Theologische Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de Die Nachrichten der Theologische Hochschule Elstal de-de Theologische Hochschule Elstal Sat, 20 Jul 2024 14:01:15 +0200 Sat, 20 Jul 2024 14:01:15 +0200 TYPO3 EXT:news news-3713 Fri, 12 Jul 2024 15:27:48 +0200 Gastvortrag des israelischen Religions- und Kunsthistorikers Leor Jacobi am 4. Juli 2024 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/default-06912818f66313af40b7799dd2beb55c Abrahams Glaube, Gottes Gerechtigkeit und eine geheimnisvolle Handschrift in der Bibliothek der Theologischen Hochschule Elstal
„Da glaubte er dem Herrn, und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit“ (Gen 15,6). Wer rechnet wem was zur Gerechtigkeit? Paulus (Röm 4,3; Gal 3,6) zitiert den Verweis als Schriftbeweis dafür, dass der Mensch durch den Glauben Gerechtigkeit vor Gott erlangt. Der überlieferte hebräische Text lässt aber auch die Deutung zu, dass Abraham Gott glaubte und Gott für „gerecht“ hielt, im Sinne von „zuverlässig“, also dass Gott das einhält, was er verspricht. Mit der Interpretation dieses Bibelverses sind grundsätzliche theologische Fragen verbunden, vor allem aus christlicher, aber auch aus jüdischer Perspektive.
Exemplarisch wird dies deutlich an Auslegungen des italienisch-jüdischen Bibelgelehrten Samuel David Luzzatto (1800-1865), der im Laufe seines Lebens zwei entgegengesetzte Deutungen vertrat. In seinen gedruckten Bibelkommentaren vertrat Luzzatto die Auffassung, dass Abraham Gott für gerecht hielt. In einem bisher nicht beachteten Brief räumte Luzzatto jedoch ein, dass er nach vielen Jahrzehnten zu der Auffassung zurückgekehrt sei, dass Gott den Glauben Abrahams als Gerechtigkeit anrechnete. Dies ist auch in der jüdischen Tradition die Auffassung der meisten Ausleger. Bei seinem Ringen um das Verständnis von Gen 15,6 setzte sich Luzzatto mit jüdischen und christlichen Kommentaren, mit der kritischen Bibelwissenschaft seiner Zeit und mit religionsphilosophischen Grundfragen auseinander. Einen anschaulichen Überblick über das Thema vermittelte der gut besuchte Gastvortrag von Dr. Leor Jacobi, der an der israelischen Bar-Ilan-Universität auf dem Gebiet der rabbinischen Literatur und der jüdischen Kulturgeschichte forscht und lehrt.
Vor dem Vortrag besichtigte Leor Jacobi gemeinsam mit Rabbiner Eli Reich (Institut für Jüdische Theologie, Universität Potsdam) die Bibliothek der Theologischen Hochschule Elstal. In einer hebräischen Handschrift des Buches Ester, die als Geschenk von Professor Michael Rohde nach Elstal gelangte, machten die beiden Wissenschaftler eine eigenartige Entdeckung. Im Buch Ester wird Gott bekanntlich kein einziges Mal erwähnt. In der Elstaler Pergamentrolle verzierte der Schreiber jedoch immer dann, wenn die Anfangs- oder die Endbuchstaben von vier direkt aufeinander folgenden Worten göttliche Namen ergeben, die betreffenden Buchstaben mit Serifen in der Form von kleinen Krummstäben oder Spazierstöcken. Auf diese Weise ist Gott dann gewissermaßen auch im Esterbuch zu entdecken. „Diese Markierungen sind sehr ungewöhnlich. In modernen Ester-Rollen findet man das nicht“, erläuterte Jacobi die Beobachtung. Möglicherweise lässt sich anhand der Markierungen sogar klären, wann und wo die Elstaler Ester-Rolle entstand.

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news-3702 Wed, 03 Jul 2024 12:46:36 +0200 Ordination Joshua Searle https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/ordination-joshua-searle Am 30.06.2024 wurde Joshua Searle als Pastor des BEFG ordiniert. Parallel zu seinem Dienst an der Theologischen Hochschule Elstal nimmt Joshua Searle noch viele Gemeinde- und Predigtdienste wahr und sieht seine Aufgaben an der Hochschule und in seinem Missionswerk in der Ukraine als pastorale Handlungsfelder. Die Gemeinde EFG Staaken, die zur geistlichen Heimat des Missiologieprofessors geworden ist, hat diesen Ruf wahrgenommen und Searle zum Pastor berufen – ohne, dass er in der EFG Staaken angestellt ist. 

Die Ordination nahm Maximilian Zimmermann vor. Er predigte anhand von Joh 10 über den einzig wahren guten Hirten Jesus, der sich den Menschen annimmt. Nur Jesus darf und kann uns Menschen aus unseren sicheren Gehegen herausführen. Zimmermann machte deutlich, wer kein guter Hirte ist: einmal der Dieb, der zum eigenen Nutzen stiehlt, und dann der Mietling, der nur aus geschäftlichen Gründen Hirtenfunktionen übernimmt. Christus dagegen ist freiwillig, gern und ganz Hirte, der für seine Herde nur das Beste will. 

Ralf Dziewas gab als Prorektor ein Grußwort weiter, in dem er auf den wunderschönen Beruf des Pastors einging und Joshua Searle ermutigte, dass ein Pastor oder eine Pastorin (lat. für Hirte) diesem guten Hirten (lat. pastor bonus), Jesus Christus, in seinem Dienst nur selbst nachfolgen und nachahmen kann. Passend dazu überreichte er Searle die Festschrift „Pastor Bonus“, die mit vielen Beiträgen über den pastoralen Beruf nachdenkt.

Als Hochschule freuen wir uns über die Ordination von Joshua Searle und gratulieren herzlich.

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news-3701 Wed, 03 Jul 2024 08:52:11 +0200 Die Hochschule wird Fairtrade-University https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/die-hochschule-wird-fairtrade-university Die Theologische Hochschule ist Fairtrade-University. Am 27.06.2024 wurde in Rahmen eines Festakts die Hochschule ausgezeichnet. Sie ist damit die erste im Bereich Berlin-Brandenburg mit dieser Qualifikation. Ralf Dziewas führte als Prorektor und Mitglied der Steuerungsgruppe, die Fairtrade-Aktionen in der Hochschule vorantreibt, das bisherige Engagement der Hochschule auf: Es gab Events zu Fairtrade und Aktionen wie faire Nikolauspäckchen, die auf gerechten Handel aufmerksam machten. Außerdem gab es auch verschiedene Lehrveranstaltungen und Paper zu Themen der Gerechtigkeit und fairem Handel und einem neuen Wirtschaftssystem.

Andrea Klimt als Rektorin der Hochschule und Agathe Dziuk als Repräsentantin des Beirats für Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung und damit Vertreterin des Trägers der Hochschule, dem BEFG, wiesen auf, dass Fairtrade nicht nur mit einem Siegel und einer Auszeichnungen zu tun hat. Vielmehr verweist fairer Handel auf das inhärent-theologische Thema der Gerechtigkeit und das Reich Gottes. Es ist ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit und Bewusstmachung der Ungerechtigkeitsstrukturen in der Welt und der Wirtschaft.

Herr Schwartz von der Gemeinde Wustermark war zu Gast, der mögliche zukünftige Kooperationen aufzeigte, da sich die Gemeinde Wustermark gerade zur Fair-Town entwickelt.

Herr Damm von Fairtrade Deutschland verwies auf die Relevanz von fairem Handel und dem Mehrwert von etablierten Siegel wie Fairtrade, die Erwartungssicherheit schaffen. Er wies die Hochschule darauf hin, dass die Auszeichnung zur Fairtradehochschule nur der erste Schritt auf einem kontinuierlichem Weg ist und die Hochschule in der Kooperation von Campus, Dozierenden und Studierenden weitere Potentiale im Verhältnis von fairem Handel und Bildung entdecken kann.

Die Hochschule sammelte in Vorbereitung auf die Auszeichnungsfeier auf Flipcharts verschiedene Ideen zu fairem Handel und Gerechtigkeit. Hier spielten die SDGs (Sustainable Development Goals) eine Rolle, die verschiedene Ziele zu mehr Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung aufzeigen; ebenso das Jahresthema des BEFG  „gerecht anders leben“, das nach einem Leben fragt, das dem Reich Gottes angemessen ist. An diesen Ideen lässt sich in Zukunft noch anknüpfen. 

Die Hochschule freut sich über die Erreichung des Status der Fairtrade-Hochschule und hiermit auch eine "Vorreiterrolle" (Damm) in der Region einzunehmen."

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news-3698 Thu, 13 Jun 2024 09:16:37 +0200 Schnupperstudium 2024 - ein Rückblick https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/schnupperstudium-2024-ein-rueckblick Das Schnupperstudium ist für uns ein Ort für Begegnung, Kennenlernen, Gemeinschaft, geistliche und theologische Tiefe. Unsere  8 Schnupperstudierenden konnten einen intensiven Einblick in unser Hochschulleben gewinnen. Gemäß unserem Studienkonzept Wissen - Sein - Tun waren die Schnupperstudierenden in vielen Lehrveranstaltungen, aber konnten auch die Campusgemeinschaft und Elstal kennenlernen. Es gab eine Campusführung, einen Begegnungsabend am Montag und ein Sommerfest mit allen Menschen, die auf dem Campus leben und arbeiten und unsere Campusandacht. Es gab hier viele persönliche und bereichernde Gespräche bei gutem Essen und Trinken mit unseren Professorinnen und Professoren und Studierenden. Auch geistlich waren die Schnupperstudierenden in unseren Andachten und einem Open-Air-Gottesdienst mit uns unterwegs.

