt „Gemeindearbeit mit Älteren – weiter denken.“

 


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news-2796 Thu, 24 Sep 2020 11:56:54 +0200 Fortbildung im Anfangsdienst – Gemeinde mit Kindern und Jugendlichen gestalten https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2796&cHash=77a77118cb96762370c9c34445a2d3ea Die Fortbildung im Anfangsdienst (FiA) in der vergangenen Woche beschäftigte sich mit der Frage, wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde gestaltet und verändert werden kann. Vom 14. bis zum 18. September führte die Akademie Elstal wieder eine Fortbildung im Anfangsdienst durch, an der elf Pastorinnen und Pastoren und eine Diakonin teilnahmen. Sie stand unter der Überschrift  „Gemeinde mit Kindern und Jugendlichen gestalten“ und hat sich unter anderem um die Themen „Entwicklung und Leitung von ansprechender Jugendarbeit“ und  „Veränderungen von Gemeinde in Richtung (sozialer) online Medien“ gedreht.

Dank des guten Wetters konnten die morgendlichen Andachten draußen stattfinden. So konnten alle mit gemeinsamem Lobpreis in den Tag starten, was zu Zeiten von COVID-19 nicht selbstverständlich ist.

Jonas Schilke, Jugendpastor in Hannover, präsentierte seine Erfahrungen und Erkenntnisse: Was bedeutet es, eine Jugendarbeit von Null auf zu starten? Wie können ehrenamtliche Mitarbeitende der Generationen Y und Z gewonnen und gefördert werden? Außerdem wurden praktische Wege und Tipps zur Leitung von Jugendarbeit und -events vorgestellt und potenzielle Spannungsfelder behandelt.

Dr. Karsten Kopjar, Social Media-Koordinator der Evangelischen Kirche aus Erfurt, hat über den Umgang der Kirche mit sozialen Medien referiert. Es wurde die gegenwärtige mediale Realität von Kirche im Allgemeinen und auch die von Jugendlichen im Speziellen beleuchtet. Kopjar hat durch mehrere Umfragen unter den Teilnehmenden die Erfahrungen der Gruppe erschlossen und hinterfragt sowie dazu ermutigt, dasselbe auch mit dem Umgang von sozialen Medien in der eigenen Gemeinde zu tun. Besonders bei denen durch COVID-19 größtenteils schlagartig erzwungenen Veränderungen gab es hier konstruktive Tipps zur Etablierung eines hybriden Formates zwischen Online- und Offline-Kirche.

Dr. Anika Loose, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bochum, hat Theorien und Methoden der Kindertheologie vorgestellt und Beispiele gegeben, wie mit Kindern zusammen theologisiert werden kann. Zusammen mit den Teilnehmenden wurden verschiede Arten der Erzählung von Bibelgeschichten in Verbindung mit der adressierten Altersgruppe ausprobiert. Von Erzählkarten mit Einzelsymbolen, über Plakate mit einzelnen Szenen von Bibelgeschichten, bis hin zu Kinderbibeln mit verschiedenen Schwerpunkten auf Bildern, Erzählungen oder Darstellungen gab es eine Vielzahl von verschiedenen Methoden, bei denen alle Teilnehmenden ihren persönlichen Zugang finden konnten.

Am Freitag wurde die Gruppe von Jason Querner, GJW-Referent für die Arbeit mit Kindern, in die „Kirche kunterbunt“ „entführt“: Der Ablauf dieses kreativen Angebots für Familien wurde beim Basteln, Malen und Miteinanderreden ganz handfest erlebbar. „Die Kirche kunterbunt will ich möglichst bald ausprobieren, damit Familien gerade in dieser Zeit wieder in die Gemeinde kommen können“, sagte ein Teilnehmer.

Abgeschlossen wurde diese Fortbildung im Anfangsdienst mit einem gemeinsamen Gottesdienst, bei dem Oliver Pilnei die Kolleginnen und Kollegen in seiner Predigt ermutigte, an die Grenzen zu gehen und den Menschen Gottes heilsame Liebe nahe zu bringen.

Ein Artikel nach einem Bericht von Lisa-Marie Lilja, Studentin an der Theologischen Hochschule Elstal.

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news-2780 Thu, 10 Sep 2020 12:00:07 +0200 Dogmatik im Dialog. Festschrift für Uwe Swarat zum 65. Geburtstag https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2779&cHash=4cd1965e722726df37b96340b0c576dd Christlicher Glaube ist von seinem Wesen her dialogisch strukturiert. Um diese Einsicht, ihre Voraussetzungen und Konsequenzen für die unterschiedlichen Disziplinen der Theologie sowie für ökumenische Verständigungsprozesse kreisen die in diesem Band versammelten Beiträge. Dabei spannt sich ein weiter Bogen, angefangen bei dialogischen Grundformen theologischer Rede in der Bibel bis hin zum strukturierten Dialog über fundamental-theologische Fragen auf ökumenischer Ebene. Die Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Konfessionen ehren damit zugleich, anlässlich seines 65. Geburtstags, den baptistischen Theologen und Ökumeniker Uwe Swarat. news-2773 Fri, 04 Sep 2020 11:23:00 +0200 Das Verhältnis von Christentum und Judentum https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2773&cHash=841d68b80f9d1ec141ae06f7bcd2c0d7 Die Überarbeitung der „Rechenschaft vom Glauben“, dem grundlegenden baptistischen Bekenntnistext, ist das Resultat einer Entwicklung, die sich im Schuldbekenntnis 1984 erstmals zeigte. Wie sich für den BEFG das Verhältnis von Juden und Christen geschichtlich entwickelt hat und was das theologisch bedeutet, beschreibt ein Fachbeitrag.

Welche Haltung nimmt der deutschsprachige Baptismus zum Judentum ein? Dieser Frage widmen sich Dr. Carsten Claußen und Dr. Dirk Sager, beide Professoren an der Theologischen Hochschule Elstal des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. (BEFG), in einem gemeinsamen Beitrag. Er beleuchtet die jüngsten kirchlichen Entscheidungen im Licht der Entwicklungen seit 1945. Nach dem zweiten Weltkrieg, so die Autoren, gab es keine „Theologie nach Auschwitz“ im Deutschen Baptismus. „Eine Aufarbeitung und kritische Infragestellung der Lehre von der Verwerfung Israels … hat in den ersten Jahrzehnten nach 1945 nicht stattgefunden“. Geändert hat sich das erst im Laufe der 70er und 80er Jahre. „Wie baptistische Prediger und Predigerinnen über das Judentum dachten und predigten und was Gemeindeglieder dazu glaubten ist bis heute praktisch unerforscht“, unmissverständlich haben sich erst das Schuldbekenntnis von 1984 und die Handreichung zur Verhältnisbestimmung von Christen und Juden von 1997 gegen traditionelle Spielarten gewendet und jede Ersatztheologie abgelehnt. Die Revision der „Rechenschaft vom Glauben“, beschlossen auf dem Bundesrat des BEFG 2019, hat diese Entwicklung konsequent weiterverfolgt. Der Text wurde im „Fachkreis Christen und Juden“ des BEFG in Zusammenarbeit mit dem Kollegium der Hochschule erarbeitet. Der betreffende Abschnitt in der „RvG“ befasst sich mit der Beziehung zwischen Christen und Israel beziehungsweise zum Judentum. Insbesondere wird jedes Auftreten einer Substitutionstheologie nun deutlich abgelehnt. Die gemeinsamen Wurzeln und die Teilhabe der christlichen Kirche an den zuerst an das Volk Israel ergangenen Verheißungen werden ebenso wie die Bedeutung des Christusgeschehens differenziert gewürdigt. Schließlich machen die Autoren deutlich, dass die theologischen Überlegungen zu diesem Thema nicht abgeschlossen sind, sondern weiter bedacht werden müssen.

Carsten Claußen/Dirk Sager: Das Verhältnis von Christentum und Judentum – Eine Änderung in der „Rechenschaft vom Glauben“ erläutert. Der Aufsatz ist im Theologischen Gespräch 3/2020 erschienen und kann hier erworben werden.

