Dr. Rudolf Thaut

1967-1978

Praktische Theologie, Direktor

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Lebenslauf

Dozent für Praktische Theologie und Direktor von 1967 bis 1978

Geboren am 07.03.1915 in Kiel, gestorben am 15.01.1982 in Alfter/Bonn

Der Sohn eines Predigers wurde nach seiner Ausbildung als Kaufmann Offizier. Schwer verwundet heimgekehrt studierte er in Hamburg Philosophie und an der Kirchlichen Hochschule Theologie. 1949 promovierte er zum Dr. phil. Danach begann er seinen ersten Gemeindedienst in Mannheim. 1955 ging er nach München. Von 1949-1960 leitete er die Studentenarbeit des BEFG, die in diesen Jahren ein wichtiger Faktor der Jugendarbeit war. 1960 wurde er Bundesdirektor. Als solcher bemühte er sich, zeitgemäße Strukturen zu schaffen und ökumenische Kontakte zu fördern. 1967 trat er die Nachfolge von Hans Luckey als Direktor des Predigerseminars in Hamburg an, wo er gleichzeitig Praktische Theologie lehrte. Auch hier wartete die  Notwendigkeit innerer und äußerer Umstrukturierung auf ihn. 1978 trat er in den Ruhestand.
Rudolf Thaut war auch über die Grenzen des BEFG hinaus engagiert. Dem Exekutivkomitee des Baptistischen Weltbundes gehörte er von 1960-75 an, die letzten fünf Jahre als Vizepräsident. Von 1968-70 war er Präsident der Europäischen Baptistischen Föderation, deren Exekutivkomitee er seit 1964 angehörte. Neben seiner Mitarbeit im Evangelischen Bibelwerk, in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen und in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen setzte er sich besonders im Deutschen Evangelischen Missionstag, dem späteren Evangelischen Missionswerk, ein. Er gehörte dort 1968-1981 zum Vorstand, zuletzt als stellvertretender Vorsitzender. 

Veröffentlichungen

  • Fleischer, Roland: Rudolf Thaut zum Gedächtnis, Theologisches Gespräch, Beiheft 6 (2005): Festschrift 125 Jahre Theologisches Seminar, S. 50-52.
  • Festgabe für Rudolf Thaut, Theologisches Gespräch 1979, Heft 1-2, 72 Seiten.
Glauben, Denken, Handeln