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news-3693 Fri, 07 Jun 2024 13:55:09 +0200 Kooperationsvertrags mit der Faculdade Batista Pioneira https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/unterzeichnung-eines-kooperationsvertrags Nach der Campusandacht am 05.06.2024 kam es zu der Unterzeichnung einer Kooperation zwischen der Theologischen Hochschule Elstal und der Faculdade Batista Pioneira, der Baptistischen Hochschule in Ijui, Brasilien. Rektorin Prof. Dr. Andrea Klimt und Carlos Waldow, Vertreter des Trägers der Faculdade Batista Pioneira, unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. Die Faculdade Batista Pioneira bietet ein Fernstudium an, das ein weltweites Studieren ermöglicht. Die Theologische Hochschule Elstal stellt ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, dass Studierende aus ganz Europa hier präsentisch ihre Prüfungen ablegen können. Darüberhinaus ermöglicht die Kooperation gemeinsame wissenschaftliche Projekte und den Austausch von Studierenden und Lehrenden. Sie erweitert somit die internationalen Beziehungen der Theologischen Hochschule Elstal.

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news-3688 Tue, 28 May 2024 17:41:31 +0200 Promovend*in gesucht zum Forschungsfeld: Predigtgemeinschaft zwischen der EKD und der VEF https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/promovendin-gesucht-zum-forschungsfeld-predigtgemeinschaft-zwischen-der-ekd-und-der-vef Promovend*in gesucht zum Forschungsfeld: Predigtgemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Die EKD stellt bei erfolgreicher Bewerbung auf Antrag des/der Promovierenden ein Stipendium zur Verfügung. Promovend*in gesucht zum Forschungsfeld:
Predigtgemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der
Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF)
Mit verschiedenen praktisch-theologischen Forschungsmethoden soll in diesem Promotionsprojekt
daran gearbeitet werden, welche Variationen von Predigtgemeinschaft, Kanzeltausch,
Predigtgastfreundschaft zwischen EKD und VEF gelebt werden (können), welche ökumenisch-
kirchentheoretischen und homiletische Fragen dadurch aufgeworfen sind und mit welchen
wissenschaftlichen Diskursen sie produktiv vernetzt werden können. Der genaue Zuschnitt des
Forschungsdesigns ist vom Promovierenden unter professoraler Begleitung (s.u.) mit zu entwickeln.

Die EKD stellt bei erfolgreicher Bewerbung auf Antrag des/der Promovierenden ein Stipendium zur Verfügung.

Mehr Infos hier.

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news-3658 Fri, 03 May 2024 12:21:00 +0200 Save the Date: Symposium über die "Rechenschaft vom Glauben" aus ökumenischer Perspektive, 12.-14.06.2025 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/save-the-date-symposium-ueber-die-rechenschaft-vom-glauben-aus-oekumenischer-perspektive-12-14-06-2025 Bitte vormerken: Symposium über die "Rechenschaft vom Glauben" aus ökumenischer Perspektive, 12.-14.06.2025

Seit 1977 ist in den Baptistenbünden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz die "Rechenschaft vom Glauben" als Bekenntnisschrift in Gebrauch. Zur Vorbereitung auf das 50-Jahre-Jubiläum führt die Theologische Hochschule Elstal 2025 ein Symposium durch, das die "Rechenschaft vom Glauben" aus ökumenischer Perspektive beleuchten soll. Auch die Frage, ob Glaubensbekenntnisse überhaupt noch zeitgemäß sind, wird diskutiert werden. Als Referenten haben zugesagt Prof. Dr. Friederike Nüssel (Heidelberg), Prof. Dr. Marco Hofheinz (Hannover), Prof. Dr. Markus Iff (Ewersbach) u.a. 

Zur Teilnahme sind alle theologisch und ökumenisch Interessierten herzlich eingeladen. Das Symposium wird vom 12. bis 14. Juni 2025 an der Hochschule stattfinden. Anmeldungen werden voraussichtlich ab Mitte Oktober 2024 möglich sein.

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news-3656 Wed, 10 Apr 2024 13:14:00 +0200 Studientag mit Dr. Miriam Schade von Pioneer Ministries https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/studientag-mit-dr-miriam-schade-von-pioneer-ministries Am Anfang des Sommersemesters startet die Theologische Hochschule traditionell mit einem Studientag. Hier setzen sich Studierende und Dozierende gleichermaßen mit einem spannenden Thema auseinander und lernen miteinander. Dieses Mal durften wir auch die Pastoren- und Pastorinnenschaft Berlin Brandenburg willkommen heißen.

Der Tag startete mit einem Gottesdienst mit einer Andacht von Dirk Sager und Musik von Studierenden der Hochschule.

Nach einer Kaffeepause folgte der Vortrag von Dr. Miriam Schade aus Jena: "'Du sollst den Feiertag heiligen' - auch in Zeiten der Ernte - Der Sabbat als resilienzstärkender Faktor" Hier analysierte sie zuerst die Faktoren, die einen Burnout begünstigen. Das Ausbrennen kommt dabei von einer reduzierten Wahrnehmung der eigenen Erfüllung im Beruf und das Arbeiten bis zur Leistungsgrenze. Es geht um emotionale Überforderung, die eine Entpersönlichung hervorruft. Das kann auch durch ein mangelndes Abgrenzungsvermögen, das Fehlen von Coping-Strategien und  eigene Erwartungen begünstigt werden.Das gilt auch und vielleicht auch insbesondere für Pfarrerinnen und Pfarrer, hierfür zog die Referentin besonders eine Studie/die Situation der EKM heran. Der pastorale Beruf hat hohe Arbeitsanforderungen - es gibt zu viel Arbeit zu erledigen, bei zu wenig Zeit. Hier fehlt meist auch der Raum zur Entfaltung der eigenen Spiritualität. Dann ist der pastorale Beruf mit einer Vielzahl von Rollenbildern und Erwartungen auch eher zur Überforderung geneigt. Der Pfarrer oder die Pfarrerin soll ein Generaltalent sein. Das resultiert meist in dem Erleben nicht genug zu machen und wenn alles nur halb zu machen. Bei den daraus resultierenden 73-Stunden Wochen leidet persönliches Studium, Spiritualität und freundschaftliche Beziehungen. Dagegen stellte Miriam Schade den Sabbat als resilienzstärkenden Faktor vor. Der Sabbat ist in Gen 1 ein Tag der Ruhe, es ist der Abschluss der Schöpfung, ihre Krone. Am Sabbat wird dabei alle vorherige Arbeit gewürdigt. Der Sabbat ist ein Familientag, an dem nicht gearbeitet werden soll. Aber Sabbat ist keine einfache Ruhe, sondern gestaltete Ruhe, es ist kein Verdaddeln von Zeit, sondern hat mit Vorbereitung zu tun. Der Sabbat unterscheidet sich vom Alltag und setzt einen dritten Raum. Der Sabbat hat auch eine eschatologische Komponente und weist auf die zukünftige Weltenruhe bei Gott hin. Der Sabbat entlastet Körper, Geist und Seele. Indem sich körperlich ausgeruht werden kann, der Geist kann zur Ruhe kommen und die Beziehungen zur Familie gestärkt werden. Die Seele wird durch den Gang in den Gottesdienst gestärkt. Der Sabbat ist ein resilienzstärkender Faktor, indem es hilft mit Stresssituationen umzugehen. Der Sabbat stärkt auch das Bewusstsein der eigenen Ohnmächtigkeit und diese zu akzeptieren. Der Sabbat kann aber noch mehr als Resilienz entgegenzuwirken, er kann auch zur Burnoutprävention genutzt werden. Denn das soziale Netz wird gestärkt, auch durch gemeinsames Essen und der Sabbat kann kraft- und sinnspendend sein. Der Sabbat soll pastoraltheologisch aber keine Zusatzlast schaffen. Es geht vielmehr darum sich Freiräume zu schaffen und den Sabbat als Ort der eigenen Spiritualität zu entdecken. Nach dem Vortrag von Miriam Schade ergänzten die Rektorin Andrea Klimt und die Studentin Maite Kassühlke den Vortrag mit ihren Perspektiven und eine erste Reflektion auf das Studium und den Beruf. Danach wurde in Gruppen anhand von verschiedenen Fragen reflektiert und auch weitere Fragen für Miriam Schade erarbeitet, die Frau Schade sehr praktisch beantwortet hat. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hat  Miriam Schade dann den neuen Studiengang der Universität Jena "Pioneer Ministries" vorgestellt. Hier handelt es sich um einen theologischen Masterstudiengang, der Theologie mit Entrepreneurship verbindet. Es soll Menschen befähigen in entkirchlichten Regionen in Deutschland, milieusensibel, sozial und kreativ das Evangelium weiterzugeben. Dafür sollen vor allem Begegnungsräume aufgemacht werden, wo Menschen "in Kontakt mit dem lebendigen Gott kommen können". Das Studium setzt Schwerpunkte in der Praktischen Theologie und im Mentoring. Ist aber dennoch breit aufgestellt, sodass interkonfessionelle Kooperationspartner benötigt werden, einer davon ist auch die Theologische Hochschule Elstal.

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news-3655 Tue, 09 Apr 2024 13:14:00 +0200 Akademischer Festakt zur Einführung von Deborah Storek als Professorin für Altes Testament https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/akademischer-festakt-zur-einfuehrung-von-deborah-storek-als-professorin-fuer-altes-testament Akademischer Festakt zur Einführung von Prof. Dr. Deborah Storek Am Dienstag, den 09. April 2024, feierte die Hochschul- und Bundesgemeinschaft die Einführung von Dr. Deborah Storek als neue Professorin für Altes Testament. Bei dem akademischen Festakt überreichte ihr die Rektorin der Hochschule, Prof. Dr. Andrea Klimt, die Ernennungsurkunde und begrüßte Storek offiziell als Professorin an der Hochschule. Deborah Storek war schon seit 2021 als Dozentin für Altes Testament an der Hochschule tätig und vertritt jetzt zusammen mit Prof. Dr. Dirk Sager die Lehre des Alten Testaments. Deborah Storek hat ihre Dissertation an der Hebräischen Universität in Jerusalem geschrieben mit einer Arbeit über das Ruthbuch, die sie 2021 beendet hat. Parallel war sie Pastorin in der Bapistengemeinde in Hanau. An der Hochschule willkommen geheißen wurde Deborah Storek auch vom Generalsekretär des BEFG, Christoph Stiba, der auf die Bedeutsamkeit einer biblischen Theologie hinwies. Mit einer Rede der Studierendensprecherin Josephine Dietz wurde Storek von den Studierenden begrüßt und der stellvertretende Studienleiter Prof. Dr. Dirk Sager hieß Deborah Storek im Namen der Dozierendenschaft willkommen. Die Theologische Hochschule Elstal freut sich auf die weitergehende Zusammenarbeit mit Deborah Storek und wünscht ihr Gottes Segen für ihren Dienst an der Hochschule.