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news-2747 Thu, 30 Jul 2020 11:09:59 +0200 Nachruf für Klaus Fuhrmann https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2747&cHash=6c16df9e3e16c9614625eaf2786e6b01 Wir trauern um unseren ehemaligen Kollegen Pastor Klaus Fuhrmann, der am 21. Juli verstorben ist. Von 1965 bis 1995 wirkte er als Direktor am Theologischen Seminar in Buckow und als Dozent für Praktische Theologie in Buckow und Hamburg. Dankbar blicken wir auf sein großes und kompetentes Engagement in jenen bewegten Zeiten zurück. 

Sein Nachruf kann hier als PDF heruntergeladen werden:
Nachruf für Klaus Fuhrmann

 

 

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news-2745 Fri, 24 Jul 2020 10:35:09 +0200 Aussendungsfeier der Absolvierenden 2020 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2745&cHash=0e09495d56e80cbdbfd3401c294ff4da Die diesjährige Aussendungsfeier der Absolvierenden der Theologischen Hochschule Elstal fand am Samstag, den 18.07.2020, in einem anderen Setting als gewohnt statt: Mit Abstand, viel frischer Luft und bei herrlichem Wetter feierten wir den Aussendungsgottesdienst auf der Wiese neben der Hochschule. Trotz der Corona-Einschränkungen konnten so die insgesamt 13 Absolvierenden in einem feierlichen Rahmen von der Hochschulgemeinschaft gesegnet und in ihre zukünftigen Dienstbereiche ausgesendet werden.

Die Aussendungsfeier bestand aus einer bunten Mischung aus Vortragsliedern, Reden, Grußworten und Segensgebeten. Prof. Dr. Michael Kißkalt leitete durch die Feier und überreichte den einzelnen Absolvierenden ein Buchgeschenk des Fördervereins sowie das frisch erschiene Themenheft „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung“. Pastor Michael Noss, Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, richtete persönliche Worte an die Absolvierenden und ermutigte sie, offen für Gottes Weg und Wirken zu sein und sich stets als zu den Menschen Gesandte zu verstehen. Die Predigt hielt Prof. Dr. Volker Spangenberg über die Bibelstelle 1. Petrus 3, 9: Er erinnerte daran, wie wichtig die Einheit untereinander sei und es darum den Willen brauche, sich in andere hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Wir alle haben Gottes Segen als Erbe empfangen – der Segen Gottes ist die Kraft zum Wachstum nach innen und nach außen, er ist eine Zusage an uns und eine Zusage, die wir anderen zusprechen dürfen: Dazu sind wir berufen.

Genau das wurde in dem festlichen Gottesdienst dann auch reichlich getan. Nicht nur die Absolventinnen und Absolventen wurden gesegnet; die Studierenden sprachen den Dozierenden und Mitarbeitenden der Theologischen Hochschule ein großes Dankeschön für die vergangenen Jahre aus und segneten sie ebenfalls mit einem Gebet. Neben vielen berührenden Momenten sorgten die Reden des Abschlussjahrganges und der Studierendenschaft auch für manche Heiterkeit. Der Absolvent Benjamin Nutzinger berichtete in seiner Rede, wie Gott ihn durch das Studium getragen habe und wie unter den Studierenden Leben geteilt und Glaube gelebt würden. Der Studierendensprecher Jonathan Kedaj erzählte von seiner ersten Begegnung mit dem jetzigen Abschlusssemester und blickte dankbar auf die gemeinsamen Jahre zurück. Das alles wurde gerahmt von einer kleinen Musik- und Gesangsgruppe von Studierenden, die mit ihren Liedern und Musikstücken schöne Akzente setzten.

Dank der guten Arbeit der Techniker konnte die Feier live übertragen werden, so dass Familienangehörige und Freunde sowie die Studierenden, denen es nicht möglich war, vor Ort zu sein, dabei sein konnten. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde weiter gefeiert: Dank des guten Wetters konnte draußen gemeinsam gegessen werden und das erste Mal seit langer Zeit haben wir nicht nur digital Gemeinschaft gelebt, sondern „richtig echt“. In der Hochschulgemeinschaft wurde spürbar, was Prof. Dr. Spangenberg in seiner Predigt mit einem Zitat von Theophil Askani ausdrückte: „Jeder von uns ist ein besonderer Gedanke Gottes, wir sollten das einander spüren lassen.“

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news-2738 Mon, 06 Jul 2020 12:15:33 +0200 Spiritualität und Worship / Kinder und Jugend / Theologie Flex https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2738&cHash=0ee631e1e4b128c2cb5cf5ce1d2e93d7 Neue Spezialmodule im Bachelorstudiengang Evangelische Theologie Ab dem Wintersemester 2020/21 gibt es wichtige Neuerungen im Bachelor-Studiengang der TH Elstal:

Wir wünschen uns, dass unsere Theologie-Studierenden ihre individuellen Talente, Interessen und Leidenschaften noch mehr in ihr Studium integrieren können und wollen sie darin fördern. Dies wird jetzt durch die Wahlmöglichkeit von drei verschiedenen Spezialmodulen ermöglicht. Bereits ab dem zweiten Semester kann so ein eigener Schwerpunkt im Studium gesetzt werden – ganz gleich ob Lobpreis, Musik und Spiritualität, die Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder eine Leidenschaft für bestimmte theologische Fächer: Unseren Studierenden wird so ein größerer Raum an individuellen Wahlmöglichkeiten geboten!

In den Spezialmodulen „Spiritualität und Worship“ liegt der Fokus auf praktischen und theoretischen Inhalten, wie der Geschichte von Anbetung und Spiritualität und deren theologische Bezüge, das Mitwirken in einer Lobpreisband und die theologische Reflexion verschiedener Erfahrungen. Du bist interessiert an Lobpreis, Anbetung und den verschiedenen Formen von Spiritualität? Dann erfahr mehr hier: BA-Spezialmodule „Spiritualität und Worship“.

Die Spezialmodule „Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ bieten Studierenden, die sich für die gemeindliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen interessieren, eine besondere Option: In Zusammenarbeit mit dem Gemeindejugendwerk (GJW) des BEFG haben wir eine Kooperation zur Ausbildung von Kinder- und Jugendreferenten eingerichtet. Studierende der Theologischen Hochschule Elstal können im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Evangelische Theologie eine Zusatzqualifikation zur Kinder- und Jugendreferent(in) erwerben. Du arbeitest gern mit Kindern und Jugendlichen und möchtest während deines Theologie-Bachelors diese Zusatzqualifikation erwerben? Dann erfahr mehr hier: BA-Spezialmodule „Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“.

Die Spezialmodule „Theologie Flex“ geben Studierenden eine große Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen theologischen Fächern: Ob Neues oder Altes Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie oder Veranstaltungen aus dem Bereich Mission und Diakonie oder Praktische Theologie – die Auswahl ist groß. Die Spezialmodule bieten zudem Raum für den vertieften Erwerb der biblischen Sprachen bis zum Hebraicum oder Graecum. Du liebst es, in theologischen Büchern zu stöbern und komplexen theologischen Fragestellungen nachzugehen und möchtest dabei Deine eigenen Schwerpunkte setzen können? Dann erfahre mehr hier: BA-Spezialmodul „Theologie Flex“.

In allen unseren Spezialmodulen gibt es zudem spezielle Studienbegleitungen. Die behandelten Inhalte können so individuell abgestimmt und intensiv ausgewertet werden.

Durch die Corona-Pandemie hat sich auch die Bewerbungsfrist für ein Studium an der TH Elstal etwas geändert und wir haben unsere Deadline nach hinten geschoben: Bis zum 31. August nehmen wir noch Bewerbungen an! Da die Zahl der freien Zimmer und Wohnungen auf dem Campus allerdings begrenzt ist empfiehlt sich dennoch eine zeitnahe Bewerbung. Du kannst Dich jetzt hier bewerben: Bewerbung für ein Studium

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news-2723 Mon, 22 Jun 2020 11:30:44 +0200 Online-Schnupperwoche an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2723&cHash=54ee99e01b68e4bf023866e12c6a560a Vom 15. bis 19. Juni fand das Schnupperstudium an der Theologischen Hochschule Elstal statt. Dieses Jahr konnten Studieninteressierte eine ganze Woche lang am Hochschulgeschehen teilhaben. Doch wie genau können Schnupperstudierende in der aktuellen Situation mit in das Hochschulleben hineingenommen werden - auch wenn sie nicht vor Ort sind? Die Antwort lautet: Online.