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news-3643 Thu, 04 Apr 2024 11:39:33 +0200 Carsten Claußen an der Universität Zürich habilitiert https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/carsten-claussen-an-der-universitaet-zuerich-habilitiert/ Jesu Gebet in Johannes 17: Einheit als zentrales christliches Thema Dr. Carsten Claußen, Professor für Neues Testament an der Theologischen Hochschule Elstal, hat an der Universität Zürich erfolgreich seine Habilitation abgeschlossen. Der Experte in der Auslegung des Johannesevangeliums beleuchtet in seiner Habilitationsschrift ein Thema, das für das Verständnis Jesu als Christus und als Gesandter seines himmlischen Vaters zentral ist. Die Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag für das Gespräch in der Ökumene sowie zum Verständnis des antiken Judentums und des Johannesevangeliums dar. news-3627 Sun, 18 Feb 2024 01:16:31 +0100 Carl Heng Thay Buschmann ist neuer Wissenschaflticher Mitarbeiter als Elternzeitvertretung für Dana Jansen https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/elternzeitvertretung-fuer-dana-jansen Im Januar konnten wir Carl Heng Thay Buschmann als neuen Wissenschafltichen Mitarbeiter und Rektoratsassistent an der Hochschule begrüßen. Carl Buschmann wird Dana Jansen in ihrer Elternzeit vertreten. Er hat in Elstal Evangelische Theologie studiert und schreibt gerade an der Ruhr-Universität Bochum seine Dissertation in Systematischer Theologie. Sein Thema behandelt das Bitt- und Klagegebet bei dem Reformator Johannes Calvin. Im Rahmen der Campusandacht wurde Carl Buschmann von der Rektorin Andrea Klimt und der Studierendensprecherin Josephine Dietz begrüßt und gesegnet.

Wir wünschen Carl Gottes Segen und freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit.

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news-3621 Tue, 23 Jan 2024 20:39:00 +0100 Offene Hochschule: "Die neue Unverbindlichkeit als Herausforderung für die Gemeindearbeit." https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/offene-hochschule Am 23.01.2024 fand wieder die Offene Hochschule statt, ein Format, bei dem die Theologische Hochschule Elstal ihre Türen digital öffnet. Hier lässt sich ein Einblick in die Forschungswelt und spannende theologische Themen der Dozierenden gewinnen. Der Vortrag dieses Abends drehte sich um die großen Veränderungen unserer Gesellschaft, die in den letzten 30 Jahren auch unsere Gemeinden spürbar herausfordern. Prof. Dr. Ralf Dziewas analysiert diese Herausforderungen anhand von vier Themenbereichen: die Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft, die Leistungsgesellschaft, die Multioptionsgesellschaft und die neuen Sozialen Medien. Die klassische Gemeindearbeit gerät unter Druck, weil die kollektiven freien Zeiträume am Wochenende und nach der Arbeit kleiner werden und viele Leitungspersonen beruflich überlastet sind. Außerdem steigt das Konfliktpotential mit der wachsenden Wertevielfalt und den neuen Kommunikationsformen der sozialen Medien. Diese Entwicklungen sind herausfordernd, lassen sich aber auch als Chancen nutzen, über neue Formen der Gemeindearbeit nachzudenken, um auf diese Megatrends zu reagieren. Es gilt, Gemeindestrukturen zu schaffen, die den Gemeindemitgliedern - auch mit ihren neuen Verbindlichkeitsformen - entspricht. Das kann eine Entlastung für die ganze Gemeinde und ihre Erwartungshaltungen sein. Gemeinde wird nicht umhinkommen, auch begrenzte Formen der Teilnahme und Mitarbeit zu würdigen. Sie sollte angesichts der modernen Wertevielfalt die gemeinsame Mitte in Christus betonen und verschiedene Werte und Perspektiven als Bereicherung wahrnehmen lernen, sowie der jungen Generation in ihren Kompetenzen als Digital Natives neue Gestaltungsräume eröffnen. Die Gesellschaft verändert sich ständig und die Gemeinde Jesu Christi zeichnet sich dadurch aus, dass sie in ihren Formen wandelbar bleibt und dabei an ihrem Auftrag festhält: Die frohe Botschaft von der Liebe Gottes in Wort und Tat in diese Welt zu bringen. Aufgrund des großen Interesses konnten nicht alle Teilnahmewünsche erfüllt werden. Daher wird es am 22.04.2024 eine zweite Offene Hochschule zum gleichen Thema geben.

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news-3602 Thu, 14 Dec 2023 12:10:17 +0100 Neue Podcast-Folge: Sühne – Stolperstein oder Anker des Glaubens https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/neue-podcast-folge-suehne-stolperstein-oder-anker-des-glaubens "Sühne – Stolperstein oder Anker des Glaubens?" Um diese Frage geht es in der sechsten Folge des Podcasts der Theologischen Hochschule Elstal:

Für manche ist der Sühnetod Jesu Christi Anker und Kernbestand ihres Glaubens, ohne den es nicht geht. Andere stolpern darüber, reiben sich daran und favorisieren andere Deutungen. In dieser Podcastfolge lotet Oliver Pilnei im Gespräch mit Carsten Claußen und Maximilian Zimmermann aus, was es mit der Sühnetheologie auf sich hat, und diskutiert typische Einwände. Mit geballter exegetischer und systematisch-theologischer Kompetenz schlägt diese Podcastfolge Schneisen zu einem umstrittenen Thema und bietet den Zuhörer:innen reichlich Stoff, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Der Podcast kann jetzt hier gehört werden:

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Weitere Folgen sind hier zu finden:

glauben, denken handeln - der Podcast der Theologischen Hochschule Elstal

 

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news-3600 Mon, 11 Dec 2023 10:55:58 +0100 „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ – Gedanken zur Jahreslosung 2024 und zum Auftrag der Gemeinde heute beim Pastoralkonvent an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/alles-was-ihr-tut-geschehe-in-liebe-gedanken-zur-jahreslosung-2024-und-zum-auftrag-der-gemeinde-heute-beim-pastoralkonvent-an-der-theologischen-hochschule-elstal Auch dieses Jahr lud die Theologische Hochschule Elstal zum adventlichen Pastoralkonvent ein: Gemeinsam mit den Hauptamtlichen aus dem Landesverband Berlin-Brandenburg feierte die Hochschulgemeinschaft Gottesdienst und stimmte sich mit der Predigt von Prof. Dr. Ralf Dziewas auf die Jahreslosung 2024 ein: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ (1. Kor 16,14). Im anschließenden Vortrag referierte Prof. Dr. Joshua Searle über das Thema „Gemeinde in einer postchristlichen Gesellschaft“ und regte die Anwesenden zum Reflektieren und Austausch an.

Mit praktischen Anregungen für die Gemeindearbeit ermutigte der Professor für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie zu einem neuen Blickwinkel auf die gegenwärtige Situation der Gemeinden in Deutschland. Die „postchristliche“ Gesellschaft bringe neue Herausforderungen mit sich, die innovative Denkanstöße erfordern, so Searle. Der gebürtige Brite erläuterte die Merkmale einer nachchristlichen Gesellschaft und ermutigte die Anwesenden zu einer prophetischen Sicht auf die Zukunft, um kreative Lösungen für die Fragen der Gegenwart zu erlangen: „Wenn wir den Herzschlag Gottes für unsere Stadt wahrnehmen, können wir eine prophetische Sicht für den Ort entwickeln, an den Gott uns berufen hat.“ Mit Reflexions- und Diskussionsfragen lud Joshua Searle zu einem angeregten Austausch an den Tischgruppen ein, welcher beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen noch vertieft werden konnte.

Auch mit der Andacht zur Jahreslosung 2024 wurden die Anwesenden zum Nachsinnen und Reflektieren eingeladen. Prof. Dr. Ralf Dziewas predigte über den Vers aus dem 1. Korintherbrief: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“. Dziewas nahm die Gemeinschaft mit in den Kontext des Verses hinein und führte seine Bedeutsamkeit auf. „Es ist diese Agape-Liebe, mit der sich Gott der Welt zugewandt hat – diese annehmende Liebe“. Ralf Dziewas umschrieb diese Liebe als einen Raum, der das ganze Leben der Gemeinde umschließt: Es gehe nicht nur um das „richtige Tun“, sondern um die gesamte Existenz des christlichen Lebens – um die Gestaltung eines Raums, in dem diese Liebe sichtbar und erkennbar werde. Diese Liebe ist ein Geschenk Gottes: Sie kann nicht von Menschen hervorgebracht werden, doch es braucht Menschen, die sich von der Liebe Gottes erfüllen lassen und danach leben.

Mit diesen vielen Anregungen und Ermutigungen startet die Theologische Hochschule Elstal in die letzten Wochen des Jahres und wünscht eine gesegnete und besinnliche Adventszeit.

Die Andacht zur Jahreslosung 2024 von Prof. Dr. Ralf Dziewas stellt die Theologische Hochschule Elstal den Gemeinden auch zum Download zur Verfügung: Predigt zur Jahreslosung 2024

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news-3570 Mon, 16 Oct 2023 09:55:31 +0200 Theologische Hochschule Elstal unterzeichnet Kooperationsvereinbarung mit Waldenser Fakultät in Rom https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/theologische-hochschule-elstal-unterzeichnet-kooperationsvereinbarung-mit-waldenser-fakultaet-in-rom Bereits seit einigen Jahren hat die Theologische Hochschule Elstal mit der Theologischen Fakultät der Waldenser in Rom kooperiert. Dies hat die Internationalität der Hochschule gefördert und Studien- und Lehraufenthalte von Elstaler Studierenden und Lehrenden in Rom ermöglicht. In Italien arbeiten die Waldenser, die Methodisten und die Baptisten eng zusammen, die Waldenserfakultät ist gleichzeitig auch die Ausbildungsstätte für die Pastorinnen und Pastoren der Baptisten in Italien. Am 11. Oktober 2023 unterzeichneten Prof. Dr. Andrea Klimt, Rektorin der Theologischen Hochschule und Prof. Dr. Lothar Vogel, Dekan der Waldenser Fakultät nun die offizielle Kooperationsvereinbarung. Studierenden der Theologischen Hochschule Elstal wird mit dieser Kooperation die Möglichkeit eröffnet, ein Semester oder Studienjahr an der Fakultät in Rom zu verbringen. Die erbrachten Studienleistungen werden von der Theologischen Hochschule Elstal angerechnet.