So konnten sich Interessierte in der letzten Woche aus ganz Deutschland bequem von zuhause aus einen Eindruck vom Hochschul- und Campusleben machen, indem sie an Online-Lehrveranstaltungen teilnahmen und in digitalen Gesprächsrunden mit den Dozierenden und Mitarbeitenden wie auch den Studierenden ihre Fragen loswerden konnten. Für einen persönlichen Austausch wurden digitale Pausenräume geschaffen, in denen Studierende und am Studium Interessierte die Zeit nutzten, sich gegenseitig ein wenig kennenzulernen. In einer speziell für das Schnupperstudium erstellten Campusführung nahmen Studierende des ersten Jahrgangs die Schnupperstudierenden mit in das Campusleben hinein.

Auch dieses Jahr durfte der Open-Air-Gottesdienst als Teil des Schnupperstudiums nicht fehlen und so wurde der Gottesdienst, der unter dem Thema „Called to be courageous“ stand, live über den YouTube-Kanal der TH Elstal gestreamt.

Im Hinblick auf die außergewöhnliche Situation, das Hochschul- und Campusleben online vorzustellen, freuen wir uns als Hochschule über die positiven Rückmeldungen, die uns zur Online-Schnupperwoche erreicht haben: Schnupperstudierende erzählten, wie dankbar sie über die Möglichkeit waren, online an Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen und auch digital die lebendige Atmosphäre mitzuerleben, die auf dem Campus herrscht. Vor allem die Möglichkeit der persönlichen Gespräche in den Pausenräumen, die digitale Campusführung und die Betreuung während der Schnupperwoche begeisterten die Teilnehmenden, sodass sie dankbar auf die Woche zurückschauen.

Wir sind gespannt, wen wir zum nächsten Semesterbeginn an der Hochschule begrüßen können!

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news-2720 Tue, 09 Jun 2020 12:05:14 +0200 Fasten- und Gebetswoche an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2720&cHash=1835e2071b523611c14e16aaa242c699 Vom 25. Mai bis zum 5. Juni 2020 haben sich Studierende, Dozierende und Mitarbeitende der Theologischen Hochschule Elstal dreimal täglich zu gemeinsamen Gebets-, Bibellese- und Lobpreiszeiten versammelt. Diese beiden Fasten- und Gebetswochen wurden von Studierenden initiiert. Ziel war es, sich bewusst Zeit zu nehmen, um gemeinsam im Gebet und im Lobpreis vor Gott zu kommen und für Anliegen der Hochschule und der Welt zu beten. In den Morgenstunden wurde gemeinsam das Buch Daniel gelesen, in der Mittagspause gab es für ungefähr zehn Minuten Raum zum Innehalten, für einen kurzen geistlichen Impuls und Gebet.

In der ersten Woche abends lag der Schwerpunkt auf Lobpreis und Anbetung, in der zweiten Woche abends wurde zu bestimmten Themen der Hochschule zusammen gebetet. Die verschiedenen Angebote liefen alle online – so konnte von verschiedenen Orten aus teilgenommen werden, und es entstand trotz der räumlichen Distanz eine Gemeinschaft unter den Mitarbeitenden und den Studierenden der TH Elstal.

Der Rückblick auf die vergangenen zwei Wochen und das Feedback zeigen, wie kreativ und intensiv solch eine Gebetszeit auch im Online-Format sein kann. Die bewussten Unterbrechungen im Alltag dienten der Besinnung und Ausrichtung auf Gott. Und das allgemeine Fazit war: „Es hat einfach nur gutgetan.“ Die Gebetswoche hat zentrale Anliegen der Hochschulgemeinschaft zum Leuchten gebracht: miteinander leben, lernen und Glauben teilen. Dies war besonders wertvoll, da durch die Corona-Pandemie die Veranstaltungen, in denen wir normalerweise Gemeinschaft erleben, größtenteils weggefallen sind.

Ein großes Dankeschön gebührt dem Engagement und den vielen Vorbereitungen der Studierenden. Wir sind dankbar für das, was in diesen zwei Wochen bei jedem Einzelnen bewegt wurde und hoffen darauf, die nächste Gebetswoche mit persönlichen Begegnungen in den Räumen der Hochschule durchführen zu können.

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news-2717 Mon, 08 Jun 2020 11:12:41 +0200 Neuerscheinung: Handreichung zur Taufe https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2717&cHash=4c30cad7caa33107a61736dd03f4ce93 Wie sieht die baptistische Taufpraxis aus? Im fünften Band der Edition BEFG gibt das Kollegium der TH Elstal eine Orientierung zum Thema Taufe. Aus dem Vorwort: Diese Handreichung gemeinsam zu erarbeiten, hat uns als Kollegium der Theologischen Hochschule Elstal große Freude gemacht. In unseren Gesprächen und Diskussionen zu den verschiedenen Aspekten der Taufpraxis haben wir, nicht überraschend, wahrgenommen, dass sich in der Taufe die Tiefe und Weite unseres Glaubens widerspiegelt. Grundzüge einer baptistischen Tauftheologie werden auf den ersten Seiten dargestellt. Das eigentliche Anliegen ist allerdings die Praxis der Taufe in den evangelisch-freikirchlichen Gemeinden.
Die Themen reichen hier vom Aufruf zur Taufe über die Begleitung und Vorbereitung derjenigen, die sich taufen lassen wollen, den Taufgottesdienst bis zur Begleitung nach der Taufe.

Das Kollegium der Theologischen Hochschule Elstal:
Carsten Claußen, Ralf Dziewas, Michael Kißkalt, Andrea Klimt, Martin Rothkegel, Dirk Sager, Volker Spangenberg, Uwe Swarat

Die Handreichung zum Thema Taufe kann hier bestellt werden: https://shop.oncken.de/artikel-auf-der-startseite/taufe-eine-handreichung-fur-die-gemeindepraxis.html

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news-2713 Wed, 27 May 2020 12:28:40 +0200 Ausschreibung Gastprofessur oder Dozentur für Altes Testament (50%) https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2713&cHash=2016f309f0d62b01948c14ff9bbd37e5 An der Theologischen Hochschule Elstal ist zum 1. Oktober 2020 eine Gastprofessur oder Dozentur für Altes Testament mit 50% auf drei Jahre befristet zu besetzen. Informationen zum Bewerbungsverfahren und Anforderungen an den oder die Stelleninhaber/in können aus der vollständigen Stellenausschreibung entnommen werden:
Stellenausschreibung Gastprofessur Altes Testament

Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2020.

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen werden per E-Mail an sekretariat@th-elstal.de gesendet.

Wir freuen uns auf alle Bewerbungen!

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news-2694 Mon, 27 Apr 2020 09:40:35 +0200 Beginn der Vorlesungszeit im Online-Format https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2694&cHash=081aa9898328104a4624ec3346a7a2c6 Die TH Elstal startet das Sommersemester 2020 mit Lehrveranstaltungen im Online-Format. Das Sommersemester wurde letzten Montag, am 20. April 2020, gestartet. Nicht in Präsenz- sondern in Online-Lehrveranstaltungen versammeln sich seither Studierende und Dozierende, um weiterhin Theologie und Diakonie zu studieren. Dies ist für uns alle eine neue Form des Lernens und des Lehrens – eine Herausforderung, die wir gemeinsam zu meistern versuchen. Wir sind dankbar für die Medien, die uns zur Verfügung stehen und die Geduld und Kooperation von allen Seiten.

Über unsere Social-Media-Kanäle kommunizieren wir viel miteinander und fühlen uns so, trotz der räumlichen Distanz, auf eine bestimmte Art verbunden. Nicht nur die Lehrveranstaltungen, sondern auch die Hochschulgremiensitzungen und die Studierendenversammlungen, laufen online. Über sechs Wochen war die Bibliothek geschlossen, ist nun aber glücklicherweise wieder, unter strengen Regeln, zugänglich. Zudem sorgt das Social-Media-Team der TH Elstal, mit Unterstützung der Studierenden und Mitarbeitenden, dafür, dass auch unsere Lobpreisandachten und geistlichen Impulse weiterhin, zum Teil per Live-Stream auf Instagram, stattfinden können. Dennoch wünschen wir uns sehr, dass wir bald wieder die Lehrsäle unserer Hochschule nutzen dürfen und die Räume, die uns gegeben sind, mit Leben füllen können.

Die ersten Rückmeldung sind dennoch ermutigend: Die meisten Vorlesungen und Seminare können wie geplant durchgeführt werden, die Form des Online-Studiums ist für viele neu, aber keine schlechte Erfahrung. So auch ein erstes Feedback unseres Rektors, Prof. Dr. Michael Kißkalt: „Bei aller Mühe bin ich dankbar, dass wir doch die meisten Veranstaltungen des Sommersemesters durchführen können und dass sich alle Betroffenen so kooperativ und kreativ an den neuen Formen des Lehrens und Lernens beteiligen. Ich hoffe, dass sich die neuen digitalen Pfade, die wir uns schaffen mussten, als ein langfristig wirkender Impuls für die Hochschulentwicklung auswirken.“

Auch weiterhin werden wir alle Entwicklungen zur aktuellen Situation verfolgen und im Gebet darüber bleiben.

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news-2664 Mon, 30 Mar 2020 11:22:36 +0200 Bericht der Hochschule für den Bundesrat 2020 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2664&cHash=c10d0bc8bfd53157172be68d22914b4e Im Berichtsheft für den Bundesrat bietet die Theologische Hochschule Elstal in ihrem Bericht einen kleinen Überblick über die Ereignisse an der Theologischen Hochschule im vergangenen Jahr und interessante Informationen über die Vorgänge im Bereich Lehre und Forschung. 

Der gesamte Bericht steht allen Interessierten jetzt auch als Download zur Verfügung:
Berichtsheft Bundesrat 2020

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news-2657 Wed, 18 Mar 2020 15:21:46 +0100 Aktuelles zur Corona-Pandemie https://www.th-elstal.de/hochschule/hintergrundinformationen/corona/#c24028 Theologische Hochschule Elstal verschiebt Semesterstart auf 20.04.2020 news-2634 Tue, 03 Mar 2020 11:45:07 +0100 Willow-Creek Leitungskongress in Karlsruhe https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2634&cHash=8354dc7c87d7b58f1578126d62dae1b3 Gemeinsam mit dem GJW (Gemeindejugendwerk) und der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie durfte die Theologische Hochschule Elstal den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden auf dem Willow-Creek Leitungskongress in Karlsruhe vertreten.

An dem Gemeinschaftsstand konnten die Kongressbesucher in ihren Pausen Informationen zu den verschiedenen Bereichen des Bundes bekommen, Inspiration sammeln und Mitarbeitende kennenlernen. Zudem wurden im Lounge-Bereich des Standes bei einer Tasse Kaffee viele Gespräche geführt und neue Bekanntschaften geschlossen. Die Theologische Hochschule Elstal wurde vertreten durch die Studierenden Jonathan Kedaj (Studierendensprecher) und Johanna Panter (Repräsentationsbeauftragte) sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dana Weiner und Michael Kißkalt, dem Rektor der TH Elstal. Besonders spannend waren Gespräche zum Theologiestudium oder zu Fragen, was Baptisten im kirchlichen Spektrum besonders auszeichnet und was sie zur Mission oder zu gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen können.

Das Programm des Kongresses war sehr reichhaltig: Themen wie der richtige Umgang mit Macht (Prof. Dr. Michael Herbst), warum die Schönheit Gottes wichtig ist (Johannes Hartl) und wie Sexismus überwunden werden kann (Danielle Strickland) sind nur einige Beispiele dafür. Auf ihre je eigene Art gaben die Referenten wichtige Impulse für die Entwicklung von Kirche und Gemeinde.

Leider musste der Willow-Creek Leitungskongress vorzeitig beendet werden. Informationen dazu können auf der offiziellen Seite des Kongresses gefunden werden. Wir sind dennoch dankbar für die Zeit, die wir in Karlsruhe hatten, für die Vielfalt, die Begegnungen und all die guten Impulse!

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news-2596 Tue, 07 Jan 2020 15:52:41 +0100 Einkehrtag am 06.01.2020 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2596&cHash=45942027f9a27f58e1b93a9e5051ff7f Die Theologische Hochschule Elstal startete am 6. Januar mit einem Einkehrtag in das Jahr 2020, zu dem Dr. Heinrich Christian Rust als Gastreferent eingeladen war. Nachdem die Hochschulgemeinschaft mit einem „Meet and Greet“ bei Kaffee und Kuchen in den Tag startete, war danach in einem gottesdienstlichen Teil Zeit, Gott im Lobpreis oder im Gebet zu begegnen.

 In seinem Impulsreferat „Theologie und Spiritualität“ sprach Heiner Rust über die Frage, wie unsere Gottesbeziehung mit unserer Ratio, unserem Verstand zusammenkommt. Dabei sei die Gottesgemeinschaft und die Gotterkenntnis zentral. Theologie sei ein dynamisches „geistliches Geschehen“, das man mit dem ganzen Menschsein studiere.    

Bezüglich der Praxis gelebter Spiritualität sprach der ehemalige Pastor der Braunschweiger Friedenskirche über das Beziehungsdreieck von Gottes-, Selbst- und Schöpfungserkenntnis. Weil Gott aus seinem liebenden Wesen heraus initiativ auf uns Menschen zugehe, können wir Menschen darauf reagieren (Spiritualität). Gottes Geist befähige uns dazu, mit Gott eins zu werden, da Gott in uns Menschen lebe und wir Menschen in Gott. Die Frage sei also nicht „Was kann der Mensch tun, damit Gott wirkt?“, sondern „Was tut Gottes Geist?“.

Um die Spiritualität zu leben, gibt es verschiedene geistliche „Übungen“. So sprach Heiner Rust über die Vergebung, das Gebet, das Abendmahl, das eigene Leben als Hingabe an Gott, die Gemeinschaft, die Stille und das Lesen der Bibel.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen beging die Hochschulgemeinschaft den zweiten Teil des Einkehrtages. Dr. Heinrich Christian Rust referierte hierbei über die missionale Spiritualität als ganzheitliche Nachfolge. Ausgehend von der Liebe Gottes, die über uns alle ausgegossen wird und von den unterschiedlichen Orten, an denen wir Gottes Reich erleben, können wir uns die Frage stellen „Wo will Gott mich gebrauchen?“. Dabei betonte Rust, dass Berufung nicht nur geistliche Ämter und Positionen, sondern auch das alltägliche Leben miteinbeziehe, wie z.B. die Mutter, die in der Erziehung ihrer Kinder ihre Berufung gefunden habe. Der Pastor beschrieb die verschiedenen Bereiche, in die Gott uns hineinsendet, wie z.B. Politik, Familie, Bewahrung der Schöpfung und des Friedens in der Gesellschaft: „In all diesen Bereichen braucht Gott Menschen, die in der Realität des Reiches Gottes leben.“ Die Kirche habe darin eine steuernde Funktion inne.

Abschließend sprach Heiner Rust über die verschiedenen Geistesgaben und ermutigte die Hochschulgemeinschaft, Gott immer wieder neu um diese zu bitten und darum, die Gaben zu erkennen. Das Wichtigste in der Gemeinde sei aber, die Menschen aus Gottes Liebe heraus zu lieben, denn alle seien mit Barmherzigkeit und Gnade gekrönt.

Der Abschluss des Einkehrtages bestand in einem zweiten gottesdienstlichen Teil, in dem u.a. die Möglichkeit genutzt wurde, sich gegenseitig zu segnen und füreinander zu beten.