Für die Unterzeichnung des Vertrags war Prof. Dr. Lothar Vogel vor Ort in Elstal. Nach seinem Vortrag beim Studientag zur Semestereröffnung hatten Studierende und Dozierende die Möglichkeit, Informationen zur Waldenser Fakultät, den Studienangeboten und dem Austauschprogramm zu erhalten. Prof. Dr. Lothar Vogel berichtete anschaulich von dem Studium in Rom und es gab Raum für Fragen. Auch eine ehemalige Studentin berichtete von ihrem Auslandssemester in Italien: „Es war eine tolle Gemeinschaft, die Fakultät hat ein wunderschönes Gebäude und ich habe eine ausgezeichnete Betreuung erhalten“. Sie ermutigte andere Interessierte, diese Möglichkeit wahrzunehmen und in Rom neue Erfahrungen zu sammeln. Die Studienprogramme der Waldenser Fakultät sind staatlich anerkannt.

Die Theologische Hochschule Elstal freut sich sehr auf die Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch mit der Waldenser Fakultät.

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news-3569 Mon, 16 Oct 2023 09:46:29 +0200 Akademischer Festakt zur Einführung von Prof. Dr. Joshua T. Searle https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/akademischer-festakt-zur-einfuehrung-von-prof-dr-joshua-searle Am Dienstag, den 11. Oktober 2023, feierte die Hochschul- und Bundesgemeinschaft die Einführung von Prof. Dr. Joshua T. Searle als neuen Professor für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie. Bei dem akademischen Festakt überreichte ihm die Rektorin der Hochschule, Prof. Dr. Andrea Klimt, die Ernennungsurkunde und begrüßte Searle offiziell als Professor an der Hochschule. Prof. Dr. Joshua T. Searle tritt somit die Nachfolge des ehemaligen Professors für Missionswissenschaften, Prof. Dr. Michael Kißkalt, an.

Für die Professur an der Theologischen Hochschule Elstal zog Prof. Dr. Joshua T. Searle mit seiner Frau und seinem Sohn von London nach Brandenburg. Der gebürtige Brite studierte an der University of Oxford und dem International Baptist Theological Seminary in Prag, von 2013 bis 2023 war er erst als Tutor in Theology and Public Thought, schließlich als Director of Postgraduate Studies am Spurgeon`s  College in London tätig. Sein Doktoratsstudium schloss er 2012 am Trinity College in Dublin ab, anschließend war er als Missionar in der Ostukraine tätig. Searle ist Mitgründer von Dnipro Hope Mission, einer Missionsgesellschaft, die sich an Menschen in der Ukraine richtet. Seine praktischen Erfahrungen und seine Leidenschaft für die Themengebiete der Mission und Interkulturalität wurden auch in der persönlichen Ansprache von Prof. Searle deutlich: „Das ist mehr als eine akademische Angelegenheit. Mission ist meine Berufung, Mission ist meine Leidenschaft – und als Professor wünsche ich mir, diese Leidenschaft auch an meine Studierenden weiterzugeben.“

An der Hochschule willkommen geheißen wurde Joshua Searle auch vom Generalsekretär des BEFG, Christoph Stiba, der auf die Bedeutsamkeit des missionalen Auftrages für die Gemeinden des Bundes hinwies, als den „Herzschlag der Kirche“. Mit einer Rede des Studierendensprechers Max Kassühlke wurde Searle von den Studierenden begrüßt und Studienleiter Prof. Dr. Carsten Claußen hieß den neuen Professor mit ermutigenden und wertschätzenden Worten im Team des Kollegiums willkommen. „Es ist mir eine große Ehre und ich bin äußerst dankbar für das Vertrauen, das ihr in mich gesetzt habt.“, so Searle in seiner Ansprache. Mit seiner hoffnungsvollen Rede ermutigte er die Anwesenden und gab einen Einblick in das, was ihn persönlich bewegt.

Die Theologische Hochschule Elstal freut sich auf die Zusammenarbeit mit Prof. Searle und wünscht ihm Gottes Segen für seinen Dienst an der Hochschule.

In der neusten Folge unseres Hochschul-Podcasts Glauben – Denken – Handeln wird Prof. Dr. Joshua T. Searle übrigens zu seinem Werdegang und Hintergrund interviewt und gibt einen persönlichen Einblick in sein Leben: Hier geht es zum Podcast

Die Rede von Prof. Dr. Joshua T. Searle kann hier heruntergeladen werden: Antrittsrede Prof. Dr. Joshua T. Searle

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news-3571 Fri, 13 Oct 2023 09:56:00 +0200 Eröffnung des Wintersemesters: Semestereröffnungsgottesdienst und Studientag https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/eroeffnung-des-wintersemesters-semestereroeffnungsgottesdienst-und-studientag Mit einem festlichen Abendessen läutete die Hochschulgemeinschaft der Theologischen Hochschule Elstal am 11. Oktober 2023 das Wintersemester ein. Beim Semestereröffnungsgottesdienst am 12. Oktober wurden die neuen Studierenden der Campusgemeinschaft vorgestellt und für ihre Studienzeit gesegnet. Im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst referierte Prof. Dr. Lothar Vogel zum Thema „Das Mittelalter anders gesehen: Die Waldenser“.

Prof. Dr. Oliver Pilnei nahm mit seiner Predigt zum Thema „Licht“ auch Bezug auf die Waldenser und ermutigte die Zuhörenden „sich allem mit offener Neugier zu stellen und mit wachen Sinnen durch das Leben zu gehen“. Mit den Versen aus Johannes 1 ging Oliver Pilnei auf die Kraft des ‚Logos‘ und das Verhältnis zwischen Licht und Finsternis ein: „Das Licht leuchtet auch in der Finsternis; wir wollen ihm vertrauen, nachfolgen und in ihm wandeln.“ Dieses Vertrauen und den Mut zur Nachfolge wünschte er der Campusgemeinschaft für das kommende Semester. Im Anschluss an die Andacht stellten sich die neuen Studierenden persönlich vor und wurden unter den Segen Gottes gestellt.

Die Theologische Hochschule Elstal freute sich über den Besuch von Prof. Dr. Lothar Vogel, Dekan und Professor für Geschichte des Christentums an der Facoltá Valdese di Teologia in Rom. In seinem Vortrag über die Waldenser ermöglichte er eine neue Sicht auf das Mittelalter und vermittelte eine geschwisterliche Perspektive zwischen Mittelalter und Protestantismus. Er nahm die Anwesenden mit in die Entstehung und Ausbreitung der Waldenser, einer Religionsgemeinschaft, die sich im 12. Jahrhundert gründete und als Häretiker verfolgt wurde. Vogel führte die Merkmale der Waldenser und die Unterschiede zur katholischen Kirche auf und setzte auch einen Schwerpunkt auf die Rolle der Frauen im Waldensertum. Er zeigte auf, dass Frauen als Predigerinnen agierten und prominente Rollen einnahmen. „Die Geschichte der Waldenser zeigt, dass Rollen wandelbar sind“, so Vogel. Dem Vortrag folgte eine angeregte Diskussions- und Fragerunde, die dann bei einem gemeinsamen Mittagessen fortgesetzt werden konnte. Am Nachmittag unterzeichneten Prof. Dr. Lothar Vogel, Dekan der Waldenser Fakultät in Rom und Rektorin Prof. Dr. Andrea Klimt die Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Hochschulen. Studierende und Dozierende hatten Zeit, mit dem Professor über die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen, Teile des Elstaler Studiums in Rom zu absolvieren.

Die Theologische Hochschule Elstal ist dankbar für diesen gemeinsamen Start in das Wintersemester 2023/24 und wünscht allen ein gesegnetes neues Studienjahr.

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news-3555 Thu, 28 Sep 2023 10:24:12 +0200 Offene Hochschule: Vorschau auf das Wintersemester 2023/24 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/offene-hochschule-vorschau-auf-das-wintersemester-2023-24 Digitale Themenabende der Theologischen Hochschule Elstal Auch im Wintersemester 2023/2024 werden die Dozierenden der Theologischen Hochschule Elstal wieder digitale Abende zu verschiedenen theologischen Themen anbieten. Mit der Eröffnung des neuen Semesters werden auch die Anmeldungen freigeschaltet.

Vorschau auf die Themen im Wintersemester 2023/24:

  •  „Baptismus“ mit Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel (31. Oktober)
  •  „Kaminabend mit der Rektorin“ mit Prof. Dr. Andrea Klimt (22. November)
  •  „Die neue Unverbindlichkeit als Herausforderung für die Gemeindearbeit“ mit Prof. Dr. Ralf Dziewas (23.   Januar)
  •  „Fortsetzung zur Sühnetheologie“ mit Prof. Dr. Maximilian Zimmermann (voraussichtlich Februar/ März)

Die genauen Termine werden in Kürze bekanntgegeben.

Die Anmeldungen können ab dem 11. Oktober unter anmeldung(at)th-elstal.de erfolgen.

Wer an einem Studium der Theologie oder Diakonie und Sozialtheologie interessiert ist, kann sich jederzeit für ein persönliches (Online-)Beratungsgespräch oder einen individuellen Schnuppertag beim Sekretariat der Hochschule anmelden: sekretariat(at)th-elstal.de

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news-3551 Thu, 21 Sep 2023 16:00:00 +0200 Dr. Deborah Storek zur Professorin für Altes Testament berufen https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/dr-deborah-storek-zur-professorin-fuer-altes-testament-berufen In seiner Septembersitzung hat das Präsidium des BEFG Dr. Deborah Storek auf die ausgeschriebene Teilzeitprofessur für Altes Testament berufen. Sie wird die Stelle zum 01. Februar 2024 antreten. Damit wird dann das Fach Altes Testament an der Theologischen Hochschule Elstal wieder mit voll professoral besetzt sein, nachdem Prof. Dr. Dirk Sager seine Lehrtätigkeit im Jahr 2021 auf Teilzeit reduziert hatte. Der Berufung von Dr. Deborah Storek war eine offene Ausschreibung der Professur und ein akademisches Berufungsverfahren der Hochschule vorausgegangen, in dem sie sich letztlich gegen qualifizierte Mitbewerber erfolgreich durchsetzen konnte.

Dr. Deborah Storek hat nach ihrem Studium der Evangelischen Theologie in Elstal, Berlin und Jerusalem ein Promotionsstudium an der Hebräischen Universität in Jerusalem absolviert, das mit einem Promotions-Stipendium des Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerks (ELES), dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, gefördert wurde. Ihre 2022 erfolgreich abgeschlossene Dissertation war dem Thema „Eine Moabiterin wird Teil des Gottesvolks. Intertextuelle und rechtliche Deutungen der Ehe im Buch Ruth“ gewidmet und wird im nächsten Jahr im Verlag Mohr Siebeck erscheinen.

Die neuberufene Alttestamentlerin bringt auch pastorale Erfahrung mit. Von 2018 bis 2021 war Deborah Storek Pastorin im Anfangsdienst in der Baptistengemeinde Hanau mit dem Schwerpunkt Junge Gemeinde und übernahm in dieser Zeit auch bereits erste Lehraufträge zur Einführung in das Alte Testament und zur alttestamentlichen Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal. Von 2021-2023 war sie dann bereits mit halber Stelle Dozentin für das Fach Altes Testament und Mitglied des Kollegiums der Theologischen Hochschule Elstal, wo sie sich besonders bei der Entwicklung der neuen Angebote Nxtchapter und Standpoint engagierte. 

In einem kurzen Statement zu ihrer Berufung äußerte sich Storek dankbar über die Möglichkeit, nun als Professorin in Elstal lehre zu dürfen: „Ich freue mich darauf, weiterhin meinen Traumjob ausüben zu dürfen: Künftigen Hauptamtlichen die Liebe zum Alten Testament und Werkzeuge guter Bibelauslegung zu vermitteln, gemeinsam mit diesem tollen Kollegium die Hochschule weiterzu entwickeln, und Impulse für unseren Gemeindebund zu geben. Es ist keine einfache Zeit für die Hochschule und unseren Bund, das ist mir sehr bewusst. Aber ich hoffe und bete, dass wir diese Situation nutzen können, um gute Weichen für die Zukunft zu stellen. Daran will ich gerne mitarbeiten.“ 

Prof. Dr. Andrea Klimt, Rektorin der Elstaler Hochschule hat ihre Freude über die Berufung von Dr. Storek mit den Worten zum Ausdruck gebracht: „Wir freuen uns sehr, dass wir als Hochschule mit Dr. Deborah Storek nun eine junge und engagierte Alttestamentlerin zur Professorin ernennen dürfen, die nicht nur über eine große Methodenvielfalt bei der Auslegung biblischer Texte verfügt, sondern sich auch in besonderer Weise der jüdischen Schriftauslegung gewidmet und im jüdisch-christlichen Dialog engagiert hat. Sie hat bereits in den letzten Jahren bewiesen, dass sie mit ihrer geistlichen Prägung, ihrer wissenschaftlichen Kompetenz und ihrer ausgeprägten Lehrbegabung eine enorme Bereicherung für unsere Hochschule und unsere Bundesgemeinschaft ist.“ 

Ralf Dziewas

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news-3534 Mon, 21 Aug 2023 16:02:54 +0200 Die Theologische Hochschule Elstal stellt ihre Dozierenden vor: Neue Interview-Reihe auf YouTube https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/die-theologische-hochschule-elstal-stellt-ihre-dozierenden-vor-neue-interview-reihe-auf-youtube „Lernt unsere Dozierenden kennen“ – unter diesem Titel startet eine neue Interview-Reihe auf dem YouTube-Kanal der Theologischen Hochschule Elstal.

Die Vielfalt des Theologiestudiums spiegelt sich in den verschiedenen Fachbereichen wider, die an der Theologischen Hochschule Elstal unterrichtet werden. In der neuen Video-Reihe stellen sich die Dozierenden persönlich vor und geben Einblick in ihre Fächer. Und nicht nur das: Sie nehmen alle Zuschauenden mit hinein in das, was ihnen Freude an ihrer Arbeit bereitet und was das Studium der Theologie so besonders macht.

In den nächsten Wochen werden die Interviews nach und nach auf dem YouTube-Kanal der Theologischen Hochschule Elstal veröffentlicht: Lernt unsere Dozierenden kennen - YouTube

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news-3519 Wed, 26 Jul 2023 12:44:08 +0200 Theologische Hochschule Elstal kooperiert mit der Universität Jena im Bereich Gemeindegründung https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/theologische-hochschule-elstal-unterschreibt-kooperationsvertrag-mit-universitaet-jena Am 24. Oktober wird der neue Masterstudiengang Pioneer Ministry für Gemeindegründung an der Universität Jena feierlich eröffnet. Für diesen Studiengang gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen der Theologischen Hochschule Elstal und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die TH Elstal bringt dafür speziell ihre missiologischen und praktisch-theologischen Erfahrungen mit dem Thema Gemeindegründung ein.

Im Anschluss an die letzte Campusandacht des Sommersemesters 2023 wurde diese Zusammenarbeit zwischen der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Theologischen Hochschule Elstal der Campusgemeinschaft bekanntgegeben. Durch die Zusammenarbeit sollen Studierenden erweiterte Lernperspektiven eröffnet und neue Austauschmöglichkeiten zugänglich gemacht werden. Der Masterstudiengang Pioneer Ministry für Gemeindegründung ist angelehnt an Konzepte aus Großbritannien und den Niederlanden und ist bisher der einzige seiner Art im deutschsprachigen Raum. Er soll Studierende befähigen „das Evangelium jenseits bestehender Gemeindestrukturen und traditioneller kirchlicher Milieus zu kommunizieren und neue Wege zu finden, christliche Gemeinschaft zu leben“, heißt es in der Beschreibung des Studienganges. Das Konzept ist praxisorientiert, interdisziplinär, interkonfessionell und ökumenisch aufgebaut, sodass Fragestellungen multiperspektivisch betrachtet werden können. Studierende des Studiengangs können aufgrund der Kooperation zukünftig auch Lehrveranstaltungen an der TH Elstal belegen und umgekehrt. Der Kooperationsvertrag sieht dabei auch die wechselseitige Anerkennung von Studienleistungen vor.

Die Theologische Hochschule Elstal freut sich auf diese Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Hochschulen. Mehr Informationen zum Masterstudiengang Pioneer Ministry für Gemeindegründung sind hier zu finden: https://www.uni-jena.de/ma-pioneer-ministry  

Wer sich gezielt auf eine Arbeit in Gemeindegründungsprojekten vorbereiten möchte, kann dies auch durch eine entsprechende Schwerpunktsetzung im Masterstudiengang Evangelische Theologie in Elstal tun. Bereits mehrfach haben Absolventinnen und Absolventen der TH Elstal nach ihrem Studium direkt Gemeinden neu gegründet oder solche Projekte übernommen und erfolgreich geleitet.

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news-3520 Mon, 24 Jul 2023 11:04:00 +0200 Gesandt in Gottes Welt - EBF-Missionskongress SENT 2023 in Stavanger https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/gesandt-in-gottes-welt-ebf-missionskongress-sent-2023-in-stavanger SENT – unter diesem Motto fand vom 5. bis 9. Juli der Missionskongress der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) in Norwegen statt. Das Thema „Gesandt“ zog sich durch Bibelarbeiten, Podiumsdiskussionen, Seminare, Gespräche und Gebete, die im Laufe der Tage stattfanden. Ungefähr 750 Baptisten und Baptistinnen aus Europa und von anderen Kontinenten waren in Stavanger zusammengekommen, darunter etwa 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Theologe Miroslav Volf hielt den Eröffnungsvortrag der Konferenz. Er war bereits beim Abschlussabend der vorangegangenen BWA-Ratstagung vorgestellt worden. Er führte aus, dass Gott die Welt als Heimat für die Menschen und für Gott in Gemeinschaft mit seinen Geschöpfen erschaffen habe. Diese Heimat sei aber „von Anbeginn der Geschichte“ bedroht durch die „Monster“ Reichtum und Macht. Hinzu kämen als moderne Feinde der Heimat Gottes die Eskalation, das heißt, das beschleunigte Lebenstempo und der zunehmende Aktivismus der Menschen, sowie die Verdinglichung. Beispielhaft dafür berichtete Volf von der modernen Medizin, die dazu neige, menschliche Körper als Maschinen zu behandeln, die repariert werden müssten. Die Menschen könnten jenen Konflikt des bedrohten „Home of God“ nicht lösen, aber „wir können uns die Zeit nehmen, sinnvolle Beziehungen zu Menschen und Orten aufzubauen. Und wir können daran arbeiten, die Brüche zu heilen, die durch diese aus dem Gleichgewicht geratenen Kräfte verursacht werden. Wir können gegen Obdachlosigkeit in unseren Städten kämpfen oder uns für eine partizipativere Politik und eine gerechtere Wirtschaft einsetzen. Wir können uns der transformierenden Gegenwart Gottes öffnen.“ So könne man gemeinsam mit Gott ein Zuhause für die Menschen schaffen.