 

(Ein Bericht von Dorothee Marks)

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news-2589 Wed, 11 Dec 2019 20:03:17 +0100 Jährliches Adventskonzert der TH Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2589&cHash=06e06c76fb8a20109976aeef348862a7 Am gestrigen Dienstagabend hat an der Theologischen Hochschule Elstal das alljährliche Adventskonzert stattgefunden. Zu diesem Anlass haben Studierende, Mitarbeitende und BewohnerInnen des Campus schöne und besinnliche Beiträge zunächst eingeübt und dann gestern Abend präsentiert. Erstmalig gab es eine Kinderbetreuung als besonderes Angebot für Familien mit Kindern, weshalb auch diese vertreten waren.

Das bunte Programm, welches aus einer Vielzahl musikalischer Beiträge, gemeinsamem Singen von Advents- und Weihnachtsliedern und einigen Gedanken zur Adventszeit bestand, wurde auch dieses Jahr wieder von Prof. Dr. Uwe Swarat moderiert. Von klassischen Klavier- und Streicherstücken über mehrsprachige Liedbeiträge bis hin zu selbstgeschriebenen Klavier-, Gesangs- und Bandstücken war für alle BesucherInnen etwas dabei.

Das musikalische Können der Studierenden wurde unter anderem in einer internationalen Version des Liedes "Gloria in excelsis deo" in den Sprachen Französisch, Spanisch, Koreanisch, Englisch, Deutsch sowie auch ein wenig Latein und einer vierstimmigen Version des Liedes "Oh holy night" demonstriert.

Prof. Dr. Andrea Klimt hat den Abend in einer kleinen Andacht passender Weise unter das Thema "Advent" gestellt und erläutert, um was es in der Adventszeit konkret geht: Jeder Mensch entscheidet für sich selbst, ob man sich Jesus öffnet, denn die Tür des Herzens muss jeder Mensch selbst von innen öffnen.

Bei dem gemeinsamen Weihnachtssingen haben die Campusgemeinschaft und ihre Gäste einige Weihnachtsklassiker in sowohl deutscher als auch englischer Sprache gesungen und unter Anleitung von Prof. Dr. Carsten Claußen sogar ein eher unbekanntes Lied, "In the bleak midwinter" (Bläst der Wind im Winter), gelernt.

Im Anschluss an das Adventskonzert waren alle BesucherInnen dazu eingeladen, den Abend bei einem Glas Punsch und Weihnachtsleckereien in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.

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news-2583 Fri, 06 Dec 2019 15:02:51 +0100 Adventskonvent an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2583&cHash=c1850b5eb867b9fea3d1edeed1887b83 Der diesjährige Adventskonvent der Pastoren und Pastorinnen, sowie Diakone und Diakoninnen aus dem Landesverband Berlin-Brandenburg, fand am 4. Dezember 2019 zu dem Thema der Jahreslosung 2020 statt: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24)

Die gemeinsame Zeit wurde begonnen mit einer Campusandacht und einer Verkündigung von Prof. Dr. Volker Spangenberg zu Lukas 17,6: „Herr, stärke uns den Glauben!“ Bei anschließendem Kaffee und weihnachtlichem Gebäck gab es Raum für Begegnung und Austausch, bevor es inhaltlich weiter um das Thema der Jahreslosung 2020 ging. Prof. Dr. Ralf Dziewas und Prof. Dr. Andrea Klimt beleuchteten hierfür unterschiedliche Herangehensweisen für die Aufarbeitung der Jahreslosung im gemeindlichen Kontext. Ralf Dziewas legte seinen Schwerpunkt auf die exegetische Erarbeitung des Verses, während Andrea Klimt die gemeindepädagogischen Impulse der Losung aufführte.

„Ungläubig glauben“ – Markus 9, 24 als ein Vers, der voller subjektiver und objektiver Spannung steckt und auch religionspädagogisch von Bedeutung ist: Denn das Aushalten von Spannung ist wichtig für die persönliche Entwicklung. Nach den Vorträgen war Zeit für eine persönliche Reaktion und Rückmeldungen auf das Gehörte, was auch bei dem gemeinsamen Mittagessen noch vertieft werden konnte.

Die Theologische Hochschule Elstal hat sich über jeden gefreut, der die Einladung wahrnehmen konnte und an diejenigen gedacht, die aus verschiedenen Gründen nicht anwesend sein konnten. Wir sind dankbar für all die Begegnungen, den Austausch und die gemeinsame Zeit.

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news-2576 Tue, 03 Dec 2019 20:46:30 +0100 Das VEF-Treffen der Studierenden an der TH Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2576&cHash=7cbc3c63792f176d476cb079228d6297 Am vergangenen Wochenende, dem 28.11.-30.11.2019, hat an der Theologischen Hochschule Elstal das Studierendentreffen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) stattgefunden. Zu diesem jährlich stattfindenden Treffen versammelten sich Studierende freikirchlicher Bildungsstätten aus ganz Deutschland auf dem Campus der TH Elstal, der diesjährigen Gastgeber-Hochschule. Zu den teilnehmenden Hoch- und Bibelschulen gehörten die TH Reutlingen, die TH Ewersbach, die TH Friedensau, das TS Erzhausen, das ETS Kniebis, die BTA Wiedenest und natürlich auch die TH Elstal.

Eröffnet wurde das gemeinsame Wochenende mit einem selbstgekochten Buffet, bei dem es Zeit für das gegenseitige Kennenlernen und erste Gespräche gab. Während des VEF-Treffens konnten sich die Studierenden in Vorlesungen und Workshops mit relevanten Themen für die Freikirche im Allgemeinen, aber auch speziellen Fragen, wie zum Beispiel der Kirche im 21. Jahrhundert, beschäftigen. Die konkreten Themen der Vorlesungen waren "Freikirche im Wertewandel - Warum streiten gut tut" (Ralf Dziewas) und "Glossolalie" (Michael Kißkalt). Hier wurde Hintergrundwissen über die einzelnen Themenfelder erlangt, welches für die berufliche Praxis der Studierenden in der Zukunft relevant sein wird. In den Workshops "Baptismus" (Michael Gruber) und "Kirche der Zukunft" ( Kirche 21) gab es die Möglichkeit zum themenzentrierten Austausch, bei dem die Teilnehmenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ausrichtungen der einzelnen Bildungsstätten kennenlernen und über diese ins Gespräch kommen konnten. Neben diesen offiziellen Programmpunkten gab es am Freitagabend auch die Zeit für gemeinsame Anbetung und Gebet im Rahmen eines von den Studierenden geplanten Gottesdienstes. Zu einem entspannten Ausklingen des Abends lud die TH Elstal anschließend in die hauseigenen „Kneipe“ ein, wo es weitere Möglichkeiten zum Austausch gab.

Das offizielle Ende des gemeinsamen Wochenendes wurde mit einem Vortrag des BEFG-Generalsekretärs und VEF-Präsidenten, Christoph Stiba, eingeläutet. Nachdem die Zuhörer und Zuhörerinnen die VEF und ihre Hintergründe besser kennengelernt hatten, wurden im darauffolgenden Austausch Fragen und Probleme diesbezüglich thematisiert. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen konnten alle Beteiligten das Wochenende noch einmal Revue passieren lassen. Es waren sich alle einig: Die letzten Tage waren ein sehr gelungenes und lehrreiches Wochenende, was von den Teilnehmenden mit guten Erinnerungen und Gedankenanstößen mit in die Heimat und die jeweiligen Bildungsstätten genommen wird.

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news-2541 Mon, 11 Nov 2019 14:09:56 +0100 500 Jahre Täuferbewegung 1525-2025 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2541&cHash=421abbfa50291f4471733078ca089119 Studientag im Erfurter Augustinerkloster zum Auftakt des Täufer-Gedenkens „Die Täufer lebten radikale Jesus-Nachfolge. Das waren mutige Frauen und Männer, die nach der Bergpredigt leben wollten. Dafür nahmen sie Verfolgung in Kauf. Unsere Gemeinden haben die Glaubenstaufe und andere Grundsätze mit den Täufern gemeinsam. Aber was mich an den Täufern besonders fasziniert, ist die Art und Weise, wie sie alle Bereiche des Lebens an Jesus als Vorbild ausrichten wollten.“

So fasst Hassan Benjamin Nutzinger, Student an der Theologischen Hochschule Elstal, Eindrücke zusammen, die er aus Erfurt mitbrachte. Zu dem Studientag „Nonkonformisten, Märtyrer, Visionäre“ am 29.10.2019 waren über 70 Frauen und Männer aus ganz Deutschland angereist – mehr, als die Organisatorinnen erwartet hatten. Die meisten Teilnehmenden kamen aus Gemeinden, die direkt oder indirekt mit der täuferischen Tradition verbunden sind: Mennoniten, Baptisten und Adventisten. Veranstalter war der Verein „500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.“, dem Vertreter mennonitischer Gemeinden und des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden angehören.