„Wenn du sehen willst, was du noch nie gesehen hast, musst du tun, was du noch nie getan hast“, ermunterte Ben Francis aus Indien die Zuhörerinnen und Zuhörer in seiner Bibelarbeit und forderte sie dazu auf, mit Gebet und Gottvertrauen die Menschen in Europa mit dem Evangelium von Jesus Christus bekanntzumachen: „Macht Euch auf, um diese Vision zu verwirklichen, stellt ein Team mit Menschen zusammen, die Gott für Euch auswählt und ermutigt sie, loszugehen.“

Micheline Makkar aus dem Libanon berichtete in ihrer Bibelarbeit eindrücklich, wie Gott gerade in schwierigen Situationen Wunder wirken kann. „Wir selbst sind lauter Nullen, aber Gott ist die Nummer eins. Wenn Gott vor uns steht, dann werden wir größer, dann werden wir 10, 100, 1.000.000.“ Zudem stellte sie den von ihr mitproduzierte Film „Damascus speaks“ über Paulus‘ Bekehrungsgeschichte in Damaskus vor. Gedreht an Originalschauplätzen stellen hier überwiegend muslimische Schauspieler und Schauspielerinnen aus dem Nahen Osten die biblische Geschichte dar. Der Film wurde in Syrien, im Vatikan und vielen anderen Ländern mit hochrangigen Gästen im Publikum aufgeführt.

In ihrer Bibelarbeit zu Matthäus 10,32-42 verdeutlichte Valérie Duval-Poujol aus Frankreich, dass Jüngerinnen und Jünger Jesu immer Lernende sind. Nachfolgerin oder Nachfolger Jesu zu werden bedeute auch, sich von allem zu trennen, was einen zu sehr beherrscht. „Wir müssen erkennen, dass die Werte dieser Welt nicht die Werte des Reiches Gottes sind.“ Es gehe darum, sich Jesus mit seinem ganzen Sein zu übergeben. „Mission bedeutet auch“, so Duval-Poujol, „gegen alle Formen von Ungerechtigkeit und Gewalt zu kämpfen“. In diesem Zusammenhang wies sie auf das große Problem von häuslicher Gewalt gegen Frauen hin, das in vielen Kirchen immer noch ein Tabuthema sei. „Eine von drei Frauen mache in ihrem Leben die Erfahrung von physischer oder sexueller Gewalt durch ihr nahestehende Partner.“ Deswegen gebe es innerhalb des Baptistischen Weltbunds (BWA) die Initiative Stand against domestic violence, die mit verschiedenen Materialien über dieses globale Problem aufklären und es zum Thema in christlichen Gemeinden machen möchte.  

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von SENT 2023 beschäftigten sich mit den Themen Mission und Gemeindegründung aus ganz unterschiedlicher Perspektive. So gab es Gesprächsrunden zu den Bereichen „Multiethnische Kirche“ und „Kunst und Mission“. Es wurden Seminare angeboten zu „Mission in der Arabischen Welt“, „Migration und die Mission Gottes“ und „Führungskräfte für die postsäkulare Mission ausbilden“ sowie zu „Gemeindegründung im Kriegsgebiet“, „Jüngerschaftsbewegungen“ oder „Gründung einer Hausgemeinde“.

„SENT bedeutet für mich, zu erfahren wie mächtig Gott wirkt. Und es heißt auch, herausgefordert zu sein, loszugehen und, gemeinsam mit diesen wunderbaren Menschen hier, anderen zu erzählen, wer mein Retter ist und was er tut“, sagte eine Teilnehmerin während der Konferenz. Ein anderer Teilnehmer sagte, er schätze vor allen Dingen die Begegnungen zwischen den offiziellen Programmpunkten, wenn „man sich einfach hinsetzt, Gespräche führt, mit Menschen in Kontakt kommt und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit erkundet.“

Außerdem feierte die EBF das 21-jährige Bestehen der „International Mission Partnerships“ mit 230 verschiedenen Projekten, die bisher durch die Unterstützung zahlreicher Partner weltweit ermöglicht wurden. In diesem Jahr wurden im Rahmen dieses Programms bereits neun Gemeindegründungsprojekte gestartet: in Aserbaidschan, im Libanon, im Westjordanland, in der Türkei, in der Ukraine und auch in der ukrainischen Diaspora. Würdigend hervorgehoben wurde die Arbeit von Daniel Trusiewicz, dem langjährigen Koordinator der Missionspartnerschaften, der 2024 in den Ruhestand gehen wird.  

Vertreterinnen und Vertreter der Generation der unter 35-Jährigen nahmen die Anwesenden sehr persönlich mit hinein in das, was und wie sie die Konferenz erlebt haben. Besonders berührt zeigten sie sich von dem Abend, als EBF-Generalsekretär Alan Donaldson jeden im Plenum aufforderte, unter Handauflegung für die jungen Menschen neben sich zu beten. Vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden nahmen sechs junge Frauen im Rahmen einer Studienfahrt am EBF-Kongress teil. Zudem wirkten die Studierenden Fiona Waddell, Josephine Dietz und Jasha Gfrörer der Theologischen Hochschule Elstal am Programm von SENT 2023 mit. Sie moderierten zusammen mit Hochschulrektorin Andrea Klimt die Bibelarbeiten.

Auch Sam Mail als Vorsitzende der EBF-Kommission für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Maurício da Silva Carvalho als der Kochende Pastor und Michael Kißkalt als Generalsekretär von EBM INTERNATIONAL sah man als Mitwirkende aus dem BEFG auf der Bühne. Weitere Engagierte aus dem BEFG waren außerdem an der Vorbereitung und Durchführung von Workshops, Seminaren und Gebetsgruppen beteiligt.

Dem Missionskongress vorgeschaltet war die Ratstagung der EBF mit Wahlen für verschiedene Ämter. Vorsitzender des Nominierungsausschusses ist der Generalsekretär des BEFG Christoph Stiba. Die Nachfolge für Stefan Gisiger aus der Schweiz als Präsident der EBF tritt Mateusz Wichary aus Polen an. Als Vizepräsident wurde Charles Costa aus dem Libanon gewählt. Hürrem Carolin Keskin aus der Türkei ist als Vorsitzende der Kommission für Freiheit und Gerechtigkeit gewählt worden. Kaspars Šterns aus Lettland wurde als Vorsitzender der Kommission für Mission und Evangelisation berufen.

Ein Artikel von Julia Grundmann (BEFG)

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news-3516 Wed, 19 Jul 2023 09:28:36 +0200 Ein ganzer Jahrgang geht in den Gemeindedienst im BEFG - Zeugnisübergabe und Aussendungsfeier 2023 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/ein-ganzer-jahrgang-geht-in-den-gemeindedienst-im-befg-zeugnisuebergabe-und-aussendungsfeier-2023 Unter freiem Himmel und bei sommerlichen Temperaturen fand am 15. Juli 2023 die Aussendungsfeier und Zeugnisübergabe an der Theologischen Hochschule Elstal statt. Es versammelten sich Freunde und Verwandte, Mitarbeitende und ehemalige Studierende, um die diesjährigen Absolventen und Absolventinnen zu feiern und unter Gottes Segen zu stellen, die alle nach ihrem Studium in Elstal einen Dienst in einer Gemeinde des BEFG antreten. Insgesamt 15 Zeugnismappen wurden überreicht; davon sechs Bachelorzeugnisse, fünf aus dem Master-Studiengang Evangelische Theologie und vier Zeugnisse an Zusatz- und Kontaktstudierende.

In den Ansprachen wurde die gemeinsame Zeit während des Studiums in Elstal gewürdigt. Im Namen der Absolvierenden bedankte sich Fiona Waddell bei ihren Kommilitonen und Kommilitoninnen und den Dozierenden und Studierendensprecher. Auch Max Kassühlke blickte humorvoll und wertschätzend auf die letzten gemeinsamen Jahre zurück. „Vertraut darauf, dass Gott mit euch geht und erlebt Großartiges mit und durch ihn“, sprach er den Absolvierenden zu. Auch der Förderverein richtete durch die Vertreterin Natalie Georgi Grußworte aus und überreichte ein Buchgeschenk.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Maximilian Zimmermann schauten die Anwesenden im Aussendungsgottesdienst anhand des Predigttextes aus 2. Timotheus 4,7 „vom Ende her auf einen bereits zurückgelegten Weg“. Maximilian Zimmermann teilte in seiner Predigt zum Aussendungsgottesdienst drei Impulse: Der gute Kampf, der vollendete Lauf und der bewahrte Glaube. Maximilian Zimmermann ermunterte die Absolvierenden, jene Kämpfe anzunehmen, die es wert sind, gekämpft zu werden. Und er ermutigte, die Treue gegenüber der eigenen Berufung zu bewahren: „Ich möchte euch ans Herz legen, Menschen zu werden, die aus ihrer Berufung heraus leben – nicht aus ihren Erfolgen und Misserfolgen.“ Im Rahmen des Gottesdienstes wurden die Abgänger und Abgängerinnen auch für ihren Dienst und ihre weiteren Wege gesegnet.

Ein besonderer Moment war die Lesung der Jubilare – diejenigen, die vor 25, 40, 50 oder 60 Jahren das Seminar verließen und in den Dienst gingen. Michael Noss, Präsident des BEFG und Generalsekretär Christoph Stiba würdigten den segensreichen Dienst der früheren Absolventinnen und Absolventen der Hochschule und gaben dem abgehenden Jahrgang „Tipps für den Langstreckenlauf“ mit auf den Weg. „Das Wort Gottes ist ein Schatz, aus dem ihr schöpfen könnt – immer wieder neu“, so Stiba. „Wir wünschen euch, dass Gott euch mit einem offenen Herzen und offenen Ohren segnet.“

Im Anschluss an den Gottesdienst ließ die Festgemeinschaft den Abend bei einem köstlichen Grill-Buffet ausklingen.

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news-3515 Thu, 13 Jul 2023 12:03:49 +0200 BABS19: Baptistische und antibaptistische Schriften des 19. Jahrhunderts https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/babs19-baptistische-und-antibaptistische-schriften-des-19-jahrhunderts 1827 wurde Joseph Samuel Frey, geboren 1771 in Stockheim (Oberfranken) als Sohn eines Rabbiners, Baptistenprediger in New York. In Deutschland wurde die erste Baptistengemeinde erst 1834 von Johann Gerhard Oncken in Hamburg gegründet. 1839 hielt sich Frey als Missionar in Deutschland auf und veröffentlichte in Berlin die deutsche Übersetzung seines Buchs „Joseph und Benjamin“, mit dem er Juden zum Christentum bekehren wollte. Hatten Freys Missionsabsichten irgendwelchen Erfolg? Hatte er während seiner Missionsreise Kontakte mit deutschen Baptisten? Das ist bislang unbekannt. Freys Buch ist eine von zahlreichen „Entdeckungen“ im Rahmen des Forschungsprojekts BABS19: Baptistische und antibaptistische Schriften des 19. Jahrhunderts.

Das Institut für Baptismusstudien der Theologischen Hochschule Elstal stellt mit BABS19 eine Sammlung von Quellen zum deutschsprachigen Baptismus aus der Zeit bis 1900 im Internet zur Verfügung. Das Projekt befindet sich noch im Aufbau. Unter den derzeit rund 500 Titeln finden sich nicht nur deutschsprachige Schriften von Baptisten und ihren Gegnern, sondern auch englische, polnische, dänische, niederländische und niedersorbische Titel, die entweder in Deutschland gedruckt wurden oder von deutschen Verfassern stammen. Deutschsprachigen Baptismus gab es sowohl in Europa als auch in Nordamerika. Die Gemeinden waren untereinander und international gut vernetzt. Sie betrieben auch unter anderen Sprachgruppen eine rege Mission.

„Viele der frühen deutschen Baptisten kamen aus einfachen Verhältnissen, aber sie hatten einen erstaunlich weiten Horizont. Ganz im Gegensatz zu ihren Gegnern aus den Staatskirchen, die in ihren polemischen Schriften die Baptisten als gefährliche Verbrecher darstellten“, sagt Martin Rothkegel, Professor für die Geschichte des Christentums in Elstal. Rothkegel erläutert: „Zur Zeit findet man die Sammlung auf einer akademischen Social Media-Plattform. Das war technisch die einfachste Lösung. Aber man muss sich anmelden, um die Texte zu lesen.“

Link zur Sammlung: https://th-elstal.academia.edu/BABS19

 
Bildunterschrift:
Kleinschriften wie diese Gemeindeordnung von 1888 sind oft nur in ganz wenigen Exemplaren erhalten
Bildnachweis: Oncken-Archiv des BEFG, Elstal

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news-3513 Wed, 12 Jul 2023 18:04:11 +0200 Aufruf zum Studium an der Theologischen Hochschule https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/aufruf-zum-studium-an-der-theologischen-hochschule Von Gottes Gnade in Jesus Christus immer wieder neu zu erzählen, das gehört zu unserem gemeinsamen Auftrag als Christinnen und Christen. Aber vielleicht stehst Du auch vor der Herausforderung, Menschen in schwierigen Lebenssituationen seelsorglich zu begleiten, oder Gottesdienste und besondere Übergänge im Leben verantwortlich zu gestalten. Oder Du willst eine Gemeinde gründen, sie mit anderen gemeinsam aufbauen und durch schwierige Phasen leiten. Vielleicht siehst du für dich auch einen Weg in der weltweiten Mission. Das Studium an der Theologischen Hochschule Elstal bereitet dich auf all das vor. 

Ein Studium der Theologie bedeutet, in das Wort Gottes tief einzutauchen und sich auf die Arbeit mit Menschen in unterschiedlichen Kontexten vorzubereiten. Es bietet Raum für Fragen und kann zugleich den Glauben stärken und neue Perspektiven eröffnen.

Als Hochschule bilden wir Menschen praxisnah und wissenschaftlich fundiert für die Arbeit in freikirchlichen Gemeinden und Einrichtungen sowie in der weltweiten Mission aus. Unser Bund sucht junge und ältere Menschen, die sich für gemeindliche und diakonische Dienste ausbilden lassen, denn in den kommenden Jahren werden viele Hauptamtliche in den Ruhestand gehen. Die Perspektiven für Absolventinnen und Absolventen sind ausgesprochen gut.

Die Theologische Hochschule bildet ihre Studierenden in drei unterschiedlichen Studiengängen aus, die alle zu staatlich anerkannten Abschlüssen führen. Im Bachelorstudiengang Evangelische Theologie kann man dabei zwischen den Spezialmodulen Kinder- und Jugendarbeit, Spiritualität und Worship und Theologie Flex wählen. Mit diesem Abschluss ist eine Anstellung als Kinder- und Jugendreferent oder als Gemeindereferent in den Gemeinden unseres Bundes möglich.

Im Masterstudiengang Evangelische Theologie gibt es die Schwerpunkte Biblische Studien, Christliche Geschichte und Lehre, Mission und Diakonie oder Praktische Theologie. Dieser Studiengang qualifiziert mit all seinen Schwerpunkten für unterschiedliche pastorale und seelsorgliche Tätigkeiten in Gemeinden, Werken und Gemeindegründungsinitiativen sowie für eine breite Palette weiterer Berufsfelder.

Wer bereits einen Bachelorabschluss in einem sozialen Studiengang hat, kann sich auch für den Masterstudiengang Diakonie und Sozialtheologie bewerben, um sich für die große Vielfalt der diakonischen Berufsfelder weiter zu qualifizieren. Er öffnet zudem den Weg in das ordinierte Amt einer Diakonin oder eines Diakons.

Fühlst Du dich angesprochen? Dann bewirb Dich gerne oder nimm Kontakt zu unserer Hochschule auf. Wir können alle konkreten Fragen bei einem persönlichen Gespräch klären und Studieninhalte und -abläufe an verschiedene Lebenssituationen anpassen. Auch berufsbegleitende Studienformen sind dabei möglich.

Vielleicht kennst du andere Personen, die für ein solches Studium geeignet sein könnten. Dann brauchen diese Menschen vielleicht gerade jemanden, der sie ermutigt, sich für ein Studium an der Theologischen Hochschule Elstal zu bewerben und sich für eine profilierte, praxisbezogene theologische Ausbildung zu entscheiden.

Bewerbungen zum Studium in Elstal erbitten wir bis Ende Juli von denen, die auf dem Campus wohnen möchten, ansonsten bis spätestens Mitte August.

Ein Bericht von Prof. Dr. Ralf Dziewas

 

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news-3504 Wed, 05 Jul 2023 11:31:21 +0200 Theologische Hochschule Elstal feiert Re-Akkreditierung der Studiengänge https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/theologische-hochschule-elstal-feiert-re-akkreditierung-der-studiengaenge Die Theologische Hochschule Elstal hat den Bescheid des Akkreditierungsrates erhalten, dass alle Studiengänge der Hochschule für weitere sieben Jahre ohne Auflagen akkreditiert sind. Die Re-Akkreditierung der Studiengänge feierte die Hochschulgemeinschaft im Anschluss an die Campusandacht vom 28.06.2023. Besonders gewürdigt wurden zu diesem Anlass der ehemalige Professor für Systematische Theologie, Prof. Dr. Uwe Swarat, Prorektor Prof. Dr. Ralf Dziewas und Birgit Mähler, Sekretärin der Hochschule für die intensive Vorbereitung des Prozesses. Prof. Dr. Ralf Dziewas betonte in seiner Ansprache: „Vor allem aber verdanken wir dieses Ergebnis der kontinuierlichen und langfristigen Weiterentwicklung der Studiengänge, die wir gemeinsam mit unserer Studierendenschaft geplant und umgesetzt haben.“

Aus dem Bericht des Akkreditierungsrates geht hervor, dass alle Studiengänge den hochschulrechtlichen Vorgaben für akkreditierte Studiengänge entsprechen. Das Fazit aus dem Bericht lautet: „Der Studiengang ist gut organisiert und somit für die Studierenden planbar und in Regelstudienzeit studierbar. Die Betreuung und die Einbindung der Studierenden in die Weiterentwicklung von Studium und Lehre sind positiv herauszustellen, die Rahmenbedingungen auf dem Campus bieten eine sehr gute Unterstützung.“ Weiter heißt es: „Aufgrund der nahezu idealen äußerlichen Bedingungen für ein akademisches Studium an der Theologischen Hochschule bieten sich den Studierenden eine Fülle von Möglichkeiten zur Kommunikation und Kooperation untereinander, aber auch mit dem Lehrkörper. Bei der anwendungsorientierten Ausrichtung der Studiengänge wird gleichwohl überzeugend auch ein wissenschaftliches Selbstverständnis in den Studiengängen vermittelt.“

Besonders gewürdigt wurde auch die Umsetzung des Studienkonzeptes von Wissen, Sein und Tun, mit dem die Theologische Hochschule Elstal in allen Studiengängen arbeitet: „Der im Studienkonzept angelegte Dreiklang von Wissen, Sein und Tun ist im Lehrplan konsequent umgesetzt. Die Qualifikationsziele Fachkompetenz, Handlungskompetenz sowie soziale und personale Kompetenz finden sich überzeugend in den Studiengängen wieder.“

Im Gutachten wird mehrfach die Studienbegleitung, die Vielfalt der Prüfungsformen und der konsequente Praxisbezug sowie die fachliche Aktualität und die konsequente Weiterentwicklung der Studiengänge hervorgehoben. „Es tut gut, die gute Qualität unserer gemeinsamen Arbeit einmal so aus der Außenperspektive gespiegelt zu bekommen“, so Ralf Dziewas.

Die Theologische Hochschule Elstal ist dankbar für die erfolgreiche Re-Akkreditierung und wird sich auch weiterhin für den Erhalt der hohen Qualität der Studiengänge einsetzen und diese inhaltlich stetig weiterentwickeln.

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news-3497 Wed, 21 Jun 2023 18:06:37 +0200 Intensive Schnuppertage an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/intensive-schnuppertage-an-der-theologischen-hochschule-elstal Vom 12. bis zum 14. Juni fand das diesjährige Schnupperstudium an der Theologischen Hochschule Elstal statt. Zehn Studieninteressierte verbrachten drei Tage auf dem Campus, nahmen an Lehrveranstaltungen teil und kamen mit den Studierenden und Dozierenden ins Gespräch. Ein besonderes Highlight war das Sommerfest und der Open-Air-Gottesdienst am Dienstagabend. Es wurde Volleyball und Tischtennis gespielt und beim gemeinsamen Picknick gab es die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen. Beim Open-Air-Gottesdienst luden die Studierenden zum gemeinsamen Lobpreis und anschließenden Abendmahl ein und hörten auf eine inspirierende Predigt zum Thema Versöhnung.