Über die Geschichte der Täufer sprach in Erfurt die baptistische Kirchenhistorikerin Andrea Strübind (Oldenburg).  Eine Gruppe von Theologen, Handwerkern und Studenten ließ sich am 21. Januar 1525 in Zürich auf das Bekenntnis des Glaubens taufen. Vorangegangen war ein Zerwürfnis mit dem Reformator Ulrich Zwingli über die Kindertaufe. Zwingli, Luther und die reformatorischen Staatskirchen hielten wie die katholische Kirche daran fest, dass alle Neugeborenen getauft werden müssen.

Die Kindertaufe wurde durch staatlichen Zwang durchgesetzt. Seit ihren ersten Anfängen wurden die Täufer von evangelischen und katholischen Obrigkeiten blutig verfolgt. Zwischen 1525 und 1626 wurden tausende Männer und Frauen wegen des Verbrechens der „Wiedertaufe“ verbrannt, ertränkt oder enthauptet. Dennoch breiteten sich täuferische Gemeinden in den meisten Regionen des deutschen und niederländischen Sprachraums aus.

Einige täuferische Gruppen, die Schweizer Brüder, die Mennoniten, die Hutterer und die Amischen, konnten sich bis zur Gegenwart behaupten. Täuferische Grundsätze übernahmen auch die Baptisten, deren erste Gemeinde 1609 unter englischen Glaubensflüchtlingen in Amsterdam entstand. Täufer und Baptisten vertraten seit ihren Anfängen den Grundsatz der Religionsfreiheit.

Den zweiten Hauptvortrag hielt der reformierte Theologe Marco Hofheinz (Hannover). Er stellte mit dem Mennoniten John H. Yoder (1927-1997), dem Baptisten James W. McClendon (1924-2000) und dem Methodisten Stanley  (geb. 1940) drei Theologen vor, die das Friedenszeugnis der Täufer weitergedacht und auf die heutige Situation bezogen haben.

Nicht nur durch den Ort, das ehemalige Augustinerkloster, in das der junge Martin Luther 1505 eintrat, stand der Studientag unter einem ökumenischen Vorzeichen. Das Erbe der Täufer, die die ersten staatsunabhängigen evangelischen Gemeinden der deutschen Geschichte bildeten, hat für Christen aller Konfessionen Bedeutung. Dies wurde in einer abschließende Podiumsdiskussion deutlich, an der auch die katholische Theologin Dorothea Sattler (Münster) teilnahm.  Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) förderte die Veranstaltung finanziell. Materialien und Informationen zu weiteren Aktivitäten findet man im Internet unter: www.taeuferbewegung2025.de.

 

(Ein Artikel von Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel - erschienen in "DIE GEMEINDE")

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news-2539 Thu, 07 Nov 2019 11:39:02 +0100 100 Jahre Weimarer Reichsverfassung https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2539&cHash=a1b40b30c3f9ed73a2b5287e8b649c8a Symposium zum Verhältnis von Staat und Kirche Darf der Staat einer kirchlichen Institution vorschreiben, eine Mitarbeiterin ohne Kirchenmitgliedschaft einzustellen? Und wie weit reicht das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen? Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmenden am 25. und 26. Oktober bei einem Symposium.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Weimarer Reichsverfassung luden die Theologische Hochschule Elstal und die Evangelisch-Freikirchliche Akademie Elstal ein, baptistische Perspektiven auf das Verhältnis von Staat und Kirche zu zu sichten und zu diskutieren. Dabei wurde nicht nur gezeigt, wie die damaligen Kirchenartikel der Weimarer Verfassung zustande kamen, sondern auch an einem aktuellen Beispiel verdeutlicht, dass das Verhältnis von Staat und Kirche in der Bundesrepublik Deutschland weiterentwickelt werden muss.

Die Weimarer Reichverfassung stellte eine große Zäsur da: Als demokratische Verfassung gewährleistete sie nicht nur die Gewaltenteilung, die Volkssouveränität und Grundrechte wie die Gleichstellung von Frauen, sondern auch die Trennung von Staat und Kirche. Die Kirchenartikel der Weimarer Reichsverfassung haben Eingang in das deutsche Grundgesetz gefunden und sind nach wie vor gültig. Sie ermöglichen Religionsgemeinschaften, als Körperschaften des öffentlichen Rechts gewisse Sonderrechte auszuüben. Das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen erlaubt es ihnen zum Beispiel, dass für sogenannte verkündigungsnahe Aufgaben in kirchlichen Einrichtungen ausschließlich Personen eingestellt werden, die Mitglied einer bestimmten christlichen Kirche sind.

„In Deutschland haben wir weder eine Staatskirche noch eine völlige Trennung von Staat und Kirche. Vielmehr entspricht das Verhältnis einer wohlwollenden Neutralität des Staates gegenüber den in ihm tätigen Religionsgemeinschaften“, so Dr. Jacob Joussen, Professor für bürgerliches Recht sowie deutsches und europäisches Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Bochum. An einem exemplarischen Fall verdeutlichte er ein verstärktes staatliches Engagement in Religionsfragen. Frau E. hatte sich bei einem kirchlichen Werk beworben und wurde abgelehnt. Sie klagte dagegen. Nach mehreren gerichtliche Instanzen erhielt sie 2018 Recht. Die Tätigkeit sei nicht verkündigungsnah und erfordere somit keine Kirchenmitgliedschaft. Einerseits hat in diesem Fall ein staatliches Gericht in das kirchliche Selbstbestimmungsrecht eingegriffen, andererseits fand eine Abwägung des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts mit dem Diskriminierungsrecht statt.

„In unserer pluralistischer gewordenen Gesellschaft sind die alten Regelungen des Staats-Kirchen-Rechts einfach nicht mehr zukunftsfähig“, so Prof. Dr. Ralf Dziewas von Theologischen Hochschule Elstal: „Die Mehrheit der Bevölkerung stellt die staatliche Förderung des kirchlichen Lebens mehr und mehr in Frage und der Islam kennt keine den Kirchen vergleichbaren Institutionen. Deshalb müssen in vielen Bereichen neue Konzepte für das Miteinander von Staat, Kirchen, Freikirchen und Religionsgemeinschaften entwickelt werden."

Dr. Erich Geldbach, emeritierter Professor für Ökumene und Konfessionskunde an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bochum, stellte die Geschichte der Weimarer Reichsverfassung vor und formulierte ebenfalls Anfragen an das deutsche Modell. Dr. Immanuel Baumann stellte in seinem Beitrag detailliert vor, welche Bedeutung die mit der Weimarer Reichsverfassung eingeführte Trennung von Kirche und Staat für die Freikirchen hatte und wie diese auf der einen Seite die neuen Möglichkeiten der Körperschaftsrechte ergriffen, andererseits aber dennoch in einer deutlichen Distanz zum demokratischen Staat verblieben.

Prof. Dr. Uwe Swarat entwickelte in einem großen historisch-theologischen Überblick eine Typologie verschiedener Möglichkeiten zur Bestimmung des Verhältnisses von Kirche und weltlicher Macht. Die Grundtypen sind das Staatskirchentum, die Theokratie und die Trennung von Kirche und Staat. Letztere wurde in Luthers Zwei-Reiche-Lehre theologisch konzipiert und von Täufern und Baptisten schon früh in die Praxis umgesetzt. Die Baptisten unterscheiden sich von den Täufern darin, dass die Täufer politisches Engagement für unchristlich erklärten, die Baptisten dagegen sich auch in weltlichen Bereichen engagierten.

Dr. Oliver Pilnei, der Leiter der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal, stellte baptistische Thesen zum Verhältnis von Staat und Kirche vor, die im Anschluss mit Angelica Dinger, Theologin und Leiterin des Arbeitskreises Christinnen und Christen in der SPD, Jürgen Klute von der Partei DIE LINKE und Clemens Breest von den Grünen diskutiert wurden. Eine These beschreibt beispielsweise die Grenzen staatlichen Handelns zugunsten der Religionsgemeinschaften. So sei es beispielsweise problematisch, wenn der Staat die Religionszugehörigkeit zur Erhebung von Kirchensteuern speichere. Andere Thesen widmen sich zum Beispiel dem Religionsunterricht und der Frage nach der Legitimität von theologischen Fakultäten an staatlichen Hochschulen. Die Thesen, die ein Arbeitskreis im BEFG erarbeitet hat, werden auf Grundlage der Rückmeldungen und Diskussionen weiterentwickelt.

„Als Baptisten- und Brüdergemeinden im BEFG fühlen wir uns verpflichtet, für Religionsfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche einzutreten“, erinnerte Generalsekretär Christoph Stiba und verwies auf Julius Köbner, einen Mitbegründer der deutschen Baptisten, der bereits 1848 schrieb: „Wir behaupten nicht nur unsere religiöse Freiheit, sondern wir fordern sie für jeden Menschen, der den Boden des Vaterlandes bewohnt, wir fordern sie in völlig gleichem Maße für alle, seien sie Christen, Juden, Mohammedaner oder was sonst.“ Eine Gestaltung der Trennung von Staat und Kirche, die dem gewachsenen religiösen Pluralismus in unserem Land Rechnung trägt, sei weiter zu bedenken.

 

(Ein Artikel von Jasmin Jäger)

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news-2525 Thu, 17 Oct 2019 12:46:02 +0200 Semestereröffnung und Studientag https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2525&cHash=642038d7302d7f769de58d8949695b84 An der Theologischen Hochschule Elstal hat das Wintersemester 2019/2020 diese Woche mit einer festlichen internen Semestereröffnung am Dienstagabend sowie einem feierlichen Gottesdienst und einem akademischen Vortrag am Mittwochvormittag begonnen.

In dem Gottesdienst der Hochschul- und Campusgemeinschaft wurden die neuen Studierenden – darunter sieben im Bachelorstudiengang, eine im M.A. Diakonie und einer im Zusatzstudium – begrüßt. Pastor Michael Noss, Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, predigte anhand von Josua 1, 1-9 über „Zwischenzeiten“. Dabei betonte er, dass Übergangszeiten unsichere, aber gleichzeitig auch segensreiche Zeiten sind. Solche Situationen sind nicht immer bequem: „Gott ruft uns immer wieder heraus – manchmal zu unpopulären Wegen. Manchmal auch zu Dingen, bei denen wir nicht wissen, wie sie werden." Zusammen mit Josua sind wir aufgerufen, hinzuhören und hinzusehen und mutig und entschlossen zu sein. In alldem geht Gott mit uns, wohin wir auch gehen: „Der mitgehende Gott begleitet euch“. Mit diesem Zuspruch durften die Studierenden und Mitarbeitenden der Campusgemeinschaft in das neue Semester starten.

Im anschließenden Vortrag sprach Professor Dr. Moisés Mayordomo, Professor für Neues Testament an der Universität Basel zum Thema „Gott des Friedens/ Gott der Gewalt. Theologische Ambivalenzen im Neuen Testament“.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Auseinandersetzung mit neutestamentlichen Texten aus der Bergpredigt (v.a. Mt 5,38-42.45-48) und aus der Johannesoffenbarung.

In Bezug auf die Bergpredigt betonte Mayordomo, dass die Feindesliebe die maximale Ausweitung der Nächstenliebe sei. Den Feind zu lieben, bedeutet aber nicht, dass aus diesem ein Freund wird. Hierbei sprach Mayordomo die Spannweite des griechischen Wortes teleiois an, und erklärte, dass der Begriff „vollkommen“ als Übersetzung zu kurz greife. Auch barmherziges und gutes Handeln seien im teleiois mitinbegriffen. Die Sozialethik der Bergpredigt fasste der Professor aus Basel zusammen in dem Satz: „Seid teleioi, wie euer Vater im Himmel teleiois ist.“ (Mt 5,48) Dieses „Vollkommensein“ schließe auch das barmherzige Handeln ein, wie es uns Gott, der himmlische Vater, vormacht.

Dem grenzenlos barmherzigen Gott aus der Bergpredigt steht das Gottesbild eines gerechten Richters aus der Johannesoffenbarung gegenüber. Die in enthüllender und gleichzeitig verhüllender Sprache verfasste Offenbarung macht es uns heutzutage schwer, die beschriebenen Bilder und Visionen zu verstehen. Dr. Moisés Mayordomo sprach in diesem Zusammenhang über die Gerechtigkeit und Rache Gottes, über Gottes Allmacht und die historische Verortung von Vision und Realität. Bezüglich der Frage nach Christus, der als Lamm und Löwe dargestellt wird, stellt Mayordomo fest: „Christus als Opfer von Gewalt kämpft wie ein Löwe für die Opfer von Gewalt.“

In diesem Sinne fasste der Professor aus Basel zusammen, dass Gott sich in dieser Welt so zu erkennen gäbe, dass sein Sohn Gewalt leide, jedoch nicht Gewalt ausübe.

Was diese theologischen Aussagen für die ethischen Herausforderungen heute bedeuten, wurde in der anschließenden Diskussionsrunde diskutiert.

 

 

 

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news-2481 Mon, 26 Aug 2019 13:02:21 +0200 Bericht der Hochschule für den Bundesrat 2019 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2481&cHash=b4c69bfa19cc7cbe484db16a23d6b84d Im Berichtsheft für den Bundesrat bietet die Theologische Hochschule Elstal in ihrem Bericht einen kleinen Überblick über die Ereignisse an der Theologischen Hochschule im vergangenen Jahr und interessante Informationen über die Vorgänge im Bereich Lehre und Forschung. 

Der gesamte Bericht steht allen Interessierten jetzt auch als Download zur Verfügung:
Berichtsheft Bundesrat 2019

 

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news-2467 Mon, 29 Jul 2019 09:46:31 +0200 „Towards an Ecumenical Missiology: Witnessing Christ” – Ökumenische Tagung in Mainz https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2467&cHash=958c3ec4635bf72fbf1466eb4b47e920 Vom 15. bis zum 18. Juli 2019 trafen sich 35 Theologinnen und Theologen sowie „Conference Observer“ aus Afrika, Asien, Nord- und Lateinamerika, Europa, Ozeanien und dem Mittleren Osten zu der ökumenischen Tagung „Towards an Ecumenical Missiology: Witnessing Christ” im Erbacher Hof in Mainz. Veranstaltet wurde die Tagung vom Evangelischen Missionswerk in Zusammenarbeit mit missio Aachen, Michael Kißkalt, dem Rektor unserer Hochschule, Traugott Hopp (Akademie für Weltmission Korntal), Claudia Jahnel (Ruhr-Universität Bochum) und Hanna Stahl (Missionsakademie Hamburg).

Inwieweit können unterschiedliche Christologien, die jeweils durch ihre konfessionelle Grundierung und durch ihren besonderen Kontext geprägt sind, das Fundament einer Missionstheologie bilden? Aus sieben Weltregionen legten Referenten aus unterschiedlichen kirchlichen Gruppierungen (katholisch, lutherisch/reformiert, „freikirchlich“, evangelikal oder pentekostal) ihre Christologie und Missiologie dar. So kam in den Vorträgen eine breite Palette von christologischen Zugängen und damit auch missiologischen Folgerungen zum Ausdruck. In den Diskussionsrunden zeigte sich, dass es zwischen den denominationellen Gruppen zwar unterschiedliche Akzentsetzungen in der Christologie gibt, allerdings ist der soziale, religiöse, gesellschaftliche und kulturelle Kontext für die Missiologie weitaus prägender als die konfessionelle Ausrichtung.