Das Programm des Schnupperstudiums wurde von den Dozierenden und Studierenden der Hochschule gestaltet. Die Schnupperstudierenden bekamen so einen umfassenden Einblick darüber, was es bedeutet an der Theologischen Hochschule Elstal Theologie oder Diakonie und Sozialtheologie zu studieren. Sie lernten so die breite Vielfalt der theologischen Fächer kennen, das Leben in den Wohngemeinschaften auf dem Campus und auch die Möglichkeiten, die der Ort Elstal zu bieten hat.

„Es waren ein paar sehr intensive, aber sehr gute Tage. Ich bin froh, dass ich gekommen bin“, ist das Feedback eines Schnupperstudenten. Wir blicken dankbar zurück auf ein Schnupperstudium mit authentischen Begegnungen, tiefen Gesprächen und guter Gemeinschaft.

Die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2023/24 läuft bereits. Wer sich für ein Studium an der Theologischen Hochschule Elstal interessiert, kann sich  jetzt hier bewerben. Für Personen, die sich noch nicht sicher sind, bieten wir auch Online-Beratungen oder individuelle Schnuppertage an.

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news-3493 Mon, 19 Jun 2023 18:14:56 +0200 Prof. Dr. Dirk Sager erhält New Work Award 2023 https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/prof-dr-dirk-sager-erhaelt-new-work-award-2023 Am 14. Juni 2024 wurde Dirk Sager, Professor für Altes Testament an der Theologischen Hochschule Elstal mit einem besonderen Preis ausgezeichnet: Er erhielt den 3. Platz des New Work Award 2023 in der Kategorie New Society.

Der New Work Award wird von der New Work SE (ehemals XING) anlässlich der jährlich stattfindenden New Work Experience – dem Festival für Zukunft und Arbeit – in Hamburg vergeben. In diesem Jahr gab es drei Preis-Kategorien: Better Work, New Business und New Society. Das Thema Pflege spielte bei der diesjährigen Verleihung eine besondere Rolle: in jeder der drei Kategorien ging eine Auszeichnung an ein Projekt, das sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege einsetzt. Daher auch der Preis für Dirk Sager: Neben seiner Tätigkeit an der Theologischen Hochschule arbeitet er als ambulanter Pflegehelfer auf geringfügiger Basis. Durch diese Kombination trägt er mit dazu bei, eine Arbeitswelt zu entwickeln, in der auch „ein neues gesellschaftliches Zusammenleben und -wirken sichtbar wird“.

Weiter heißt es in der Begründung für die Vergabe des Preises u.a.: „Das Konzept von Dirk Sager verdient eine Auszeichnung mit dem NEW WORK Award, weil es einzigartig ist und eine wichtige Vision für die Zukunft der Arbeitswelt und der Gesellschaft verfolgt. Seine Initiative geht über die Grenzen herkömmlicher Denkweisen hinaus und zeigt, wie eine zukünftige Gesellschaft aussehen könnte, in der Arbeit und Freizeit, sowie Zusammenleben und -wirken aufeinander bezogen werden.“

(Fotos: Gordon Welters)

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news-3486 Mon, 05 Jun 2023 18:50:07 +0200 Besuch der SPD-Bundestagsabgeordneten Ariane Fäscher an der Theologischen Hochschule Elstal https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/besuch-der-spd-bundestagsabgeordneten-ariane-faescher-an-der-theologischen-hochschule-elstal Am 31. Mai wurde die Theologische Hochschule Elstal von der SPD-Bundestagsabgeordneten Ariane Fäscher besucht. Der Besuch begann mit einer herzlichen Begrüßung durch Rektorin Prof. Dr. Andrea Klimt und Prorektor Prof. Dr. Ralf Dziewas. Im Rahmen des Besuchs wurde Frau Fäscher eine Campusführung angeboten, um einen Einblick in die Einrichtungen und das Leben an der Hochschule zu erhalten. Ein besonderes Highlight war auch die Besichtigung der Bibliothek der Hochschule.

Im Anschluss fand ein Austausch statt, bei dem Frau Fäscher die Gelegenheit hatte, sich mit dem Studierendenrat und dem Kollegium bei Kaffee und Kuchen zu unterhalten. Bei dieser Zusammenkunft war auch Christoph Stiba, Generalsekretär des BEFG, anwesend. In der offenen Gesprächsrunde hatten die Anwesenden die Möglichkeit, ihre Anliegen und Fragen zu teilen. Ein zentrales Anliegen, das zur Sprache kam, war die Frage nach der Bafög-Berechtigung und die Finanzierung eines Studiums bei allgemein steigenden Lebenserhaltungskosten. Es wurde nach Frau Fäschers Vision von Bildung und auch von Religionspolitik gefragt. Ariane Fäscher teilte außerdem einen Einblick in ihren Werdegang und hob ihr innerstes Anliegen hervor: Die Frage danach, was „uns zurückbringt, in eine Gesellschaft des Miteinanders und des Aufeinander achtens“.

Der offene Austausch in der Diskussionsrunde ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre Fragen und Anliegen direkt an die Bundestagsabgeordnete heranzutragen. Frau Fäscher zeigte sich offen und engagiert, diese Anliegen als Anregungen mitzunehmen und in ihre politische Arbeit einzubeziehen. Die Theologische Hochschule Elstal bedankt sich für den Besuch und wünscht Frau Fäscher Gottes Segen für ihre Arbeit.

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news-3482 Thu, 25 May 2023 11:09:29 +0200 Heute schon versöhnt? Der Gottesdienst am Himmelfahrtstag https://www.th-elstal.de/hochschule/studienangebot/aktuelles/detailansicht/heute-schon-versoehnt-der-gottesdienst-am-himmelfahrtstag Der Gottesdienst auf der Bundesratstagung am Donnerstagmorgen wurde von Studierenden der Theologischen Hochschule Elstal, von Prof. Dr. Andrea Klimt, Rektorin und Professorin für Praktische Theologie sowie Prof. Dr. Maximilian Zimmermann, Professor für Systematische Theologie, gestaltet. Im Zentrum stand der Bibeltext aus 2. Korinther 5,18-20: „… so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott.“ Die einzelnen Elemente des Gottesdienstes waren auf dieses Thema ausgerichtet, angefangen von den Liedern, begleitet von der Band um Jan Primke und Manuel Schienke, bis hin zur Wechsellesung, für die Psalm 103 ausgewählt worden war, der von der Barmherzigkeit Gottes spricht. Josephine Dietz, Teilnehmerin (und Gewinnerin) des Preacher Slams am vorherigen Abend, führte in Reimform ihre sehr persönlichen Gedanken zum Thema aus.

In ihrer Predigt entfaltete Andrea Klimt das Thema in mehreren Dimensionen. Die Frage „Heute schon versöhnt?“ gilt vier Aspekten: zunächst einmal der Versöhnung mit sich selbst. Kann ich in den Spiegel schauen und mich annehmen, mich freuen, dass es mich gibt? Kann ich – das ist der zweite Punkt – mich umschauen, in die Runde blicken und mich daran freuen, dass es andere Menschen gibt, die mich begleiten, auch und gerade, wenn sie anders sind als ich? Ein dritter Bereich: die Versöhnung mit der Schöpfung. Bin ich von der Schönheit der Schöpfung Gottes so überwältigt, dass ich gar nicht anders kann, als achtsam mit der Schöpfung umzugehen?

All das wird möglich durch Gott, der die Menschheit mit sich versöhnt. Er durchbricht die Abwärtsspirale, die wir Menschen nur allzu gut kennen, wenn wir nicht zur Versöhnung bereit sind. Gott lauert nicht darauf, dass wir einen Fehler machen. Er bricht die verhärteten Fronten auf. Von ihm und ihm allein geht die Initiative zur Versöhnung aus – wir brauchen nur noch seinen Schritten zu folgen und uns auf dieses Angebot der Versöhnung einzulassen.

Damit schafft Gott einen Raum der Versöhnung, in dem wir uns bewegen. Dieser Raum bietet uns festen Boden unter den Füßen. Wir müssen nicht mehr bei jede Schritt Angst haben, dass Gott uns bei einem Fehltritt seine Liebe entzieht. Und die Wege in diesem Raum führen aufeinander zu. Wer versöhnt lebt, lauert nicht auf Fehler, sondern unterstellt dem anderen, dass er auch Gutes im Sinn hat.

Versöhnte Menschen, so Andrea Klimt, haben die Freiheit, anders zu leben. Sie geben sich mit dem zufrieden, was sie haben, sind nicht gierig. Sie strecken dem anderen ihre Hand hin. Und sie fordern nicht, sondern bitten, weil sie wissen, dass die Liebe auf Zustimmung angewiesen ist. 

Ein letzter Punkt: Wer versöhnt lebt, wird selbst zum Botschafter, zur Botschafterin der Versöhnung und kann andere einladen, Brücken zu bauen.  

Wie kann das konkret aussehen? Davon erzählten zwei Studierende, Max Kassühlke und Maite Kassühlke, und Max Zimmermann. Sie stellten drei Lebensbereiche vor, in denen sie versöhnte Verschiedenheit erleben: in der Jungschar der Ortsgemeinde, auf dem Elstaler Campus und im Dozentenkollegium.

Zum Schluss des Gottesdienstes stellten Christoph Stiba und Regina Claas drei Gäste aus Namibia vor und berichteten vom Beginn einer neuen Partnerschaft. Auch hier schwingt das Thema „Versöhnung“ mit, weil die beiden Länder durch die Kolonialgeschichte miteinander verbunden sind. Joachim Gnep stellte für den Dienstbereich Mission ein neues Konzept vor, „Neue Horizonte“, das drei oder mehr Gemeinden die Möglichkeit gibt, sich zu vernetzen, um Kräfte zu bündeln und gemeinsam Neues zu entwickeln. Die Kollekte kam den beiden Projekten Revitalisierung (von dem bisher um die 50 Gemeinden profitiert habe) und „Neue Horizonte“ zugute. Neben den Teilnehmern vor Ort waren etwa 250 Zuschauer online dabei.

Den Gottesdienst kann man sich auf YouTube noch einmal anschauen.

Ein Artikel von Wolfgang Günter (Die Gemeinde)

 

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