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news-2443 Sat, 13 Jul 2019 19:11:00 +0200 Aussendungsfeier der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2443&cHash=b1c9e7469bac7a185869d87a1e3289c3 Am 13. Juli 2019 hat die diesjährige Aussendungsfeier an der Theologischen Hochschule Elstal stattgefunden. Zwölf Absolventen und Absolventinnen aus dem Masterstudiengang der Theologie und der Diakonie sowie aus dem Kontaktstudiengang wurden verabschiedet und unter dem Segen Gottes in den Gemeindedienst oder für ihren weiteren Weg ausgesendet. Auch ein Bachelorzeugnis wurde in diesem feierlichen Rahmen überreicht.
„Gebt euer Wissen weiter, aber nehmt die Leute um euch herum ins Gespräch und bleibt Lernende!“ Mit diesen Worten ermutigte Rektor Prof. Dr. Michael Kißkalt das Abgangssemester, bevor er ihnen die Zeugnisse überreichte. Nach der Zeugnisübergabe hielten Sophie Knopp und Matthias Mrosk stellvertretend für die Abgänger und Abgängerinnen eine Rede. Die Rede der Studierenden hielt der Studierendensprecher Daniel Schuhbach. Auch Wünsche vom Förderverein erreichten die Absolventen und Absolventinnen durch Natalie Georgi.
In einem anschließenden Gottesdienst predigte Matthias Linke über die Begegnung Nathanaels und Philippus mit Jesus in Johannes 1,43-51:
„Wenn Jesus ruft, dann stellt er sich in den Vordergrund („Folge mir“), dann lädt er ein, eigene Erfahrungen zu machen („Komm und sieh“) und dann wird verheißungsvolle Zukunft geatmet („Du wirst noch Größeres sehen“).“ Diesen Fokus auf Jesus, den Raum für eigene Erfahrungen und eine Zukunft voller sich erfüllender Verheißungen wünschen wir den Absolventinnen und Absolventen.
Worte der Ermutigung sprach auch anschließend Dorothee Oesemann als Vertreterin des BEFG im Namen unseres Bundes aus. Bewegend war außerdem das jährliche Gedenken an die Jubilare – die ehemaligen Abgänger und Abgängerinnen des Theologischen Seminars, die dieses Jahr Jubiläum feiern.

Wir gratulieren den diesjährigen Absolventen und Absolventinnen noch einmal an dieser Stelle und wünschen Gottes Segen auf dem weiteren Weg!

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news-2442 Thu, 11 Jul 2019 19:13:11 +0200 Tagung "100 Jahre Trennung von Staat und Kirche" https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2442&cHash=861a68f044018ea4e7f1c86cd38fb9a6 Baptistische Perspektiven für das Verhältnis von Staat und Kirche in einer pluralen Gesellschaft Mit der Weimarer Reichsverfassung etablierte sich auch in Deutschland die Trennung von Staat und Kirche. Prägend für das neue staatsrechtliche Modell der Weimarer Zeit waren die Körperschaftsrechte, die aus der Zeit vor 1919 stammen und auch Eingang in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland fanden. Sie ermöglichen bis heute als Körperschaft anerkannter Religionsgemeinschaften größtmögliche Selbstständigkeit und bieten ihnen ein sogenanntes Privilegienbündel. Dieses Modell wird gelegentlich als "hinkende Trennung" von Staat und Kirche bezeichnet.

Angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen stellen sich historische und aktuell relevante inhaltliche Fragen:

  • Wie kamen die Kirchenartikel der Weimarer Reichsverfassung zustande?
  • Wie leistungsfähig ist das bundesdeutsche Modell in einer multireligiösen und zugleich säkularen Gesellschaft?
  • Muss es angepasst bzw. weiterentwickelt werden?

Diesen Fragen wird in Hauptvorträgen in historischer, theologischer und juristischer Perspektive nachgegangen. Daran anschließend werden Thesen, die ein Arbeitskreis im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden als Standortbestimmung verfasst hat, vorgestellt und mit politischen Vertretern diskutiert.

 

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news-2432 Fri, 05 Jul 2019 10:54:55 +0200 Begrüßung Dana Weiner als wissenschaftliche Mitarbeiterin https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2432&cHash=db67cac4b2556f08d9fdd4fe4fa3c676 Diese Woche begrüßte die Theologische Hochschule Elstal Dana Sophie Weiner als neue wissenschaftliche Mitarbeiterin und Rektoratsassistentin. Dana Weiner hat zuvor im Master Freikirchliche Diakonie studiert und ist seit Juli offiziell an der Hochschule eingestellt.

Wir wünschen ihr alles Gute und Gottes Segen für ihre neuen Aufgaben und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

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news-2429 Tue, 02 Jul 2019 15:49:12 +0200 Stellenausschreibung Praktische Theologie https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2429&cHash=81794bbf790ec7eb540a4099b4c81d28 Nach vielen Jahren als Professor für Praktische Theologie geht Volker Spangenberg im Sommer 2021 in den Ruhestand. So sucht die Theologische Hochschule Elstal ab 1.Juli 2021 eine geeignete Person zur Neubesetzung einer Professur für Praktische Theologie. Die Praktische Theologie ist an der Theologischen Hochschule Elstal mit zwei Professuren versehen. Erwünscht sind besonders solche Bewerbungen, die eine Schwerpunktsetzung der Professur in der Homiletik und mindestens einem weiteren Bereich der Praktischen Theologie ermöglichen. Zugleich werden die Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben der Selbstverwaltung innerhalb der Hochschule und die aktive Mitwirkung an der Weiterentwicklung von Lehre, Curriculum und Forschungsschwerpunkten der Einrichtung erwartet. Zum Aufgabenspektrum gehört weiterhin die Zusammenarbeit mit den kirchlichen und außerkirchlichen Kooperations- und Praxispartnern.  Die Gemeinden sind gebeten, geeignete Personen auf diese Ausschreibung hinzuweisen. Vor allem Frauen werden zur Bewerbung ermutigt. Die Bewerbungen müssen bis  zum 15.Oktober 2019 im Rektorat der Hochschule eingegangen sein.

 

Die Stellenausschreibung kann hier heruntergeladen werden:

Stellenausschreibung Praktische Theologie (PDF)

 

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news-2424 Wed, 26 Jun 2019 19:08:34 +0200 „Freikirchen in der Ökumene“ – ein Gastvortrag von Dr. Lothar Triebel https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2424&cHash=41cf99b8b5558b14cf97dc33383bdde1 Am Mittwoch, den 26. Juni 2019, hielt Dr. Lothar Triebel, Referent für Freikirchen am Konfessionskundlichen Institut Bensheim, einen Vortrag über „Freikirchen in der Ökumene“ an der Theologischen Hochschule Elstal. Unter der Überschrift „Veränderung ist möglich“ sprach Dr. Triebel über die geschichtliche Entwicklung des Evangelischen Bundes und des Konfessionskundlichen Instituts, deren Selbstverständnis, die Referate, sowie Aufgaben und Arbeitsmethoden. So gehören zu den Aufgaben des Konfessionskundlichen Instituts u.a. das Erforschen von Leben und Lehre aller christlichen Konfessionen, die Beratung von kirchlichen Gremien und von Einzelpersonen, sowie Publikationen und Vorträge. Die Mitarbeitenden des Konfessionskundlichen Instituts arbeiten unter dem Motto „Konfessionskunde heißt: Den Nächsten kennen wie sich selbst“ und so steht das Gespräch und der Austausch zwischen den verschiedenen Konfessionen im Vordergrund.
Dr. Triebel stellte außerdem eine Lehrveranstaltung unter dem Titel „Konfessionskunde“ vor, die er an der Universität in Frankfurt am Main gehalten hat.

Im Rahmen der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde sprach der Referent auch über die Schwierigkeiten, vor die viele Studierende freikirchlicher Hochschulen gestellt werden, wenn sie in Deutschland ein Magistertheologiestudium anstreben, promovieren oder habilitieren wollen.
Abschließend betonte Dr. Triebel, dass beim Zusammenkommen verschiedener Konfessionen auch strittige Themen diskutiert würden, jedoch die gemeinsame Mitte im Zentrum stehen sollte.

 

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